Blancpain GT Series / Interview

In Spa ein Wörtchen um die Spitze mitreden - Nachgefragt bei ... Markus Winkelhock

Markus Winkelhock kehrt im Audi R8 LMS als Vorjahressieger zu den 24 Stunden von Spa zurück.

Motorsport-Magazin.com - Sie haben vor einem Jahr zusammen mit René Rast und Laurens Vanthoor zum ersten Mal die 24 Stunden von Spa gewonnen. Was macht dieses Langstrecken-Rennen so besonders?
Markus Winkelhock: Es gibt kein anderes Rennen auf der Welt, in dem sich rund 60 GT3-Sportwagen begegnen. In einem Feld mit elf Marken zu starten, ist ein Traum für die Fans, aber auch für uns Rennfahrer. Wie anspruchsvoll dieser Wettbewerb ist, haben wir im Vorjahr erlebt: Nach knapp 3.700 gefahrenen Kilometern haben wir mit nur sieben Sekunden Vorsprung gewonnen. Ich freue mich, wieder mit René und Laurens für das Audi Sport Team WRT zu starten.

Unsere Teamkollegen haben am Nürburgring bewiesen, dass das Auto siegfähig ist.
Markus Winkelhock

Audi hat zur Saison 2015 einen neuen R8 LMS entwickelt. Sein erstes 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring hat der Sportwagen im Mai gewonnen. Welche Chancen rechnen Sie sich in Spa damit aus?
Markus Winkelhock: Das Auto fährt sich toll, ist in allen Bereichen besser geworden und wird auch den Kunden Spaß machen, für die wir es entwickelt haben. Obwohl der R8 LMS seriennah ist, fühlt er sich wie ein echter Rennwagen an. Traktionskontrolle und ABS sind viel besser als zuvor, was gerade über die 24-Stunden-Distanz hilft. Unsere Teamkollegen haben am Nürburgring bewiesen, dass das Auto siegfähig ist. Natürlich wollen wir in Spa ein Wörtchen um die Spitze mitreden. Aber es gilt auch eine etwas andere Balance of Performance, die die Leistungsfähigkeit der verschiedenen Rennwagen einstuft. Und wir fahren mit einem anderen Reifenhersteller - Pirelli statt Michelin -, der für alle Teilnehmer verpflichtend ist. Wir werden also gefordert sein. Zudem bleibt ein 24-Stunden-Rennen einfach völlig unberechenbar.

Wie bereiten Sie sich persönlich vor?
Markus Winkelhock: Ende Juli sind die Temperaturen in der Regel hoch. Während wir am Nürburgring zu viert am Start waren, dürfen in Spa in unserer Klasse nur drei Piloten pro Auto antreten. Uns wird also physisch über die Distanz viel abverlangt. Das Fitnesstraining war ein Teil der Vorbereitung, und im Juli haben wir uns mit dem neuen Audi R8 LMS bei einem offiziellen Test auch an die Strecke in den Ardennen gewöhnt. Ich bin guter Dinge, habe aber auch Respekt vor unseren Gegnern. Es gibt eine ganze Reihe siegfähiger Teams - einschließlich unserer starken Teamkollegen.


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