Der Dacia Spring war bislang vor allem eines: klein, einfach und auf das Wesentliche reduziert. Mit der zweiten Generation ändert sich dieses Rezept deutlich. Zwar bleibt es bei einem kompakten Elektroauto für Stadt und Alltag, technisch hat Dacia den Spring jedoch grundlegend neu entwickelt.

Der neue Dacia Spring basiert auf der neuen RG-EV-Plattform des Renault-Konzerns, wird deutlich breiter und erhält ein komplett neues Cockpit. Gebaut wird der neue Spring weiterhin in Europa. Die Produktion erfolgt im slowenischen Novo Mesto.

Dacia, Spring
Foto: Dacia

18 Zentimeter mehr Breite verändern den Spring

Die größte Veränderung lässt sich bereits an der Karosserie ablesen. Der neue Dacia Spring ist 18 Zentimeter breiter als sein Vorgänger. Damit ändern sich die Proportionen erheblich: Der kleine Elektro-Dacia steht satter auf der Straße und soll gleichzeitig mehr Platz im Innenraum bieten.

Dacia, Spring
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Beim Design verabschiedet sich Dacia von den vergleichsweise rundlichen Formen des bisherigen Modells. Die zweite Generation wirkt kantiger und strukturierter. Schwarze Elemente verbinden die Scheinwerfer an der Front und greifen dieses Gestaltungselement am Heck wieder auf.

Dacia, Spring
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Die Lichtsignatur orientiert sich an der aktuellen Designsprache von Dacia. Bei den Außenfarben bleibt die Auswahl überschaubar: „Agave“, „Schiefergrau“, „Diamantschwarz“ und „Gletscherweiß“ stehen zur Verfügung.

Neuer Innenraum mit digitalem Cockpit

Auch im Innenraum ist vom bisherigen Spring wenig übrig. Das Armaturenbrett wurde neu gestaltet und horizontal aufgebaut. Dadurch soll der Innenraum breiter wirken.Serienmäßig sitzt vor dem Fahrer ein 7-Zoll-Digitalinstrument. Je nach Ausstattung kommt ein 10,1-Zoll-Touchscreen in der Mitte des Armaturenbretts hinzu. Eine Smartphone-Halterung ist ebenfalls integriert.

In der Journey-Ausstattung gehören außerdem eine Rückfahrkamera und eine Freisprechkarte zum Fahrzeug. Der Fahrersitz lässt sich in Höhe und Längsrichtung einstellen, während das Lenkrad sowohl in Höhe als auch Reichweite verstellbar ist.

Dacia, Spring
Foto: Dacia

Der größere Innenraum dürfte dabei eine der interessantesten Folgen der neuen Fahrzeugarchitektur sein. Denn obwohl der Spring weiterhin zu den kleineren Elektroautos zählt, soll er im Vergleich zum Vorgänger spürbar erwachsener wirken.

80 PS und 250 km Reichweite

Bei der Leistung hält sich Dacia zurück. Der Elektromotor entwickelt 60 kW beziehungsweise 80 PS und ein maximales Drehmoment von 175 Nm. Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der neue Spring in 12,1 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 130 km/h.

Dacia, Spring
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Die Batterie besitzt eine nutzbare Kapazität von 27,5 kWh. Damit sind nach WLTP bis zu 250 Kilometer Reichweite möglich.

Die vergleichsweise kleine Batterie ist dabei kein Zufall. Dacia richtet den Spring weiterhin auf kurze tägliche Strecken aus. Nutzer des bisherigen Modells fahren laut Hersteller im Durchschnitt 34 Kilometer pro Tag. Wer überwiegend zur Arbeit pendelt, einkauft und innerstädtisch unterwegs ist, dürfte mit der Reichweite entsprechend gut zurechtkommen.

Ladezeit von 28 Minuten möglich

Beim Laden stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Serienmäßig ist ein 6,6-kW-Onboard-Lader an Bord. An einer normalen Haushaltssteckdose dauert das Laden von 15 auf 80 Prozent rund neun Stunden. An einer stärkeren Steckdose sinkt die Ladezeit auf 5 Stunden und 40 Minuten. Mit einer 7-kW-Wallbox sind es 2 Stunden und 55 Minuten.

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Wer den optionalen Schnellladeumfang bestellt, erhält zusätzlich einen 11-kW-AC-Lader und einen 50-kW-DC-Anschluss. An einer Gleichstrom-Schnellladestation lässt sich der Akku damit von 15 auf 80 Prozent in 28 Minuten laden.

Damit wird der Spring erstmals auch für gelegentliche längere Fahrten interessanter. Die kleine Batterie bleibt allerdings ein limitierender Faktor. Auf langen Autobahnetappen dürfte die Kombination aus begrenzter Reichweite und 130 km/h Höchstgeschwindigkeit weiterhin deutlich machen, dass der Spring in erster Linie ein Stadt- und Pendlerauto ist.

Marktstart und Preise hat der Dacia noch nicht veröffentlicht.