DTM

DTM-Zandvoort: Stimmen zu Rennen 1 - Das war mega gefährlich

Timo Glock siegte am Samstag in Zandvoort, während Maro Engel bei einem Abflug sehr viel Glück hat. Die Stimmen zum ersten Rennen an der Nordsee.

Motorsport-Magazin.com - Timo Glock (1.) "Ich bin natürlich über den Ausgang des Rennens sehr happy. Ich bin von der Pole gestartet und habe das Rennen einigermaßen kontrolliert nach Hause gefahren. Es sah zwar einfach aus, aber das war es nicht, da der Reifen vorne links hier extrem beansprucht wird. Im ersten Stint war das Auto sehr gut, im zweiten Stint hatte ich dann seltsamerweise ein bisschen Bouncing an der Vorderachse und habe mir dadurch vorne rechts einen Bremsplatten eingefahren. Danach war es wirklich schwierig. Ich habe es am Ende nach Hause gebracht. Für BMW ist es schön, dass es ein Dreifachsieg wurde. Das BMW Team RMG steht mit zwei Fahrern auf dem Podium. Das ist großartig."

Marco Wittmann (2.) "Es war für mich mit Platz zwei auf dem Podium ein gutes Rennen. Ich bin beim Start nicht optimal weggekommen, habe dann aber auf der Außenbahn später gebremst und konnte dadurch Platz zwei holen. Danach habe ich das Rennen im Endeffekt hinter Timo verbracht. Wir hatten eine sehr gute Pace und Balance im Auto. Ich bin natürlich glücklich über die Punkte. Timo hat heute schon im Qualifying einen super Job gemacht. Das ist ein toller Erfolg für BMW."

Maxime Martin (3.) "Ich hatte einen guten Start und konnte dann an Augusto vorbeigehen. Danach haben wir einen guten Rhythmus gefunden. Die Audis waren am Ende des Rennens wirklich stark unterwegs, deshalb musste ich alles geben, um mich zu verteidigen. Ich bin sehr glücklich und freue mich für BMW. Ich konnte heute einige wichtige Punkte sammeln, und auf dieser Basis machen wir weiter."

Mike Rockenfeller (4.) "Vierter Platz in Zandvoort beim ersten Rennen war schon ein gutes Ergebnis. Von Startplatz neun kann man nicht mehr erwarten, vor allem hier, wo überholen sehr schwierig ist. Das hat man auch gesehen, ich hing fast das ganze Rennen hinter den BMW und habe mir die Zähne ausgebissen. Sie haben das gut gemacht, gratulation, aber morgen greifen wir wieder an."

Augusto Farfus (6.) "Es war ein gutes Rennen, in dem wir viele Punkte für BMW gesammelt haben. Platz sechs ist ein guter Start ins Wochenende für uns, morgen steht noch ein Rennen an. Das Ziel lautet, auf heute aufzubauen und es noch besser zu machen."

Paul Di Resta (7.) "Ich glaube nicht, dass das heutige Ergebnis ein klares Bild zeigt. Wir hatten ein schwieriges Qualifying und werden uns für morgen neu einstellen. Das Auto war sehr stark und ich denke, dass wir etwas mehr angreifen können. Wir haben heute alles herausgeholt, was möglich war. Wichtig ist, dass wir als Schadensbegrenzung Rast ein paar Punkte abgenommen haben, um Lucas zu helfen. Morgen geht es weiter und dann erwischen wir hoffentlich einen besseren Tag. BMW sieht hier stark aus, aber die Ingenieure werden heute Abend die Köpfe zusammenstecken und hoffentlich etwas finden, das uns hilft."

Gary Paffett (8.) "Ich bin von Platz acht gestartet und auf Platz acht ins Ziel gekommen. Wir haben zwar gepunktet, aber ich wollte im Rennen weiter nach vorne kommen. Ich dachte, dass wir das Auto dafür hätten. Der Start war okay und ich hielt meine Position. Danach steckte ich hinter Farfus und Duval bremste uns absichtlich hinter den Führenden ein. Das war frustrierend. Nach dem Stopp konnte mich Paul überholen und ich fuhr den Rest des Rennens hinter ihm her. Insgesamt war es enttäuschend, da ich dachte, dass wir heute ein recht starkes Rennen hätten fahren können."

Robert Wickens (11.) "Das war ein hartes Rennen. Mein Start war durchschnittlich. Ich hielt meine Position, konnte aber nicht nach vorne angreifen. Das war eine kleine Enttäuschung. Danach hatte ich, wie ich glaube, eine relativ starke Pace. Ich konnte mit Rast und Duval mithalten. Am Anfang war ich sogar etwas schneller als sie, aber es gab keinen Weg an ihnen vorbei. Als ich dann aus der Box kam, lag ich hinter allen und musste sie erst wieder einholen. Das gelang mir auf der letzten Runde, aber da konnte ich nichts mehr machen. Ich denke, das Team hätte heute Punkte verdient gehabt."

Edoardo Mortara (12.) "Das war ein frustrierender Samstag für mich. Es scheint immer das gleiche Problem zu sein. Wir können uns nicht weiter vorne qualifizieren. Im Rennen stecken wir dann hinter den anderen Fahrern fest. Ich habe eine bessere Pace, aber ich komme nicht vorbei. Es ist schwierig, gerade hier in Zandvoort. Aber es nutzt nichts, sich zu beklagen. Wir müssen uns einfach im Qualifying weiter vorne qualifizieren. Wenn uns das gelingen würde, wäre es für mich sehr viel einfacher. Ich hoffe, dass wir früher oder später herausfinden, woran es liegt und es dann lösen können. Ich glaube, dass das Potential vorhanden ist. Wir können es nur aus irgendeinem Grund noch nicht ausnutzen."

Bruno Spengler (14.) "Zuerst herzlichen Glückwunsch an BMW zum Dreifachsieg. Für mich selbst hätte ich mir im 150. DTM-Rennen natürlich ein besseres Ergebnis gewünscht. Wir müssen nun schauen, dass wir morgen besser dabei sind."

Lucas Auer (15.) "Heute war einfach kein guter Tag. Das brauche ich gar nicht weiter kommentieren. Es war einfach schwierig, aber das gehört dazu. So ist der Rennsport. Zum Glück ist morgen ein neuer Tag. Wir werden bis dahin alles analysieren und dann bekommen wir es auch hin."

Maro Engel (16.) "Jamie Green hat mich in der ersten Runde vor Turn sieben von der Strecke geschoben. Das war eine mega-gefährliche Situation und aus meiner Sicht absolut nicht in Ordnung. Danach hatte ich noch einen leichten Einschlag in die Leitplanke. Ich konnte zwar weiterfahren, aber mein Auto war stark beschädigt. Dadurch war das Rennen für mich leider gelaufen. Die Jungs haben jetzt viel Arbeit vor sich. Wenn man mit über 200 km/h durch das Kiesbett fährt, geht einiges am Auto kaputt - erst recht, wenn noch eine Leitplankenberührung dazukommt. Das ist sehr ärgerlich, aber morgen ist ein neuer Tag, an dem wir versuchen werden, mehr herauszuholen."

Tom Blomqvist (18.) "Ich weiß nicht genau, was los war. Mein Start war ganz gut, und dann bin ich früh zum Stopp gekommen. Dann hat der Reifen auf einmal schlagartig abgebaut, danach hatte ich in der letzten Kurve ein ganz seltsames Gefühl. Ich hatte massives Untersteuern und kein richtiges Gefühl mehr für das Auto. Es war einfach gefährlich, so weiterzufahren. Wir müssen das analysieren und für morgen herausfinden, woran das lag."

Uli Fritz (MB) "Mehr als Platz 7 war heute leider nicht drin. Kaum ein Fahrer hat größere Fehler gemacht und auf einer engen Strecke wie Zandvoort ist das Überholen dann natürlich auch sehr schwer. Ich denke, wir haben ein sehr strategisches Rennen gesehen. Überraschend war, wie lange die Reifen gehalten haben. Für morgen müssen wir schauen, dass wir nach dem Qualifying weiter vorne stehen, sonst wird es ähnlich schwer wie heute."

Dieter Gass (AUDI) "Es war heute sicherlich ein gebrauchter Tag für uns. Wir hatten mehr erwartet, aber mit den Startpositionen war es klar, dass es ein schweres Rennen würde. Wir haben gesehen, dass unsere Pace gut war, aber überholen ist dann noch einmal was anderes. Wenn sich die Spitze dann die Reifen noch einteilen kann, dann wird es schwer. Das ist besonders ärgerlich für Mattias. Bei ihm ist alles schief gelaufen. Das begann schon mit der Outlap nach dem Reifenwechsel, als er wohl schon ein wenig zu viel wollte. Und dann kam noch ein Reifenschaden in der zweiten Rennhälfte dazu."

Jens Marquardt (BMW) "Es war ein tolles erstes Rennen hier in Zandvoort. Schon das Qualifying war mit den ersten vier Plätzen hervorragend gelaufen, aber natürlich hatten wir auch mit dem Wetter Glück. Doch im Rennen haben die Jungs das absolut souverän nach Hause gefahren, mit den Plätzen eins, zwei, drei und sechs. Es ist ein super Ergebnis für uns, wir haben alles richtig gemacht. Das Reifenmanagement war hier eine echte Herausforderung, und das haben sie perfekt hinbekommen. Ich freue mich riesig für Timo, Marco und Maxime. Augusto hat ebenfalls noch wichtige Punkte gesammelt – einfach klasse. Glückwunsch auch an Bruno Spengler zu seinem 150. DTM-Rennen. Schade, dass es von Startplatz 17 nicht mehr zu einem Top-10-Ergebnis gereicht hat."


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