Blancpain GT Series

24h Spa 2018: Audi disqualifiziert - Aston Martin erbt Pole

Audi sichert sich die Pole Position für das 24-Stunden-Rennen in Spa. Ein britischer GT3-Exot mit DTM-Ambitionen schafft es auf den zweiten Startplatz.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Update, Samstag: Audi verliert die Pole für das Rennen! Der #1 WRT-Audi wurde nach der Superpole wegen eines modifizierten Luftschachts, der laut Rennleitung einen Performance-Vorteil brachte, bestraft. Statt von der Pole, muss der R8 nun von P20 ins Rennen gehen. Dadurch erbt R-Motorsport mit seinem Aston Martin Vantage V12 beim Spa-Debüt den ersten Startplatz. Obendrein kassiert der Audi #1 auch noch eine 3-Minuten-Boxenstopp-Strafe im Verlauf des Rennens.

"Es tut uns sehr leid, dass dies die exzellente Leistung von Dries und seinen Teamkollegen Christopher Mies und Alex Riberas überschattet", sagte Chris Reinke, Leiter Audi Sport customer racing. "Wir respektieren diese Strafe und entschuldigen uns für diese Situation. Es war niemals unsere Absicht, die Leistungsfähigkeit des Rennwagens zu beeinflussen. Gemeinsam sind wir nun umso motivierter, dass Fahrzeug wieder an die Spitze zu führen."

So lief das Superpole-Qualifying

Audi hat sich die beste Ausgangslage für das 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps gesichert. Im finalen Superpole-Qualifying am Samstagabend sicherte sich das Audi Sport Team WRT die Pole Position für die 70. Ausgabe des belgischen Langstrecken-Klassikers. Dries Vanthoor erzielte in 2:18.578 Minuten die schnellste Rundenzeit aller Fahrer in seinem Audi R8 LMS.

Startplatz zwei für das 24h-Rennen (Samstag, 16:30 im Live-Stream auf Motorsport-Magazin.com) ging an Aston Martin. Der frühere DTM-Fahrer Maxime Martin in Diensten von R-Motorsport fuhr mit dem Vantage V12 GT3 in die erste Startreihe. Der Belgier benötigte bei seinem Heimspiel 2:19.183 Minuten für seine persönliche Bestzeit.

R-Motorsport ist an diesem Wochenende nicht nur wegen des guten Qualifyings das Team der Stunde. Die Mannschaft aus der Schweiz wird mit einem Einstieg in die DTM zusammen mit Aston Martin in Verbindung gebracht.

Das Chassis für dieses komplexe Konstrukt könnte der langjährige Mercedes-Partner HWA bauen. Das Unternehmen gab am Donnerstag eine geplante Partnerschaft mit AF Racing (R-Motorsport gehört dazu) bekannt, die zumindest auf einen DTM-Einstieg hindeutet.

Hinter dem Aston Martin gesellte sich im Superpole-Quali mit Nico Müller ein weiterer Audi auf die ersten drei Startplätze auf dem Ardennenkurs. DTM-Fahrer Nico Müller im zweiten WRT-Audi fuhr eine 2:19.366 auf dem 7 Kilometer langen Kurs. Die zweite Startreihe komplettierte Davide Rigon im SMP Racing Ferrari.

Audi gab im Qualifying-Shootout deutlich den Ton an. Kelvin van der Linde belegte im Land-R8 LMS den fünften Startplatz. Come Ledogar sorgte für einen Exoten in der dritten Startreihe: P6 für den McLaren 650S GT3 aus dem Team Garage 59. Hinter Audi-Fahrer Markus Winkelhock - der vierte R8 in den Top-8 - war Philipp Eng im BMW M6 GT3 als Achter der bestplatzierte BMW-Pilot

Porsche und Mercedes weit hinten

Weniger gut lief es für die anderen beiden deutschen Hersteller Porsche und Audi. Frederic Makowiecki fuhr im Manthey 911er zwar auf den neunten Platz. Er und seine Teamkollegen kassieren jedoch eine Strafversetzung um 10 Positionen, nachdem sie am Vortag zu schnell in der Boxengasse unterwegs gewesen waren. Der zweite Porsche mit Laurens Vanthoor am Steuer des Porsches aus dem Team von Timo Bernhard landete auf P12.

Maro Engel von Black Falcon fuhr als bestplatzierter Mercedes-Pilot auf den 14. Platz. Marken-Kollege Raffaele Marciello konnte gar nicht erst am Superpole-Qualifying teilnehmen. Der Akka ASP-Pilot verunfallte im Warmup kurz vor dem Beginn der Quali-Session, der AMG GT3 musste repariert werden statt auf Zeitenjagd zu gehen.


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