DTM

DTM Nürburgring 2017: Stimmen zu Rennen 2 - Audi war zu schwer

Robert Wickens erkämpft sich am Nürburgring den Sieg. Auer vergibt Chance auf Meisterschaftsführung. Die Stimmen zum zweiten Rennen der DTM in der Eifel.

Motorsport-Magazin.com - Robert Wickens (1.) "Das war ein verrücktes Rennen. Der Start war hart und die Entscheidung fiel beim Boxenstopp. Leider hat sich Luggi vor mir gedreht - das war Glück für mich, aber Pech für ihn. Danach hatten wir eine gute Strategie und konnten einige Fahrer mit einem Undercut überholen. Ich musste aber richtig hart dafür arbeiten und etliche Autos nach dem Stopp passieren. Vielen Dank an die Jungs, das Auto war fantastisch. Marco und ich hatten am Ende einen schönen Zweikampf. Es gab einige Berührungen, aber alles in allem war es ein richtig gutes Duell. Aber ich hatte Glück, dass das Rennen nicht noch eine Runde länger ging - denn Paul pushte von hinten wie verrückt. Bei dem Zweikampf haben Marco und ich wohl einige Schäden an unseren Autos davongetragen. Nach der Berührung in Kurve eins stand mein Lenkrad nicht mehr gerade und einige Flicks fehlten. Es war ein harter Kampf am Ende und ich war wirklich glücklich, als das Rennen vorbei war."

Paul Di Resta (2.) "Zur Rennmitte lag ich in Führung, aber leider hatten wir keinen guten Boxenstopp - das hat uns einige Sekunden gekostet. Danach musste ich viel Überholen, um wieder nach vorne zu kommen. Gleichzeitig bin ich mit zwei zweiten Plätzen an diesem Wochenende zufrieden. Es ist ein großartiges Ergebnis für das Team. Wenn mir jemand vor dem Wochenende zwei zweite Plätze angeboten hätte, hätte ich sie sicherlich genommen. Heute gab es viele Berührungen, aber es stehen die letzten beiden Rennwochenenden an und damit eine kritische Phase in der Saison. Es scheint, als ob wir dafür unsere Ellbogen ausfahren müssten."

Marco Wittmann (3.) "Wir hatten einen guten ersten Stint. Kurz vor dem Boxenstopp konnte ich Robert Wickens überholen, mir Platz eins zurückholen und einen Vorsprung herausfahren. Ich habe mich auch ziemlich wohl gefühlt im Auto. Nach dem Stopp lag ich dann wieder hinter ihm. In Kurve eins habe ich einen Überholversuch gestartet, der mit einer Berührung endete. Dabei wurde mein Auto beschädigt, anschließend bekam ich Graining auf den Vorderreifen. So konnte ich die Pace nicht mehr gehen. Wenn du von der Poleposition startest, dann bist du über Platz drei natürlich ein bisschen enttäuscht. Aber am Ende haben wir wichtige Punkte mitgenommen."

Bruno Spengler (4.) "Die Strategie vom Team war heute ausgezeichnet. Wir haben taktisch alle einen super Job gemacht. Das Auto war im Rennen fantastisch. So konnte ich von Platz neun auf den vierten Rang vorfahren. Ich freue mich riesig für die gesamte Mannschaft. Das haben sich die Jungs verdient."

Maro Engel (5.) "Leider habe ich heute Vormittag im Qualifying einen fetten Patzer drin gehabt. Das hat uns einen Top-6-Startplatz gekostet. Dafür muss ich mich beim Team entschuldigen. Umso glücklicher kann ich damit sein, dass ich von P14 auf P5 vorgefahren bin. Ein riesiges Dankeschön an die Jungs für die tolle Arbeit an diesem Wochenende. Wir haben als Team hier einen richtig starken Job abgeliefert, unter anderem mit super Strategien in beiden Rennen. Mit zwei Top-5-Ergebnissen war es für mich ein sehr gutes Wochenende."

Mattias Ekström (6.) "Mein Ziel war es, die Tabellenführung zu verteidigen. Das habe ich geschafft, obwohl wir hier mit jeder Menge Blei im Rucksack unterwegs waren und es der Wettergott am Samstag mit mir gar nicht gut gemeint hat. Dass wir am Sonntag auf trockener Strecke keine Chance haben würden, war klar. Deshalb sind acht Punkte eine ordentliche Ausbeute, aber gut fühlt sich so ein Wochenende nicht an."

Jamie Green (7.) "Es war schwierig! Mit den aktuellen Performance-Gewichten war es nicht einfach, im Qualifying um einen der vorderen Plätze zu kämpfen. Wir haben am gesamten Wochenende alles gegeben. Mit Platz sechs und sieben haben wir gute Resultate erzielt und einige Punkte unter harten Bedingungen geholt. Ich bin mit meinen Leistungen zufrieden und möchte mich beim Team Rosberg und bei Audi Sport dafür bedanken, dass sie mir ein gutes Auto hingestellt haben."

Timo Glock (8.) "Wie gestern war auch heute leider nicht unser Tag. Ich hatte am Start Probleme mit der Kupplung. In Kurve zwei war ich dann leider auf der falschen Seite und habe außen einige Plätze verloren. Mein Speed im Rennen war danach eigentlich sehr gut, und ich konnte mich wieder zurückkämpfen. Dann hat Nico Müller aus meiner Sicht vor der Schikane zu früh gebremst. Ich konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren und bin in sein Heck gefahren. Danach war die Front meines Autos stark beschädigt, und ich hatte Glück, dass ich das Rennen beenden und wenigstens noch ein paar Punkte mitnehmen konnte."

Augusto Farfus (9.) "Das war ein seltsames Rennen. Wir haben unseren Job gemacht, hatten aber nicht die Pace von Mercedes. So bleiben uns nur wenige Punkte aus diesem Wochenende. Das ist schade, denn es hätten in jedem Fall mehr sein können. Aber so ist das manchmal. Wir geben weiter alles und greifen wieder an."

Tom Blomqvist (10.) "Es war von Anfang an ein großer Kampf. Der Start war okay, ich bin dann früh in die Box gekommen. Mein Auto war okay, und es gab eine Menge Action auf der Strecke. Es ging nur um eins: fighten, fighten, fighten. Zumindest ein Punkt ist dabei herausgesprungen. Für die Fans war es sicher ein tolles Rennen zum Zuschauen."

Maxime Martin (11.) "Durch den Frühstart habe ich eine Durchfahrtsstrafe bekommen, die mich natürlich erst einmal weit zurückgeworfen hat. Danach bin ich einfach mein eigenes Rennen gefahren. Gegen Ende ging es dann plötzlich doch noch mal um Punkte. Ich habe alles gegeben, letztlich hat es nicht geklappt."

René Rast (12.) "Ein hartes Wochenende. Am Samstag haben wir mit Platz fünf gute Punkte gesammelt. Am Sonntag hatte ich ein schlechtes Rennen. Der Boxenstopp ging leider schief, ich habe viel Zeit verloren und bin dann dem Feld hinterhergeeilt. Am Ende bin ich Zwölfter geworden. Aber wir wussten, dass es schwierig werden würde, und ich glaube, wir haben das Beste daraus gemacht."

Lucas Auer (13.) "Leider ist mir in einem kritischen Moment ein Fehler unterlaufen - das geht klar auf meine Kappe. Es tut mir sehr leid, denn die Jungs arbeiten sehr hart und haben das nicht verdient. So schlimm es in diesem Moment klingt, aber Fehler sind menschlich und gehören leider dazu. Bis zu diesem Zeitpunkt lief es super. Ich hatte einen guten Start und lag auf Platz drei. Aber es ist wie es ist."

Gary Paffett (14.) "Das war wieder ein frustrierendes Rennen. Ich hatte einen richtig guten Start und machte einige Plätze gut. Dann drückte mich Augusto in Kurve drei von der Strecke und ich verlor ein paar Positionen. Nach dem Boxenstopp fuhr mir Tom Blomqvist ins Auto und beschädigte irgendwie mein rechtes Hinterrad. Danach verhielt sich mein Auto ziemlich schlecht. Am Ende des Rennens holte ich einige Autos ein, darunter Timo Glock, der zu kämpfen hatte. Ich versuchte, vorbeizukommen, aber die BMW-Fahrer schienen heute alle in mich reinzufahren. Das war wirklich frustrierend."

Loic Duval (15.) "Ehrlich gesagt, es war für mich das bisher härteste DTM-Wochenende. Wir wussten, dass es wegen der Performance-Gewichte nicht einfach werden würden. Zudem kämpften wir mit der Balance und dem Grip, durch die wechselnden Wetterbedingungen fehlte uns Zeit, am Setup zu arbeiten. Unsere Abstimmung funktionierte weder im Nassen noch im Trockenen richtig. Positiv ist, dass Mattias (Ekström) noch immer in der Meisterschaft vorn liegt. Wir müssen jetzt daran arbeiten, an den letzten beiden Wochenenden wieder das Beste aus unserem Biest herauszuholen."

Edoardo Mortara (16.) "Ein schlechtes Rennen für mich. Wir stoppten schon in Runde zwei, aber leider war es unmöglich, ein gutes Ergebnis einzufahren. Wir mussten nochmal stoppen und dadurch war das Rennen für mich gelaufen. Aber immerhin gab es einen Doppelsieg für Mercedes. Jetzt richte ich meinen Blick nach vorne."

Mike Rockenfeller (17.) "Ein Rennen zum Abhaken. Das war mit Abstand mein schlimmstes Wochenende dieser Saison. Das einzig Positive ist, dass mein Fuß dieses Mal noch ganz ist. Wir hatten wechselhafte Bedingungen und lagen mit der Abstimmung bei allen Bedingungen daneben. Am Sonntag bin ich komplett mit den Reifen eingegangen, das ist bisher dieses Jahr noch nie passiert. Wir lernen daraus und schauen nach vorn auf Spielberg."

Nico Müller (18.) "Wir sind davon ausgegangen, dass es kein einfaches Wochenende wird. Wir hatten aber trotzdem die Hoffnung auf Punkte. Jetzt ohne nach Hause zu fahren, ist ziemlich frustrierend, vor allem nach dem Samstagsrennen, in dem ich im Regen schnell unterwegs war. Das ist das Positive, das ich mitnehmen kann. Die Konkurrenz war hier einfach stärker bei diesen Gegebenheiten. Wir hoffen, dass wir das in Spielberg wieder ändern können."

Uli Fritz (MB) "Glückwunsch an Rob und Paul, die beide ein fantastisches Wochenende hingelegt haben. Nach dem Vierfach-Erfolg gestern, heute ein Doppelsieg - so ein starkes Ergebnis hat das Team absolut verdient. Man hat heute gemerkt, dass die Saison in die heiße Phase geht. Es war ein sehr hartes Rennen mit ganz breiten Ellenbogen. Schade natürlich für Luggi, aber Fehler passieren nun mal auch im Sport. Ich bin sicher, er wird sich ärgern, aber den Vorfall auch schnell abhaken."

Dieter Gass (AUDI) "Erwartungsgemäß war es ein schwieriges Wochenende für uns. Wir wussten, dass wir mit den hohen Zusatzgewichten auf dieser Strecke keine Chance auf den Sieg haben würden. Wir hatten hochgerechnet, dass 25 Kilogramm auf trockener Strecke eine halbe Sekunde pro Runde ausmachen würden. Und Jamie (Green) fehlten am Sonntag 0,550 Sekunden zur Pole-Position. Im trockenen Rennen am Sonntag hatten wir ungewöhnliche Reifenprobleme. Wir müssen analysieren, ob das nur am Gewicht lag oder auch andere Gründe hatte. Mattias (Ekström) und Jamie haben unter diesen Umständen das Maximum herausgeholt. Ärgerlich ist, dass Mattias am Samstag genau im falschen Moment zum Reifenwechsel an die Box gekommen ist. Das war wirklich großes Pech. Sonst hätte er nun einen größeren Vorsprung."

Jens Marquardt (BMW) "Die 78.000 Zuschauer haben hier am Nürburgring zwei unglaublich intensive Rennen erlebt. Wir können nicht zufrieden sein und haben insgesamt zu viele Punkte liegen lassen. Am Samstag war unsere Strategie nicht optimal, so dass wir nicht um den Sieg kämpfen konnten. Auch am Sonntag haben wir einen harten Fight auf der Strecke gesehen. Platz drei für Marco Wittmann war wahrscheinlich das Maximum, das heute noch für ihn möglich gewesen ist. Er hat sich bei einem Überholversuch gegen Robert Wickens das Auto vorne beschädigt und hatte im Anschluss mit Untersteuern zu kämpfen. Wir haben fünf BMW in die Top-10 gebracht und gute Punkte mitgenommen. Insgesamt war es ein hartes Rennen, teilweise überhart. Für uns heißt es jetzt volle Konzentration auf Spielberg. Wir werden weiter pushen."


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