DTM

MG Rover möchte die anderen Hersteller ärgern

Ohne feste Zielsetzung, aber mit der Absicht die etablierten Hersteller hin und wieder zu ärgern, geht der britische DTM-Neuling MG Rover in die Saison 2005.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Es hat lange gedauert, doch am letzten Freitag um kurz nach 17:00 Uhr gab MG Rover endlich offiziell bekannt, was schon seit einigen Wochen die Runde in der DTM-Welt machte: Die Briten kehren in der Saison 2004 mit zwei Autos in die Deutsche Tourenwagen Masters zurück.

"Die Marke MG ist seit Jahren sehr eng mit dem Motorsport verbunden. Zudem ist sie für uns kein absolutes Neuland, denn wir waren ja schon Mitte der 80er Jahre mit Rover in der DTM aktiv", erinnert Managing Director Rod Ramsay an die erfolgreiche DTM-Zeit zwischen 1984 und 1986, als man mit Kurt Thiim sogar den Titel holen konnte.

Der Einstieg geschieht dabei natürlich nicht ohne Marketinghintergedanken. "Die DTM ist für MG eine hervorragende Plattform, selbstverständlich mit einer Ausrichtung auf den deutschen Markt", gibt Ramsay zu Bedenken. "Aber auch darüber hinaus, denn die Medienberichterstattung der DTM findet global statt. Mit unseren Aktivitäten in der DTM erreichen wir ein größeres Publikum, als man auf den ersten Blick meinen könnte."

Die Tatsache, dass es sich bei der DTM nicht um eine Weltmeisterschaft wie in der Formel 1 oder bei der WRC handelt, stört den MG Rover Geschäftsführer nicht. "In der DTM starten Rennwagen mit einem deutlich sichtbaren Bezug zu den Serienfahrzeugen", so Ramsay. "Dadurch können sich die Zuschauer viel mehr mit den Fahrzeugen identifizieren."

Die wichtigste Frage ist natürlich jene, was MG Rover im ersten Jahr mit der noch zu benennenden Fahrerpaarung erreichen möchte. "Ich bin davon überzeugt, dass wir in der DTM Zeichen setzen werden", kündigt Ramsay an. "Mit Zytek haben wir ein starkes und erfahrenes Team an unserer Seite. Zum jetzigen Zeitpunkt kann man den zu erwartenden Erfolg nicht in Zahlen oder Podiumsplatzierungen ausdrücken. Aber ich bin mir sicher, dass wir den etablierten Herstellern Audi, Mercedes-Benz und Opel die eine oder andere Hausaufgabe mit auf den Weg geben werden."


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