Nach fast einem Jahrzehnt auf dem Markt war die erste Generation des Atlas reif für ein Update. Optisch bleibt der neue Atlas seinen Wurzeln treu, orientiert sich aber stark am für China entwickelten Teramont Pro. Beide messen rund 5,20 Meter und teilen sich viele Designmerkmale wie die markante Front und das durchgehende Heckleuchtband. Dennoch gibt es Unterschiede: Während der Teramont elektronische Türgriffe nutzt, setzt der Atlas auf klassische, physische Griffe – ein Detail, das VW in den USA für praktischer hält und wohl auch billiger in der Produktion kommt.
Unter der Oberfläche sorgt die weiterentwickelte MQB-Plattform für modernen Fahrkomfort und bessere Technikintegration. Außerdem bringt Volkswagen frische Farben ins Programm: „Sacramento Green“, „Blackberry“ und „Sandstone“

Innenraum: Premium-Feeling und smarte Technik
Im Inneren hat Volkswagen kräftig aufgeräumt. Das Cockpit präsentiert sich moderner und digitaler denn je: Basisversionen kommen mit einem 12,9-Zoll-Touchscreen, wer sich für höhere Ausstattungslinien entscheidet, kann ein 15-Zoll-Center-Display wählen. Bekannte Touch-Slider für Lautstärke und Klimafunktionen sorgen für ein futuristisches Look, in der Praxis bevorzugen laut internen VW-Umfragen aber viele Käufer klassische Tasten und Regler. Warum VW nicht gleich Altbewährtes verbaut, bleibt ein Rätsel. Zusätzlich gibt es aber einen physischen Multifunktions-Drehknopf, der auch Fahrmodi oder die Ambientebeleuchtung steuert.

Bei Materialien und Verarbeitung legt der Atlas ebenfalls zu: Echtholz-Akzente im Armaturenbrett, Nappaleder in zwei Farbtönen und dezente Ambientebeleuchtung mit farbwechselnden LEDs verleihen dem Innenraum Charakter.
Technik-Fans dürfen sich auf zwei induktive Ladeflächen vorn, USB-C-Anschlüsse in allen drei Sitzreihen sowie optional beheizte und belüftete Sitze freuen. Topversionen bieten sogar Massagesitze vorne
Motoren und Antrieb: Effizienz trifft Leistung
Der neue Atlas fährt mit einem überarbeiteten 2,0-Liter-Vierzylinder vor, bekannt aus dem Tiguan, jetzt aber mit 207 kW (282 PS) und 343 Nm Drehmoment. Frontantrieb gehört zur Basis, das 4Motion-Allradsystem ist für alle Varianten optional.

Markteinführung und Preis: Davon können wir nur träumen
Volkswagen hält sich bei den Preisen noch bedeckt. Der Einstieg dürfte bei rund 40.000 US-Dollar (ca. 34.700 Euro) liegen, während Topversionen auf bis zu 55.000 US-Dollar (ca. 47.500 Euro) kommen könnten – Preise, die in Deutschland nicht machbar wären und uns echt neidisch werden lassen.
US-Kunden sollen den neuen Atlas ab Herbst 2027 beim Händler erleben, zeitgleich dürfte auch die zweite Generation des Teramont in China starten.

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