Sechs Rennen hat Timo Scheider in der DTM schon gewonnen, doch der sechste Sieg wird dem Meister der letzten beiden Jahre garantiert noch länger in Erinnerung bleiben. Schließlich startete er nach einer Panne im Qualifying nur von Position 15 in den zehnten Saisonlauf und kam nach 38 spektakulären Rennrunden trotzdem als Sieger über die Linie.
Das ist übrigens noch keinem der aktuellen DTM-Piloten gelungen - Gary Paffett hat bereits zwei Siege von der achten Startposition geholt, das war dann aber auch das höchste der Gefühle. Umso größer war die Freude bei Timo Scheider, der wohl vor dem Rennen selbst nicht an seinen Erfolg geglaubt hat.
"Heute Morgen habe ich noch aus Spaß gesagt, dass ich wohl das Rennen meines Lebens fahren werde", lachte Scheider nach seinem Husarenritt. "Dass ich am Ende ganz oben auf dem Podium stand, ist einfach unglaublich."
Den Grundstein zum Erfolg legte Scheider bereits in der ersten Runde, als er acht Fahrzeuge überholte und als Siebter zurück über Start-Ziel kam. "Das Team hat einen tollen Job gemacht, den Rest haben mein Auto und ich erledigt", so der Rennsieger im Gespräch mit der ARD.
"Gerade auf den gebrauchten Reifen waren wir sehr lange sehr schnell, so konnten wir zwei kurz aufeinander folgende Boxenstopps einlegen und nach vorne kommen", freute sich Scheider. In der Gesamtwertung liegt Scheider weiterhin auf dem vierten Rang und könnte theoretisch noch den Drittplatzierten Gary Paffett überholen.

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