Noch ist nicht entschieden, ob David Coulthard auch nächstes Jahr noch für Mercedes in der DTM an den Start geht. Dennoch ist der Schotte optimistisch. "Für mich ist das alles ein Experiment: Ich will sehen, wie ich mich in solchen Rennautos schlage und ob ich in der Lage bin, besser und besser zu werden. Das passiert, also geht meine große DTM-Reise in die richtige Richtung", erklärte Coulthard. Nach acht Läufen fehlt es dem DTM-Rookie immer noch an Konstanz.

"Und ich muss Erfahrung sammeln. Da gibt es schon riesige Unterschiede zum Motorsport in einem Formelauto. Die Ideallinien sind unglaublich anders - das ist eine echte Herausforderung. Da, wo ich jetzt teilweise über Randsteine fahre, hätte ich mir früher mein Formel-1-Auto zum Totalschaden demoliert", verriet der Schotte. Obwohl er bisher punktelos blieb, konnte er schon einige Highlights in dieser Saison verbuchen.

Highlights 2010

"Zum Beispiel der achte Startplatz auf dem EuroSpeedway - in meinem erst dritten DTM-Rennen. Auch mit meinem reinen Rennspeed bin ich ganz zufrieden. Aber jeder sieht auch, dass meine Starts noch stark verbesserungswürdig sind - da bin ich wirklich noch kein richtiges Ass", meinte Coulthard im Interview mit dem offiziellen DTM-Magazin. Dass er wie in der F1 nicht mehr um Siege mitfährt, ist für ihn kein Problem.

"Es gibt Fahrer, die geborene Tourenwagen-Asse sind und welche, die dafür etwas länger brauchen, bis sie es total im Griff haben. Ich bin kein Naturtalent, aber auch nicht der untalentierteste - irgendwo dazwischen. Derzeit bin ich mittendrin im Lernprozess. Es dauert halt, bis man sich in einem neuen Job seine Datenbank aufgebaut hat", so Coulthard.