DTM

Norisring: Die Stimmen zum Rennen am Samstag

Am Samstag gab es am Norisring Regenchaos und Rempeleien. Das sagen die Fahrer zum ersten Rennen.

Motorsport-Magazin.com - Bruno Spengler (1.) "Ich freue mich riesig über diesen Sieg. Das ist mein vierter Triumph auf dem Norisring - und der erste Sieg nach 25 Jahren hier für BMW. Ich bin sehr stolz, das heute erreicht zu haben - und freue mich riesig für das ganze Team. Sie haben so hart dafür gearbeitet, und es war nicht immer einfach für uns. Aber heute hat es endlich geklappt. Das können wir nun voll und ganz genießen."
Maxime Martin (2.) "Doppelsieg für BMW: Das ist grandios. Es ist schade, dass ich so einen schlechten Start erwischt habe. Ich weiß nicht, ob es an der nassen Strecke lag oder an etwas anderem, aber ich konnte mich dann aber schnell wieder zurückkämpfen. Ich war im Nassen ziemlich schnell unterwegs und konnte gut überholen. Auch im Trockenen konnte ich einige gute Pace gehen. Zum Ende hin war es dann noch einmal richtig hart. Aber es hat gereicht - und wir können auf Rang zwei 18 Punkte mitnehmen."
Mattias Ekström (3.) "Ich glaube die Bedingungen waren spannend, sehr nass am Anfang. Am Ende war es nur in einer Linie trocken. Ich habe es trotzdem gegen Maxime versucht, war auch etwas vorne, aber es hat nicht gereicht."
Marco Wittmann (4.) "Das Rennen war sehr turbulent - insbesondere am Start, als es kurz vorher noch angefangen hat zu regnen. Ich kam dann schlecht weg und verlor Positionen. Im weiteren Gerangel konnte ich mich dann aber wieder nach vorn kämpfen. Wir lagen längere Zeit auf Platz fünf und hatten eine ganz gute Pace. Mit unserem Stopp waren wir dann vielleicht eine oder zwei Runden zu früh dran. Dadurch konnte Edo Mortara mich überholen. Am Ende konnte ich ihn aber noch einmal schnappen und das Rennen auf Platz vier beenden. Von Startplatz sieben ist das ein ordentliches Resultat. Für BMW war es insgesamt ein super Tag - mit Bruno und Maxime auf eins und zwei. Da hätte ich natürlich auch gerne gestanden. Noch lässt das Podium beim Heimspiel auf dem Norisring für mich auf sich warten, aber vielleicht klappt es ja morgen."
Timo Glock (5.) "Beim Start hat es überall um mich herum gescheppert, ich habe auch einen relativ heftigen Schlag bekommen. Aber dann war die Pace im Regen gut. Ich konnte Nico Müller überholen, kam aber an Edoardo Mortara nicht vorbei. Nach den Stopps war ich auch im Trockenen ordentlich unterwegs, dann drehte Mike Rockenfeller noch Edo um. So konnten wir schließlich auf Platz fünf einige Punkte sammeln. Das war wichtig. Für BMW ist es ein fantastisches Rennen gewesen. Es freut mich sehr für Bruno Spengler, der eine lange Durststrecke hinter sich hat. Und auch Glückwunsch an Maxime Martin sowie an BMW insgesamt."
Tom Blomqvist (6.) "Das Rennen ist für BMW toll gelaufen, aber wir werden sicher nicht abheben. Es fühlt sich dennoch gut an, mit Punkten aus dem ersten Rennen zu gehen. Am Start habe ich einige Plätze verloren, aber die Pace war dann okay. Zum Ende hin fuhr ich dann direkt hinter Timo Glock, konnte ihn aber nicht überholen. Glückwunsch an die Jungs auf dem Podium."
Edoardo Mortara (8.) "Das war ein harter Tag. Wir schienen im Qualifying wieder viel mehr Schwierigkeiten als im Rennen zu haben. In der Quali hatten wir mit dem Auto zu kämpfen und unsere Gegner waren sehr schnell. Vor dem Rennen veränderten sich dann die Bedingungen, was eine gute Möglichkeit für mich war, um von Startplatz 14 einige Positionen gutzumachen. Auf der ersten Runde habe ich mich um sieben oder acht Plätze verbessert. Ich hatte Glück, das Chaos unbeschadet zu überstehen und unsere Pace im Nassen war in Ordnung. Entsprechend sah es richtig gut für eine Platzierung in den Top-5 oder Top-6 aus. Ich kämpfte mit Wittmann, Glock und Rockenfeller. Leider hat mich Rocky in Kurve eins umgedreht - das war ein typischer Norisring-Zwischenfall. Das kann passieren. Ich hätte natürlich gerne mehr Punkte geholt, aber im Moment ist das nicht so einfach."
Gary Paffett (10.) "Ein chaotischer Start auf Regenreifen und richtig nasser Strecke. Ich hatte keinen Unfall, was an sich gut war. Aber leider war ich nicht am richtigen Ort und machte keine Plätze gut. Das war etwas enttäuschend. Danach kämpften wir mit der Pace. Als es abtrocknete, war das Auto etwas besser. Im Trockenen war ich dann relativ zufrieden damit. Aber ehrlich gesagt war das Rennen zu diesem Zeitpunkt bereits gelaufen. Unser Auto war heute einfach nicht schnell genug. Jetzt heißt es, morgen einen neuen Anlauf zu nehmen und bessere Arbeit abzuliefern."
Paul Di Resta (11.) "Das war ein schwieriger Tag. Ich war nah dran, einen Punkt zu holen. Leider hatte ich eine Berührung auf der ersten Runde in Kurve drei. Ich denke, der Speed war ganz gut. Heute ist im Rennen viel passiert und wir hätten ein paar Punkte mitnehmen können. Hoffentlich können wir morgen zurückschlagen."
Maro Engel (14.) "Das war definitiv nicht unser Rennen. Wir können nur versuchen, es morgen deutlich besser zu machen. Vor dem Start habe ich versucht, die Reifen maximal auf Temperatur zu bekommen. Dabei habe ich es leider übertrieben und mich gedreht. Insgesamt ein Tag zum Abhaken. Jetzt blicken wir nach vorne."
Augusto Farfus (16.) "Es ist sehr schade, dass wir unsere Strategie nicht umsetzen konnten. Ich lag auf Platz fünf, als ich aufgeben musste. Natürlich bin ich sehr enttäuscht. Aber für die anderen Jungs war es ein tolles Rennen."
Lucas Auer (17.) "Es ist brutal schnell gegangen. Mein Start war okay. Ich hatte eine kleine Berührung und bin in der ersten Kurve zu weit gefahren. Danach wollte ich zurückkommen und dann kam es zu einer Kettenreaktion. Morgen geht es weiter."
Robert Wickens (18.) "Ich weiß nicht genau, was passiert ist. Ich muss mir erst die Wiederholung ansehen. Ich hatte das Gefühl, dass ich in Kurve eins innen für die anderen viel Platz gelassen habe. Ich war außen und bekam am Kurvenausgang plötzlich einen harten Schlag. Ehrlich gesagt, ist das gesamte Auto kaputt. Es ist verrückt. Der Start selbst war gut. Aber es ist immer schade, wenn so etwas passiert. Das ist schon das zweite Jahr in Folge, in dem ich am Samstag ausgefallen bin. Hoffentlich läuft es morgen besser."
Uli Fritz (MB) "Das war ein ganz schwarzer Tag für uns. Zwei Autos schon in der ersten Runde zu verlieren, war ein harter Schlag. Dann wird auch noch Edo in guter Position gedreht. Wir müssen unsere Autos mal genauer anschauen, vielleicht hatten wir ja Zielscheiben hinten drauf. Anders ist sowas kaum zu erklären. Wir haben uns definitiv für heute mehr vorgenommen. Morgen wollen wir auf jeden Fall zurückschlagen."
Dieter Gass (AUDI) "In den nassen Bedingungen zu anfang passiert traditionell recht viel. Es hat sich aber schnell einsortiert. Die Stopps gab es recht früh. Wir hatten am Ende auf mehr gehofft, aber es war ein toller fight, den die beiden absolut fair geführt haben. Die Strafe ist das große Problem heute, wir hatten zwei Durchfahrtsstrafen, die uns das Mannschaftsergebnis ein wenig verhagelt haben."
Jens Marquardt (BMW) "Es ist sensationell, dass wir hier am Norisring mit Bruno Spengler gewinnen konnten. Es ist der 25. Sieg seit unserem DTM-Comeback - und das nach 25 Jahren ohne Sieg am Norisring. Dazu kommt noch das 50-jährige Jubiläum von BMW in Niederbayern. Das passt alles einfach super. Die Jungs haben einen mega Job gemacht. Maxime hat sich super gegen Mattias Ekström verteidigt, auch die anderen Fahrern dahinter waren super unterwegs. Heute hat man wieder gesehen: Wer sich auf dem Norisring einen Fehler erlaubt, der hat es schwer. Aber auf uns hat das heute zum Glück nicht zugetroffen. Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Das war echt stark."


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