VW geht beim aktuellen Update der Bulli-Familie den bekannten Weg der Modellpflege: keine komplette Neuentwicklung, sondern gezielte Überarbeitung dort, wo Kunden es im Alltag spüren. Multivan und California erhalten eine neue Frontgestaltung mit stärker akzentuierten LED-Scheinwerfern und leicht überarbeiteten Proportionen im Detail.
Neues Cockpit, neue Bedienlogik
Der größere Sprung findet im Innenraum statt. Zentrales Element ist das neue freistehende 12,9-Zoll-Infotainment-Display, das zusammen mit einem überarbeiteten Digital Cockpit eine modernisierte Bedienlandschaft schafft.

Auch die Steuerung wurde neu organisiert: Die DSG-Schaltung wandert an den Lenkstockhebel, während Klimatisierung und zentrale Funktionen über beleuchtete Touchslider bedient werden. Damit rückt der Bulli ergonomisch näher an aktuelle VW-Modelle wie den ID. Buzz und Caddy heran.

Im Alltag relevant sind vor allem die Detailverbesserungen: induktives Laden mit bis zu 25 Watt, USB-C-Anschlüsse mit bis zu 60 Watt Leistung sowie zusätzliche Schnittstellen im Fond.
Assistenzsysteme werden erweitert
Auch die Fahrerassistenzsysteme wurden erweitert. Der Travel Assist kann nun unter anderem Ampeln berücksichtigen und auf der Autobahn assistierte Spurwechsel unterstützen. Ergänzend bleibt der Emergency Assist an Bord, der das Fahrzeug im Ernstfall kontrolliert zum Stillstand bringen kann.
Antriebe bleiben unverändert
Technisch bleibt das Angebot weitgehend stabil. Zur Auswahl stehen weiterhin der 150-PS-TDI, ein 204-PS-TSI sowie der eHybrid 4Motion mit 245 PS Systemleistung.

California: Camper mit mehr Komfort im Detail
Parallel zum Multivan wird auch der California überarbeitet. Die Änderungen folgen demselben Muster: neue Front, neues Cockpit, aktualisierte Assistenzsysteme.
Das Grundkonzept bleibt dabei unverändert mit den bekannten Ausstattungsvarianten „Beach“, „Coast“ und „Ocean“. Neu ist unter anderem das Sondermodell „Generation“ mit zweifarbiger Lackierung und erweiterten Ausstattungspaketen.

Ein praktisches Detail betrifft die elektrische Standklimatisierung im eHybrid 4Motion. Sie kann bis zu acht Stunden betrieben werden und beim Parken oder Campen heizen, kühlen oder lüften. Der California Ocean behält zusätzlich seine klassische Standheizung.
Namenswechsel: Caravelle kehrt zurück
Neben den technischen Anpassungen sorgt vor allem eine organisatorische Änderung für Aufmerksamkeit. In Großbritannien wird der Multivan künftig wieder als Caravelle verkauft.

Historisch ist das keine echte Neuerfindung, sondern eher eine Rückkehr zur alten Marktlogik: Während in vielen europäischen Ländern die komfortorientierte Pkw-Version des Transporters als Multivan bezeichnet wurde, nutzte man in Großbritannien traditionell den Namen Caravelle für dasselbe Fahrzeugkonzept.
Der überarbeitete Multivan startet hierzulande bei rund 57.465 Euro, der California Beach bei etwa 66.087 Euro.

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