DTM

DTM Nürburgring 2017: Stimmen zu Rennen 1 - Verwirrendes Rennen

Lucas Auer siegte in einem schwierigen Rennen. Audi und BMW verpokern sich. Die Stimmen zum ersten Rennen der DTM am Nürburgring.

Motorsport-Magazin.com - Lucas Auer (1.) "Das war ein brutales Rennen: Regen, abtrocknende Strecke, dann wieder Regen. Der ganze Tag war sehr schwierig. Aber das Ergebnis ist unglaublich. Gratulation an das gesamte Team, sie haben heute einen Mega-Job abgeliefert. Ein riesiges Dankeschön an alle, die mir diesen Sieg heute ermöglicht haben. Zwischendurch war ich ein bisschen verwirrt, weil ich auf P4 oder P5 aus der Box gekommen bin. Da wusste ich nicht ganz, was los war. Aber das war in der Hitze des Gefechts. Auf dem zweiten Satz Regenreifen habe ich am Ende noch einmal einen guten Speed gefunden."
Paul Di Resta (2.) "Es war sehr schwierig, zu wissen, wo man gerade lag, da es keine Updates vom Team gibt. Aber wir hatten im Vorhinein gute Informationen, wann es regnen würde. Ich bin extrem glücklich. Dieses Ergebnis wird allen einen Schub geben. Ein Vierfachsieg ist ein fantastisches Resultat für das gesamte Team. Das Auto war im Nassen super. Hoffentlich können wir morgen erneut ein gutes Rennen zeigen."
Robert Wickens (3.) "Das war ein verwirrendes Rennen, in dem ich mir definitiv Boxenfunk gewünscht hätte. Ich wusste nie genau, wo ich war und ich hatte Glück. Ich befand mich gerade auf meiner In Lap, um auf Slicks zu wechseln, als es wieder anfing zu regnen. Also entschied ich mich dazu, draußen zu bleiben und zu hoffen, dass es aufgeht. Es war ein stressiger Moment, aber das Team hat heute großartige Arbeit geleistet. Die Strategie war fantastisch. Es war genau richtig, nicht auf Slicks zu wechseln. Es gibt einfach immer verrückte Rennen hier auf dem Nürburgring."
Maro Engel (4.) "Ein Mega-Ergebnis für das Team. Ich freue mich riesig. Ein Vierfach-Sieg ist fantastisch. Für Lucas ist es auch im Hinblick auf die Meisterschaft sehr wichtig. Aber auch für mich persönlich war es ein super Rennen - ich bin von P9 auf P4 vorgefahren. Ich hatte ein tolles Auto und eine großartige Strategie. Vielen Dank an das ganze Team. Heute hat es richtig Spaß gemacht."
René Rast (5.) "Es war ein schwieriges Rennen, aber am Ende ein gutes Ergebnis mit Platz fünf. Ich war wieder einmal der beste Audi-Pilot und habe für die Meisterschaft wichtige Punkte gesammelt. Am Anfang sah es nicht so gut aus. Der erste Reifensatz war nicht so, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Mit dem zweiten ging es wesentlich besser."
Jamie Green (6.) "Wir sind an diesem Wochenende auf dem Nürburgring bei nassen Bedingungen nicht so stark gewesen und haben es nicht geschafft, den maximalen Grip aus den Hankook Regenreifen herauszuholen. Ich hatte mit meinem späten Boxenstopp ein wenig Glück und konnte so noch auf den sechsten Platz vorfahren."
Edoardo Mortara (7.) "Schlussendlich war es ein schwieriger Tag für mich, aber wir haben während des Rennens die richtigen Entscheidungen getroffen. So bin ich von P16 auf P7 nach vorne gekommen. Das ist am Ende nicht allzu schlecht. Ich hätte im Qualifying aber besser sein können. Daran müssen wir morgen arbeiten, um es dann besser zu machen."
Augusto Farfus (8.) "Ich hatte einen perfekten Start, einen perfekten ersten Stint. Wir hatten es in der Hand, hier zu gewinnen. Als ich in der Box beim Reifenwechsel stand, fing es an zu regnen. An diesem Punkt haben wir das Rennen verloren. Doch wir sind zurückzukommen und konnten immerhin noch Punkte holen. Meine Pace war sehr gut. Aber wenn du den Sieg vor Augen hast und er dir aus der Hand gerissen wird, dann ist das sehr schade. Heute hat uns das Eifel-Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht."
Marco Wittmann (9.) "Ich bin mega enttäuscht. Wir haben alle die falsche Strategie gewählt. Das ist schade. Augusto Farfus hat an der Spitze eine starke Pace gezeigt. Anfangs war ich ein bisschen besser unterwegs als die vor mir fahrenden Mercedes, kam aber nicht vorbei. Als es trockener wurde, musste ich etwas abreißen lassen. Wir haben dann auf Slicks gewechselt und waren von den Rundenzeiten gut dabei. Doch dann kam der Regen, und wir wussten schnell, dass wir die falsche Entscheidung getroffen hatten. Am Ende habe ich noch zwei Punkte gesammelt. Aber es hätten mehr sein können."
Gary Paffett (10.) "Herzlichen Glückwunsch an alle meine Teamkollegen. Sie sind alle ein großartiges Rennen gefahren. Ich hatte leider ein ziemlich schlimmes Rennen. Es war einfach unheimliches Pech. Wir gingen früh an die Box, um auf Slicks zu wechseln. Das war die richtige Entscheidung, aber dann regnete es noch einmal und das zerstörte mein Rennen. Am Ende gab es noch einen Punkt, aber wir hätten das Rennen gewinnen können. Deshalb bin ich enttäuscht."
Timo Glock (12.) "Ich hatte einen sehr guten Start, der ganze erste Stint war gut. Es gab ein bisschen Lackaustausch mit Mattias Ekström, aber das war okay. Dann hatten wir Pech, Gary Paffet hat mich umgedreht. So waren wir schon aus den Punkten heraus. Eine Runde nach dem Wechsel auf Slicks hat es dann angefangen zu regnen. Heute hatten wir kein goldenes Händchen. Jetzt müssen wir schauen, dass wir es morgen besser machen."
Bruno Spengler (13.) "Leider war unsere Strategie heute nicht optimal, aber man muss bei so etwas auch viel Glück haben. Ich glaube, die Leute an der Boxenmauer hatten heute eine sehr schwierige Aufgabe, die richtige Strategie zu finden. Ich wollte eigentlich auch auf Slicks bleiben, weil ich dachte, dass die Strecke trotz des Regens schnell abtrocknet, denn das war zu Beginn der Fall. Wenn dies so gekommen wäre, hätten wir gut gepunktet. Es war ein bisschen Pech dabei."
Tom Blomqvist (16.) "Es war ein seltsames Rennen. In der ersten Kurve wurde ich von hinten getroffen und hatte dann Probleme, wieder in den ersten Gang zu schalten. Danach war ich Letzter. Das Auto war im Grunde sehr gut. Aber wir hatten nicht die richtige Strategie. Wir haben auf Slicks gewechselt, doch dann hat es wieder angefangen zu regnen. Unsere Taktik hat einfach nicht gepasst."
Maxime Martin (17.) "Es war eine Lotterie. Wir sind an die Box gekommen und haben Trockenreifen aufgezogen, und das war die falsche Entscheidung. Genau in diesem Moment begann es zu regnen. Ich war dann mit kalten Slicks auf nasser Strecke unterwegs. Dabei habe ich das Auto verloren und bin geradeaus in den Kies gefahren. Wir haben wieder Regenreifen aufgezogen, konnten aber nicht mehr viel ausrichten. Morgen melden wir uns stärker zurück."
Uli Fritz (MB) "Das war ein unglaubliches Rennen. Gratulation an Luggi, Paul, Rob und Maro zu den ersten vier Plätzen. Vor allem aber auch Gratulation an das gesamte Team. Die Strategie war hervorragend. Wir haben in den entscheidenden Situationen die Ruhe bewahrt und die richtigen Entscheidungen getroffen. Das war nach dem Wochenende in Zandvoort genau die richtige Antwort."
Dieter Gass (AUDI) "Am Ende müssen wir mit den Positionen fünf und sechs von Rene Rast und Jamie Green zufrieden sein. Es ist ärgerlich was mit Mattias passiert ist. Er war auf einem sehr guten Weg und hätte vielleicht sogar Vierter werden können. Er kam zum falschen Zeitpunkt rein, hat die Slicks aufgezogen und das hat sein Rennen zerstört."
Jens Marquardt (BMW) "Nach einem guten Qualifying haben wir im Rennen heute alles liegen lassen und die falsche Strategie gewählt – trotz aller Wettervorhersagen und Ortskenntnis. Den zweiten Regenschauer haben wir in dieser Stärke nicht kommen sehen, sonst hätten wir die Autos draußen gelassen. Von dieser Ausgangsposition nur zwei Autos in den Top-10 zu haben, ist enttäuschend. Augusto hat zumindest noch Punkte mitgenommen, nachdem er vom Start weg super unterwegs gewesen war und hätte gewinnen können. Jetzt müssen wir erst einmal analysieren, warum wir heute so danebengelegen haben. Wichtig ist, dass wir uns für morgen wieder richtig aufstellen."


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