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DTM

Sven Heidfeld: Die DTM ist eine tolle Serie geworden

Die DTM erlebt einen Höhenflug nach dem nächsten - und auch Sven Heidfeld hält viel von der aufstrebenden Rennserie.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Nach einem Jahr beim italienischen Draco Team in der Euro3000 Serie in der Saison 2003 sowie zwei Rennen für Zele Racing zu Beginn der vergangenen Saison, absolvierte der Mönchengladbacher Sven Heidfeld, seines Zeichens Bruder von F1-Pilot Nick Heidfeld, am 21. November einen viel versprechenden Porsche Cup Test für das to limit Team.

Nach rund 100 zurückgelegten Umläufen zeigte sich Sven mit seinem Test "zufrieden". "Das einzige Problem war jedoch, dass man auf der Strecke nicht frei fahren konnte, d.h. es waren ca. 30 – 40 Autos auf der Strecke und zum Teil auch langsame. Ich konnte also den gesamten Tag keine freie Runde fahren. Das war eigentlich ein bisschen unprofessionell."

Eingewöhnungsschwierigkeiten beim Umstieg aus einem Formelauto hin zu den Sportwagen hatte Heidfeld jedoch keine. "Der Porsche hat "leider" ABS und einen Bremskraftregler, dass bedeutet wenn man leicht bremst, hängt man direkt im ABS und verliert Zeit, weil der Wagen dann stottert. Ohne Erfahrung ist es schwer immer kurz davor zu bleiben. Im Vergleich zu einem Formel Wagen ist der Porsche sehr schwer. Es ist wie ein LKW. Der hat zwar 400 PS, aber er ist schon langsam."

Schneller geht es hingegen in der Deutschen Tourenwagen Masters zu, welche für Sven ebenfalls eine interessante Rennserie ist. "Die DTM steht meilenweit über dem Porsche Cup", lobt Sven im Gespräch mit motorsport-magazin.com die Serie. "Die DTM ist eine tolle Serie geworden, aber ohne Geld ist es auch da schwierig, vor allem wenn man nur zwei Rennen gefahren ist."

Entsprechend schwierig ist es ohne vorzeigbare Rennergebnisse der letzten Saison einen Platz zu bekommen. "Da ist es dann schwierig, wenn man den Mercedes oder Opel Sportchef anruft und fragt "Hör mal wie wäre es mit einem Test" und der fragt natürlich "Wie war deine Saison". Und dann sagt man: "Ich war acht Monate nicht im Auto, aber ich bin schnell." Das ist dann schwierig."

Besonders schwierig ist es, wenn man in einem Vorjahreswagen antreten muss und nicht das topaktuelle Werksmaterial erhält. "Ja, denn Fahrer wie der Mücke oder Winkelhock, die sehr talentiert sind, haben die letzten Reihen abonniert", nimmt Sven seine Kollegen in Schutz. "Das ist dann schon sehr hart."