DTM

DTM: Audi, BMW und Mercedes testen Talente für die Zukunft

Beim Young Driver Test der DTM auf dem Lausitzring sind einige spannende Namen vertreten. Gelingt einem der Nachwuchspiloten der Sprung zum Stammfahrer?
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Die DTM-Saison 2017 ist vorbei, aber kommende Woche dröhnen die V8-Motoren noch einmal auf. Beim offiziellen Young Driver Test treten Audi, BMW und Mercedes mit jungen Nachwuchstalenten an. Diesmal steigen die dreitägigen Testfahrten auf dem Lausitzring, wo sich die potenziellen Stars der Zukunft samt Referenzfahrer zeigen können. Auch in diesem Jahr sind wieder einige interessante Namen dabei. Motorsport-Magazin.com weiß, welche Fahrer für die drei Hersteller ins Auto steigen.

Audi

Audi setzt beim Young Driver Test traditionell eine kleine Armada an Nachwuchsfahrern ein. Kommende Woche darf der Österreicher Ferdinand Habsburg erstmals ein DTM-Auto fahren. Der 20-Jährige startete dieses Jahr in der Formel-3-Europameisterschaft und schloss sein Debütjahr als Siebter ab. Auch dabei ist McLaren-Junior Nyck de Vries, der schon als Ersatz für Mike Rockenfeller in Moskau parat stand.

Alex Palou aus der Formel 2 wird ebenso für Audi testen Dries Vanthoor, der jüngere Bruder von Sportwagen-Ass Laurens. WTCC-Rookie Yann Erlacher aus Frankreich und der Südafrikaner Jonathan Aberdein, zuletzt in der ADAC Formel 4, komplettieren das Sextett. Als Referenzfahrer ist Nico Müller im Einsatz.

Ferdinand Habsburg startete 2017 erstmals in der Formel 3 EM - Foto: FIA F3 / Suer

BMW

Die Münchner setzen zwei Fahrer in ihren BMW M4: Joel Eriksson und Philipp Eng. Eriksson fuhr 2017 seine zweite Saison in der Formel-3-Europameisterschaft und wurde Gesamtzweiter hinter Champion Lando Norris. Auf der Zielgeraden der Saison ließ der Schwede Vorjahres-Vizemeister Maximilian Günther knapp hinter sich. Eriksson wurde Mitte 2016 zum BMW-Junior ernannt und steuerte schon einige Male das DTM-Taxi an Rennwochenenden. Zuletzt saß er bei den gemeinsamen Demo-Runden mit der Super GT im BMW.

Philipp Eng wird auch nach seinem eigentlich Saisonende im ADAC GT Masters und Blacnpain GT Series nicht langweilig. Kürzlich testete der Österreicher den brandneuen M8 GTE, mit dem BMW in die WEC einsteigen wird. Jetzt steht die Testfahrt im DTM-Rennwagen für den 27-Jährigen an. Werksfahrer Eng fuhr dieses Jahr im ADAC GT Masters für Schnitzer im M6 GT3 und wurde Gesamtvierter. Der 24h-Spa-Sieger von 2016 wechselte nach seinen Meisterschaften im Carrera Cup und Supercup 2015 zu BMW.

Philipp Eng wurde dieses Jahr Vierter im ADAC GT Masters - Foto: ADAC GT Masters

Mercedes

Mercedes-Teamchef Uli Fritz wird beim Young Driver Test ganz genau hinschauen. Nach dem Abgang von Robert Wickens muss er ein freies Cockpit für die letzte Saison in der DTM besetzen. Sollte es zu Kalenderüberschneidungen mit der DTM kommen, müsste er gegebenenfalls sogar Ersatz für Maro Engel und Edo Mortara finden, die beide dieses Jahr für Venturi an den Start gehen.

Die Stuttgarter haben Deutschlands Top-Talent Maximilian Günther und Raffaele Marciello in die Lausitz eingeladen. Günther ist als offizieller Test- und Ersatzfahrer von Mercedes die logische Wahl. Der Allgäuer begleitet das Team bei allen Rennen an die Strecke und soll weitere Erfahrungen im DTM-Auto sammeln. Für ein Stamm-Cockpit 2018? Günther schloss die Formel-3-Europameisterschaft als Dritter ab. Lange Zeit führte der Vize-Meister aus dem Vorjahr die Gesamtwertung an, doch die letzten Rennwochenenden gestalteten sich schwierig gegen die starke Konkurrenz mit VW-Motor.

Max Günther gewann das letzte Saisonrennen der Formel 3 in Hockenheim - Foto: FIA F3

Der Italiener Marciello ist ein Altbekannter bei Mercedes. Seit seiner Meisterschaft 2013 in der Formel 3 EM bewegt er sich im Dunstkreis der Stuttgarter und testete das DTM-Auto mehrfach. Mit seinen 22 Jahren hat Marciello schon einiges erlebt. Formel-1-Tests mit Ferrari und Sauber, drei Jahre in der GP2/Formel 2 und diverse Langstrecken-Rennen im Mercedes. Mit dem dritten Platz beim 24-Stunden-Rennen von Spa dieses Jahr für das Mercedes-Team Akka ASP setzte er ein Ausrufezeichen.


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