DTM - Hungaroring: Stimmen zu Rennen 2

Unglaubliches Wochenende für Rast in Budapest

Rene Rast enteilte dem Feld an diesem Wochenende und feierte sowohl erste Pole als auch ersten Sieg. Die Stimmen aller Fahrer zum zweiten Rennen.
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Motorsport-Magazin.com - René Rast (1.) "Es war fast ein perfektes Wochenende. ‚Fast’, weil ich zweimal auf der Pole-Position stand, aber ‚nur’ einmal auf dem Podium. Am Samstag wäre sicherlich mehr drin gewesen. Aber man hat es nicht in der Hand, wann das Safety-Car herauskommt. Sonst hätten wir am Samstag ein ähnliches Ergebnis erzielen können wie am Sonntag. Aber ich bin natürlich megahappy über meinen ersten Sieg. Ich habe mir vor dem Wochenende nicht ausgemalt, hier als Meisterschaftsführender abzureisen."
Mattias Ekström (2.) "Ich bin mit der Leistung im Qualifying und meinem Renntempo zufrieden. Am Samstag war der Start ganz gut, leider war er am Sonntag nicht so optimal. Insgesamt haben wir jedoch einen großen Schritt nach vorn gemacht und ich bin mit diesem Wochenende sehr happy."
Maxime Martin (3.) "Das war ein anstrengendes Rennen. Von Startplatz 18 aus hatten wir nichts zu verlieren. Deshalb haben wir versucht, etwas anderes zu machen, und ich habe von Anfang an stark gepusht, um möglichst alles herauszuholen. In Bezug auf die Reifen hat mein Team tolle Arbeit geleistet. Sie haben bis zum Ende gehalten und ich konnte richtig Gas geben. Besonders im Hinblick auf gestern war das eine gute Antwort."
Nico Müller (4.) "Nach einem tollen Start am Sonntag war eigentlich das Podium das Ziel. Aber Mattias (Ekström) hat seine Karten gut gespielt und unsere Strategie hat nicht ganz funktioniert. Deshalb ging es von Platz zwei wieder zurück auf Platz vier. Der BMW, der sich noch vorgeschlichen hat, wurmt mich ein wenig. Ein Podium wäre sicherlich schön gewesen, aber die Punkte für den vierten Platz nehmen wir gern mit. Der Sonntag war ein guter Tag, der Samstag etwas weniger."
Jamie Green (5.) "Das Wochenende war schwierig. Der siebte Platz am Samstag war okay. Wir hatten die Strategie etwas falsch gewählt und waren von der frühen Safety-Car-Phase betroffen. Nach dem Rennen wurde ich disqualifiziert. Wir müssen jetzt abwarten, ob ich die Punkte zurückbekomme. Am Ende des Qualifyings am Sonntag bekam ich keine gute Runde zusammen, dadurch wurde das Rennen schwierig. Ich konnte zwei Autos überholen und hatte ein gutes Rennen, aber einen schlechten Boxenstopp. Es war ein Wochenende mit Höhen und Tiefen."
Paul Di Resta (6.) "Vor dem Rennen wären wir mit Platz sechs zufrieden gewesen. BMW hat bei Martin auf eine ziemlich aggressive Strategie gesetzt. Aber insgesamt bin ich mit P6 zufrieden. Wir hatten ein gutes Auto im Qualifying, aber leider habe ich einen Fehler gemacht. Danach hatte ich einen der besten Starts meiner Karriere und die Jungs haben einen großartigen Boxenstopp hingelegt. So konnte ich einige Autos überholen. Es ist schön, an diesem Wochenende viele Punkte geholt zu haben. Jetzt blicke ich auf den Norisring und hoffe, dass es dort so weitergeht."
Timo Glock (7.) "Insgesamt hatte ich einen guten Speed und konnte die Pace der anderen Fahrer ganz gut mitgehen. Aber sobald ich nah genug am Vordermann dran war, verlor ich an Grip auf der Vorderachse. Das war der Faktor, der mich heute eingeschränkt hat. Dadurch haben die Reifen auch schneller abgebaut. Aber letztendlich ist entscheidend, dass wir ein paar Punkte mitnehmen konnten. Damit können wir zufrieden sein. Für Marco war es wirklich bitter, der direkt vor mir ausgefallen ist. Herzlichen Glückwunsch an René Rast zu seinem ersten Sieg."
Robert Wickens (8.) "Das war großartige Arbeit von den Jungs. Überholen ist auf dieser Strecke sehr schwierig. Hier trotzdem zu punkten war eine richtig gute Leistung. Dennoch ist es schade, was am Samstag passiert ist. Wenn wir hier P7 und P8 geholt hätten, wäre es gute Schadensbegrenzung gewesen. Wir haben hier einen Rückschlag in der Meisterschaft erlebt, aber das Team hat großartig gearbeitet, um das Wochenende zu retten. Gary und ich kamen beide in die Punkte, das war also gut für das Mercedes me Team."
Gary Paffett (9.) "Ein schwieriges Rennen. Ich steckte ständig im Verkehr. Am Start habe ich nicht allzu viele Plätze verloren und folgte dann einer Reihe an Fahrzeugen. Leider haben wir beim Boxenstopp ein paar Positionen verloren. Dann lag ich die meiste Zeit auf P11 am Ende einer Gruppe, der ich gut folgen konnte. Zum Schluss schien Rocky Probleme zu haben und ich konnte ihn überholen. Danach machte ich noch einen Platz wegen Wittmanns Ausfall gut. Platz neun bedeutet erneut ein paar Punkte. Das ist nicht das, was wir uns vorgenommen hatten, aber mehr war nicht drin. Hier ist es einfach zu schwierig zu überholen."
Mike Rockenfeller (10.) "Das Wochenende war nicht so toll wie erwartet. Ich glaube, wir hätten locker zwei Top-Fünf-Ergebnisse einfahren können, denn das Qualifying war ganz gut. Das Sonntagsrennen hat viele Punkte gekostet, wir hatten ein Problem vor dem Start und dann ist auch zu allem Übel der Stopp schiefgegangen. Wir waren sechsmal in den Punkten, aber die Saison ist noch lang. Wir werden sicherlich auch wieder Rennen gewinnen und sind dann auch wieder vorn."
Edoardo Mortara (11.) "Erneut ein schwieriges Rennen. Nachdem ich das Auto am Start abgewürgt hatte, versuchte ich, einige Positionen gutzumachen. Am Ende kam ich als Elfter ins Ziel. Insgesamt hatte ich mir von dem Wochenende in Budapest mehr versprochen. Aber das gehört zur Lernkurve dazu. Ich sehe mich derzeit einer enormen Herausforderung gegenüber und ich werde pushen, bis ich diese überwunden habe. Danach wird die Freude, es geschafft zu haben, umso größer sein."
Augusto Farfus (12.) "Der Verkehr war ziemlich dicht und wir konnten einfach nicht mehr machen. Es ist wirklich frustrierend, weil wir uns eigentlich steigern wollten. Das ist uns nicht gelungen. Jetzt müssen wir analysieren, was falsch gelaufen ist und wie wir uns verbessern können."
Tom Blomqvist (13.) "Das war einfach nicht mein Rennen. Beim Start habe ich einige Plätze verloren. Danach lief es eigentlich ganz gut, aber unsere Strategie hat heute einfach nicht funktioniert. Dann hatten wir noch einen Zwischenfall beim Boxenstopp. Diesen Rückstand konnten wir nicht wieder aufholen. Aber zumindest habe ich es nach den einigen unglücklichen Ausfällen endlich wieder ins Ziel geschafft."
Bruno Spengler (14.) "Viele Dinge haben heute nicht so gut geklappt. Unsere Strategie im Qualifying ist leider nicht aufgegangen, weshalb ich von sehr weit hinten starten musste. Von einer solchen Position aus muss man pokern. Gestern ist uns das gut gelungen. Aber heute dachte ich, dass das zweimal hintereinander nicht klappen würde. Deshalb bin ich auf Nummer sicher gegangen. Letztendlich hat es nur für Rang 14 gereicht."
Maro Engel (15.) "Das war nicht das beste Wochenende für uns, zumindest im Qualifying. Im Rennen war die Pace jeweils gut. Vielen Dank an das Team, das wie immer super gearbeitet hat. Der Sieg von Paul gestern war etwas unerwartet. Das war fantastisch. Jetzt freuen wir uns auf den Norisring."
Loic Duval (16.) "Das Wochenende startete ganz gut, am Samstag lagen wir innerhalb des Leistungsfensters. Der siebte Platz im Qualifying war vielversprechend. Das Rennen verlief jedoch durch das Safety-Car nicht wie gewünscht und wir fielen zurück. Ich lag in der letzten Runde in den Punkten, hatte dann beim Überholen einen leichten Kontakt mit Marco Wittmann, bekam einen Reifenschaden und fiel aus den Punkterängen. Am Sonntag kämpften wir wieder mit der Performance, das Qualifying war nicht gut. Im Rennen konnte ich nicht viel machen. Es war ein gemischtes Wochenende, aber ich glaube, meine Lernkurve in der DTM zeigt nach oben. Ich freue mich auf das nächste Rennen."
Marco Wittmann (17.) "Nach dem Qualifying war ich sehr glücklich über den zweiten Startplatz. Letztendlich hatten wir eine gute Performance, nur die Fahrer, die in der ersten Runde gestoppt haben, konnten uns überholen. Das war in dem Fall die bessere Strategie und hat uns zwei Positionen gekostet. Nach dem Boxenstopp hatten wir allerdings eine ziemlich hohe Temperatur im Auto und wussten zunächst nicht wirklich, wodurch diese zustande kam. Letztendlich hat sich herausgestellt, dass sich Styropor im rechten Luftkanal gesammelt hat. Das hat das Auto irgendwann nicht mehr mitgemacht, obwohl es lange durchgehalten hat. Das war wirklich ärgerlich und enttäuschend für uns."
Lucas Auer (18.) "Ich habe von Anfang an leichte Probleme gehabt, die am Ende größer geworden sind. Deshalb habe ich das Auto vorsichtshalber abgestellt. Ich konnte nicht mehr weiter fahren. Schade, denn die Qualifyings sahen gestern und heute so aus, als ob ich wenigstens ein paar Punkte hätte mitnehmen können. Ich habe mich beim Boxenstopp etwas verbremst, aber so läuft es eben manchmal im Motorsport. Wir haben noch sechs Rennwochenenden und da ist noch alles drin."
Uli Fritz (MB) "Wir haben uns heute schwer getan. Die Ausgangssituation nach dem Qualifying war bereits alles andere als optimal. Dann kam noch Luggis Fehler beim Boxenstopp hinzu, wobei das nach seinem Ausfall auch keine Rolle mehr gespielt hat. Auf dem Hungaroring ist es zudem schwer zu überholen. Daher war für die anderen Jungs nicht mehr drin."
Dieter Gass (AUDI) "Gefühlt war es ein extrem langes DTM-Wochenende mit Höhen und Tiefen. Am Samstag haben wir nach einem tollen Qualifying und einem guten Start nicht schnell genug darauf reagiert, als die ersten Autos früh zum Boxenstopp gekommen sind. Dann kam das Safety-Car und statt eines Sieges blieben uns nur die Plätze vier bis sechs. Das war extrem ärgerlich und tut noch immer weh. Umso wichtiger war es für uns, am Sonntag zurückzuschlagen. Das zweite Rennen war fantastisch für Audi, aber eigentlich hatten wir uns für beide Tage ein derartiges Ergebnis vorgenommen. Für René Rast freue ich mich unheimlich: Er liefert eine wahnsinnige Premierensaison in der DTM ab."
Jens Marquardt (BMW) "Wie am Samstag hat uns auch am Sonntag unsere aggressive Strategie mit dem sehr frühen Boxenstopp von Maxime Martin einen Podiumsplatz eingebracht. Das freut mich nach dem Pech, das er im bisherigen Verlauf des Wochenendes hatte, ganz besonders. Gratulation an das gesamte Team, das erneut einen hervorragenden Job gemacht hat. Wir haben im Vergleich zu gestern die Performance unseres Fahrzeugs noch einmal gesteigert. Der späte Ausfall von Marco Wittmann tut mir sehr leid. An der Kühlöffnung seines Autos hatte sich während des Rennens ein Styroporteil festgeklemmt. Durch die fehlende Kühlluft hatte er permanent Probleme mit den Temperaturen. Am Ende musste er das überhitzte Fahrzeug leider abstellen. Insgesamt haben wir an diesem Wochenende mit drei Podiumsplätzen das Optimum herausgeholt."


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