Nach zwei von drei Sektoren sah es eigentlich schon nach einer Pole für Bruno Spengler aus. Doch in der letzten Kehre des nur 2,3 Kilometer langen Norisring leistete sich der Kanadier einen Fehler, der ihn hinter Ralf Schumacher auf den zweiten Rang zurück warf. Für den Tabellenführer ist das sicher kein Beinbruch, deswegen sagte er auch: "Ich bin nicht enttäuscht, denn dafür gibt es gar keinen Grund."

Aus der ersten Startreihe hat Spengler am Sonntag gute Chancen auf ein weiteres gutes Ergebnis, so wie es ihm schon in Hockenheim, Valencia und auf dem EuroSpeedway gelang. "Ich habe in der letzten Kurve einen Fehler gemacht, der hier aber leicht passieren kann. Schließlich attackiert man auf der Bremse immer sehr."

Wie fast immer bekamen seine Mechaniker heute wieder ein besonderes Lob. "Sie verrichten hier eine unglaubliche Arbeit, denn in der Boxengasse ist es richtig heiß." Auch im Auto werden die Fahrer morgen richtig schwitzen - Gründe für einen Strategiewechsel sieht Spengler jedoch nicht: "Ich werde das Rennen so angehen wie jedes andere auch. Schon beim Start werde ich mich maximal konzentrieren und versuchen das beste Ergebnis zu holen."

An die Meisterschaft will Spengler dabei nicht unbedingt denken - obwohl es für den Mercedes-Fahrer richtig gut aussieht: Mit Gary Paffett und Paul Di Resta liegen seine härtesten Verfolger nur auf den Positionen sieben und acht.