DTM

Opel hatte sich mehr erwartet

Die guten Testleistungen und der Gewichtsvorteil ließen Opel insgeheim von einer Überraschung träumen. Doch im Rennen waren zwei Punkteränge das Maximum.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Volker Strycek (Opel-Sportchef):
Zunächst bin ich erleichtert, dass Bernd Schneider nach dem Rennunfall offensichtlich okay ist. Positiv ist auch, dass Opel mit zwei Vectra GTS V8 gepunktet hat. Dennoch: Ich hatte mir mehr von diesem Rennen erwartet. Nach einem sehr guten Start war Marcel Fässler Dritter, kam aber nach dem ersten Boxenstopp hinter einem Pulk zurück auf die Strecke und verlor Zeit und ist am Ende auf Platz fünf ins Ziel gekommen. Laurent Aiello hat uns mit Platz sieben ein weiteres Ergebnis in den Punkten erkämpft. An diesem Wochenende hat sich gezeigt, welch tollen Rennsport eine hochklassige Serie wie die DTM in Spa den Fans bieten kann. Diese Rennstrecke gehört einfach in den Rennkalender der besten Tourenwagen-Serie.

Marcel Fässler (GMAC Team OPC) – 5. Platz:
Platz fünf ist ein erleichterndes Ergebnis. Dennoch bin ich nicht zufrieden. Nach einem guten Start bin ich als Dritter aus der ersten Kurve herausgekommen und konnte diese Position bis zum ersten Boxenstopp halten. Zu diesem Zeitpunkt war das Feld aber schon so weit auseinander gezogen, dass ich meine neuen Reifen im Pulk nicht nutzen konnte.

Laurent Aiello (Team OPC) – 7. Platz:
Die Berührung zwischen Bernd Schneider und mir sowie der daraus resultierende Unfall haben gezeigt, dass zwei Autos nicht nebeneinander durch Eau Rouge fahren können. Ich bin sehr froh, dass es Bernd nach dem heftigen Einschlag gut geht. Generell war mein Auto gut. Vor allem am Ende waren damit direkte Zweikämpfe möglich. Beim Start bin ich auf Nummer sicher gegangen und habe dadurch in der ersten Kurve drei Plätze verloren, die wir aber dank einer guten Boxenstopp-Strategie des Team OPC wieder zurück erobert haben.

Heinz-Harald Frentzen (Stern Team OPC) – 15. Platz:
Mein Start war gut, danach hatte ich eine ganze Reihe schöner Zweikämpfe. Leider wurden in diesen Infights aerodynamische Teile am Heck meines Autos beschädigt. Als Folge konnte ich in Runde fünf einen Dreher nicht vermeiden und bin ins Kiesbett gerutscht. Was folgte, war ein sehr einsames Rennen.

Manuel Reuter (Team OPC) – 16. Platz:
Es ist schade, dass ich Platz zehn nicht nach Hause fahren konnte. Mein Rennen lief ganz gut, nachdem ich mich einmal aus einem Pulk freigefahren hatte. Leider verkantete sich beim Tankstopp die Tankkanne, wodurch etwa fünf Kilogramm Sprit nicht hineinfließen konnten. Eine Runde vor Schluss bin ich deshalb ohne Benzin liegen geblieben.


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