DTM

Nur die BMW-Jungs jubeln - Licht und Schatten für die DTM-Stars in Daytona

Für die aktuellen und ehemaligen DTM-Stars verliefen die 24h von Daytona durchwachsen. Während die BMW-Combo brillierte, ging der Rest weitgehend unter.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Was war das für ein Showdown in den Steilkurven des International Speedway! Nach 24 Stunden fehlte dem BMW Team RLL um seine DTM-Stars Bruno Spengler und Augusto Farfus lediglich eine knappe halbe Sekunde zum Sieg beim Langstreckenmarathon in Daytona. Nach 725 Runden auf dem Kurs in Florida überquerte der weiße BMW Z4 GTLM die Ziellinie auf Rang zwei seiner Klasse.

Leider war nicht genug Zeit, um einen entscheidenden Angriff zu starten.
Bruno Spengler

Für Spengler war es das erste 24-Stunden-Rennen seiner Karriere. "Auf Anhieb Zweiter zu werden, macht mich natürlich sehr glücklich", sagt der Kanadier. Zwischenzeitlich hatte das Fahrzeug mit der Nummer 25 sogar in Führung gelegen. Der Sieg in der GTLM-Klasse zum Saisonauftakt in der USCC war greifbar - ging am Ende aber an das Team von Corvette Racing.

Spengler und Farfus feiern Platz zwei - Foto: BMW

DTM-Combo attackiert Spitze

"Dirk war als Schlussfahrer super unterwegs und konnte die Führenden vor uns sogar noch unter Druck setzen", sagt Spengler über den dritten Mann mit DTM-Erfahrung im Team. "Leider war dann nicht mehr genug Zeit, um einen entscheidenden Angriff zu starten", ergänzt Spengler.

Leider ist mir ein kleiner Fehler beim Überholen unterlaufen, durch den ich von der Strecke abkam. Da kam glaube ich der Sprint-Racer in mir durch.
Bruno Spengler

Auch wenn Spengler seit 20 Jahren im Rennsport aktiv ist, hat er in Daytona viele neue Erfahrungen gesammelt. "Die kalten Reifen in der Nacht, der Verkehr auf der Strecke: Ich habe eine Menge gelernt", sagte Spengler. "Leider ist mir ein kleiner Fehler beim Überholen unterlaufen, durch den ich von der Strecke abkam. Da kam glaube ich der Sprint-Racer in mir durch. Ich kehrte jedoch wieder auf die Fahrbahn zurück, und alles ging gut aus."

Spengler machte beim 24h-Debüt einen guten Job - Foto: BMW

Fokus jetzt voll auf der DTM

Besonders beeindruckt haben den DTM-Star die Atmosphäre und die Fans beim 24-Stunden-Klassiker. "Für mich war es in jedem Fall ein super Erlebnis. Hoffentlich kann ich hier noch einmal dabei sein." Ähnlich zufrieden äußerte sich Augusto Farfus: "Natürlich müssen wir erst einmal verarbeiten, dass am Ende nur vier Zehntelsekunden gefehlt haben. Aber danach sollten wir uns einfach über Platz zwei freuen. Es ist immer sensationell, wenn man ein 24-Stunden-Rennen beendet und noch dazu um den Sieg kämpfen kann."

Ab jetzt konzentrieren sich Spengler und Farfus voll auf die anstehende DTM-Saison. Am ersten Maiwochenende starten der Kanadier und der Brasilianer mit dem BMW M4 DTM in seine elfte Saison in der Tourenwagenserie.

Die Corvette DP belegte die Ränge zwei bis vier - Foto: IMSA

Rockenfeller verpasst Podium

Während die BMW-Boys vom Team RLL groß auftrumpften, lief es für die vielen anderen ehemaligen und aktuellen DTM-Piloten in Daytona eher bescheiden. Joey Hand schaffte es im Ford EcoBoost DP nur auf den siebten Platz seiner Klasse. Seinem Team gelang es nicht die 24 Stunden zu komplettieren. 90 Minuten vor Rennende war Feierabend.

Etwas besser lief das Rennen für Mike Rockenfeller, der mit einer Corvette DP ebenfalls in der P-Klasse startete. Der DTM-Pilot von Audi verpasste mit seiner Truppe das Podium jedoch um sechs Runden. Eine klare Niederlage gegen die Top-3, die allesamt innerhalb einer Runde ins Ziel kamen.

Kaffer und Fisichella erwischten einen schlechten Tag - Foto: IMSA

Mücke, Lauda, Kaffer und Legge gehen unter

Stefan Mücke und Matthias Lauda bekleckerten ihren Aston Martin Vantage V8 als Sechste in der GTLM-Klasse nicht mit Ruhm. Felipe Albuquerque und Renger van der Zander bekleideten in ihrer Klasse (PC) gar nur den vorletzten Rang. Sie mussten ihren ORECA FLM09 bereits zur Halbzeit abstellen. Damit landeten sie unmittelbar hinter Pierre Kaffer, der mit Giancarlo Fisichella im Ferrari F458 Italia nur auf dem vorletzten Platz der GTLM-Klasse landete.

Andy Priaulx ging mit seinem BMW Z4 in der GTD-Klasse vollends baden. Doch besonders schlecht erwischte es Katherine Legge, die als Gesamtletzte nach gut einer Stunde und 42 Runden früh Feierabend machen musste.


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