In Zandvoort kamen 16 Fahrer ins Ziel, das ist keine schlechte Quote für ein DTM-Rennen. Nur zwei Piloten mussten vorzeitig ihre Sachen packen, einer von ihnen ging gar nicht erst an den Start: Maro Engel und Markus Winkelhock waren sicher zwei der enttäuschtesten Personen nach dem sechsten Saisonlauf.
An Winkelhocks Audi gab es schon im Warm-Up Vibrationen, die man durch einen Tausch des Differentials beheben wollte. "Beim Weg in die Startaufstellung waren sie aber immer noch da. Wir haben das Auto dann zurück in die Box gebracht und festgestellt, dass es einen Defekt an der Kardanwelle gibt", so Winkelhock im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com.

Die Kardanwelle sorgt bei einem DTM-Boliden für die Drehmoment-Übertragung vom Motor über das Getriebe hin zur angetriebenen Hinterachse - sie ist also ein unverzichtbares Teil. "Die Vibrationen waren so stark, da konnten wir nicht auf eine Reparatur verzichten - und die hätte zu lange gedauert."
Schon seit dem Saisonauftakt in Hockenheim wird Winkelhock immer wieder vom Pech und Unglück verfolgt, nur auf dem Lausitzring erlebte er ein halbwegs normales Rennen. Besser lief es zuletzt bei Maro Engel, doch auch der Mercedes-Pilot erlebte in Zandvoort eine Enttäuschung.
"Mir ist die rechte Vorderrad-Aufhängung beim Überfahren der Randsteine in der Schikane gebrochen", berichtete Engel. "Doch da fahren wir eigentlich in jeder Runde drüber. Eine Ursache könnte eine leichte Kollision gewesen sein, die ich in der Startrunde mit Jamie Green hatte. Vielleicht hat das Teil dort schon einen leichten Knick bekommen."
Speziell nach einem guten Start, bei dem Engel drei Positionen gewinnen konnte, sei der frühe Ausfall eine große Enttäuschung gewesen. "Wir hätten sicher ein gutes Rennen zeigen und den letzten Punkt holen können." Letztlich war er aber der selben Meinung wie Winkelhock: "Hätte, wäre, wenn - das gibt es nicht."

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