DTM

Große Begeisterung, miserable Infrastruktur - Fahrer zwiespältiger Meinung über Moskau

Dirk Werner, Mike Rockenfeller und Pascal Wehrlein blickten auf Moskau zurück. Während die Motorsportbegeisterung der Russen gut ankam, gab es auch Kritik.
von Robert Seiwert & Heiko Stritzke

Motorsport-Magazin.com - Etwas erstaunt waren sie schon, die drei Fahrer bei der Pressekonferenz am Nürburgring. "Wenn man die Anzahl der Journalisten dort mit derjenigen hier am Ring vergleicht, war es in Moskau schon toll", stutzte Mike Rockenfeller ob der gähnenden Leere im Pressesaal des Nürburgrings. Zwei Wochen nach der Premiere in Moskau und seinem erneuten Sieg war der Tabellenführer ganz aus dem Häuschen über das Russland-Abenteuer: "Für mich war es perfekt, ich habe gewonnen, es war ein super Wochenende. Es gab großes Interesse mit vielen Zuschauern und es war echt eine tolle Premiere. Wir würden uns freuen, wenn wir dort wieder fahren dürften."

Allerdings dürfe es dann eine andere Streckenvariante sein, merkte der Audi-Pilot abschließend noch an. Die kurze Streckenvariante sorgte für einiges an Kritik. Das war jedoch nicht der Punkt, den die Fahrer zu bemängeln hatten: "Vom Hotel zur Strecke zu kommen, hat 90 Minuten gedauert", beschwerte sich etwa Pascal Wehrlein über die täglichen drei Stunden Fahrt, die er am Ende gar nicht mehr auf sich genommen hatte. "Im Fernsehen war ein witziges Bild zu sehen, wie wir alle in den Autos geschlafen haben. Das hat Gary [Paffett] von uns gemacht." Daneben seien auch die Straßen in einem wenig berauschenden Zustand gewesen.

Insgesamt sei es aber noch "okay" gewesen, meinte Wehrlein, der deutlich weniger euphorisch über Moskau war als seine beiden Mitstreiter. Auch Dirk Werner ist von der Motorsport-Euphorie der Russen positiv überrascht worden. Mike Rockenfeller hatte da jedoch eine ganz eigene Interpretation, warum in Moskau so viele Fans unterwegs waren...


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