Sechs Audi-Boliden in den Top-8 konnten Dr. Wolfgang Ullrich nicht ganz zum Strahlen bringen. "Die Teamleistung ist gut gewesen, sogar wirklich stark, aber wir haben es nicht hinbekommen ganz vorne zu stehen", erklärte der Audi-Boss. Für Mike Rockenfeller legte Audi in Oschersleben eine deutliche Steigerung an den Tag. "Klar wären wir gerne weiter vorne und hätten gerne einen Audi auf der Pole stehen, aber ich bin mit mir zufrieden. Im Training lief es nicht so gut, deshalb war das gute Qualifying so nicht zu erwarten. Wir müssen jetzt ein gutes Setup finden und über die Distanz schnell sein", erklärte der Deutsche.
Die Longrun-Zeiten von Timo Scheider am Freitag sowie die strategische Position seiner Piloten stimmen Dr. Ullrich optimistisch. "Mit der Anzahl der Autos können wir uns strategisch gut positionieren und versuchen, das Rennergebnis zu machen, auf das wir schon lange hinarbeiten und zwar den Sieg zu holen", betonte Ullrich. Dabei ist es dem Österreicher ganz gleich, ob der Sieger Scheider heißt. "Ein Sieg von Timo wäre schön, aber wir haben auch andere, die das Kaliber haben, um zu gewinnen. Wer die beste Performance und die besten Randbedingungen vorfindet, wird es machen", sagte Ullrich. Rockenfeller würde am liebsten selbst ganz oben stehen.
"Ich sehe keinen Grund, warum ich mich nicht nach vorne orientieren und das Ding auf das Podium bringen sollte", verriet der Deutsche. Laut Ullrich ist die Rennpace entscheidend, doch Mattias Ekström hat so seine Bedenken. "Leider haben wir keinen Boost-Knopf, mit dem wir am Gegner vorbei fahren können", meinte der Schwede. Ekström, der von Startplatz sechs ins Rennen geht, hatte seine Mühe mit den Reifen. "Wir haben beim ersten Versuch die Reifen nicht zum Arbeiten gekriegt. Wir haben alles versucht und am Ende ist das herausgekommen, was mit meinem Auto möglich war", erzählte der Audi-Pilot.
Rockenfeller hatte ebenfalls Reifenprobleme, bekam diese aber bis zum Qualifying in den Griff. "Im Training war ich weit weg von dem, was ich erwartet hatte. Wir haben mit dem Luftdruck etwas gespielt und im Qualifying lief es dann besser", verriet der Deutsche und fügte hinzu: "Allerdings kann es im Rennen wieder in die andere Richtung gehen. Deshalb müssen wir uns jetzt zusammensetzen, um am Setup für morgen zu arbeiten." Ekström hat sein Setup bereits gefunden. "Wir haben schon unsere Abstimmung für morgen gemacht und müssen im Warm-up schauen, ob es funktioniert. Wenn es gut läuft, dann ist etwas drin", sagte der Schwede.



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