DTM - Moskau: Welche Rolle spielen die Reifen?

Abwechslung garantiert

Moskau - das können alle drei Hersteller, wie die Vergangenheit gezeigt hat. Doch wie schlagen sich die Hersteller diesmal mit den brandneuen Reifen?

Motorsport-Magazin.com - Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 160 km/h gehört der Moskau Raceway zu den langsameren Kursen im DTM-Tourkalender. Der Top-Speed wird auf der gut 900 Meter langen Geraden vor Start-und-Ziel mit ca. 245 Kilometern pro Stunde erreicht. Am Ende dieser Passage bietet sich den Fahrern die beste Überholmöglichkeit.

"Es ist auf dem Moskau Raceway wichtig, flüssig durch die Kurven zu fahren, um Schwung mitzunehmen und optimal auf die Geraden herausbeschleunigen zu können. Wem das am besten gelingt, der kann auch an anderen Streckenabschnitten überholen", erklärt Hankooks verantwortlicher DTM-Renningenieur Thomas Baltes.

Auf dem glatten Fahrbahn-Belag des Moskau Raceway muss der zu Saisonbeginn neu entwickelte Rennreifen von Hankook so schnell wie möglich das optimale Temperaturfenster erreichen. Nur dann entwickelt er sein hohes Grip-Level. Thomas Baltes: "Seit diesem Jahr dürfen die Rennreifen in der DTM nicht vorgeheizt werden. Mit einem ausgeglichenen Fahrzeug-Setup und etwas höherem Luftdruck wird der Ventus Race auch auf dem geschlossenen Asphalt des russischen Rennkurses schnell sein optimales Temperaturfenster erreichen."

Mit seiner erhöhten Kurvenzahl und vielen Richtungsänderungen ist der mittlere Strecken-Sektor des Moskau Raceway für die Konstruktion eines Rennreifens eine Herausforderung. "Insgesamt wird die Lauffläche des Reifens stärker belastet. Im Vergleich zu anderen DTM-Kursen ist die Beanspruchung für die Reifen hier aber eher niedrig", so der Hankook DTM Renningenieur.

Alle drei Automobil-Hersteller, Audi, BMW und Mercedes-Benz, haben sich auf dem Moskau Raceway bereits in die Siegerlisten eingetragen. Die Fans können sich daher wie immer in den vergangenen Jahren auf einen abwechslungsreichen und spannenden Rennverlauf freuen.

Thomas Baltes: "Der Moskau Raceway hat kaum Bodenwellen, deshalb ist das Anbremsen in den zahlreichen Kurven leichter als beispielsweise am Norisring, wo die Fahrzeuge wegen des Bouncings sehr unruhig werden. Wichtig ist hier eine gute Traktion, um aus den vielen langsameren Passagen schnell herausbeschleunigen zu können. Dabei wird unser Rennreifen die Fahrer wie bisher optimal unterstützen."


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