DTM

Maximilian Günther: Vom Formel-3-Finale in Macau ins DTM-Cockpit in Jerez

Über wenig Action kann sich Max Günther selbst nach Saisonende nicht beklagen. Nach seinem ersten Auftritt in Macau folgte der nächste große Schritt.
von Maximilian Günther

Motorsport-Magazin.com - Servus, liebe Motorsport-Magazin.com Leser,

in den letzten Tagen war richtig was los bei mir. Zuerst mein Debüt beim Macau Grand Prix, dann der erneute Gesamtsieg in der Deutsche Post Speed Academy und jetzt noch mein erster Test in einem DTM-Rennauto! Für Mercedes-AMG durfte ich zwei Tage lang beim Young Driver Test in Jerez Erfahrungen im Mercedes-AMG C 63 DTM sammeln.

Meine allerersten Runden in einem Rennwagen mit Dach, ich kannte bislang ja nur Formelautos. Ich kann euch ehrlich sagen: Jedes Mal, wenn ich ausgestiegen bin, hatte ich ein breites Grinsen im Gesicht!

Das waren zwei richtig coole Tage mit den Mercedes-Jungs. Das DTM-Auto ist wirklich sehr beeindruckend. Klar, zuerst war es schon eine Umstellung für mich, einen Tourenwagen mit so viel Gewicht zu fahren. Mein Formel 3 wiegt im Vergleich immerhin 500 Kilo weniger.

Aber die Aerodynamik war in schnellen Kurven wahnsinnig beeindruckend, vor allem trotz des relativ hohen Gewichtes. Der Kurvenspeed ist in einigen Kurven deshalb überraschend nah dran am F3-Auto. Es stimmt wohl, dass die Formel 3 als gute Vorbereitung auf die DTM gilt, wie es schon viele Fahrer in der Vergangenheit gesagt haben.

Was am meisten Spaß gemacht hat, war, die rund 500 PS unter Kontrolle zu bringen. So ein DTM-Auto hat schon richtig Bumms! Bei so viel Leistung braucht es natürlich gute Bremsen. Da kamen die Karbonbremsen ins Spiel, die mich vor jeder Kurve richtig in die Gurte gepresst haben. Das war zwar ein neues Gefühl für mich, aber damit bin ich gut zurechtgekommen.

Im Verlauf der zwei Tage in Jerez wollte ich mich immer weiter verbessern und auch auf den Long Runs lernen, wie man mit den Reifen umgehen muss. Ich denke, dass ich mich in der kurzen Zeit sehr gut entwickelt habe und sehr gute Fortschritte erzielen konnte. Der Hauptfokus lag allerdings nicht auf den Rundenzeiten. Am zweiten Tag ging es überwiegend darum, das Auto anzupassen und weiter zu lernen. Insgesamt bin ich rund 240 Runden gefahren - und habe jede einzelne richtig genossen.

Es waren zwei mega-coole Tage in Jerez. Ein ganz großer Dank an Mercedes-AMG dafür, dass sie mir diese Chance ermöglicht haben. Wie es bei mir in der kommenden Saison weitergeht, weiß ich noch nicht. Alle Optionen lassen jedoch eine spannende Saison erwarten. 2016 war mein bislang erfolgreichstes Jahr im Motorsport - aber ich würde natürlich gerne noch einen draufsetzen.

Euer Max


Weitere Inhalte:
Wir suchen Mitarbeiter