Fiat belebt einen vertrauten Modellnamen neu und setzt dabei bewusst auf Pragmatismus statt Nostalgie. Im Januar 2026 kehrte der Qubo nun zurück, ergänzt um den Zusatz „L“ und klar positioniert als familienfreundlicher Hochdach-Van. Statt Lifestyle-Experimenten stehen Platzangebot, Variabilität und Alltagstauglichkeit im Fokus.
Zwei Längen, ein klares Konzept
Optisch orientiert sich der Qubo L eng an seinem technischen Verwandten Doblo. Kein Zufall, denn auch hier handelt es sich um die Pkw-Version eines kleinen Nutzfahrzeugs. Angeboten wird das Modell in zwei Karosserielängen. Die kurze Variante misst rund 4,40 Meter und ist als Fünfsitzer ausgelegt, während die Langversion mit 4,75 Metern Länge Platz für bis zu sieben Personen bietet. Damit deckt Fiat ein breites Nutzungsspektrum ab – vom kompakten Familienauto bis zum ausgewachsenen Raumwunder.

Flexible Sitzlandschaft für Familie und Alltag
Die technische Basis teilt sich der Qubo L mit bekannten Hochdachkombis aus dem Stellantis-Konzern sowie mit dem Toyota Proace Verso. Das bringt ein bewährtes Sitzkonzept mit sich. In der zweiten Reihe stehen drei einzeln verstellbare Sitze zur Verfügung, während in der dritten Reihe zwei auf Schienen montierte Einzelsitze Platz finden. Diese lassen sich bei Bedarf vollständig herausnehmen. Fiat spricht von bis zu 144 möglichen Sitzkonfigurationen.
Auch beim Thema Stauraum zeigt sich der Qubo L kompromisslos praktisch. Durch den umklappbaren Beifahrersitz lassen sich Gegenstände mit einer Länge von bis zu drei Metern transportieren. Hinzu kommen insgesamt 27 Ablagefächer, die sich über den gesamten Innenraum verteilen und den Alltag spürbar erleichtern.
Bewährte Antriebe statt Experimente
Bei den Motoren setzt Fiat auf eine bewährte Mischung aus Benzin- und Dieselantrieben. Neben einem 110 PS starken Benziner bleibt der Selbstzünder fester Bestandteil des Angebots. Zur Wahl stehen ein 100 PS starker Einstiegsmotor sowie eine 130-PS-Version, die optional mit Automatikgetriebe erhältlich ist. Gerade im Segment der Hochdachkombis dürfte der Diesel weiterhin gefragt sein, zumal Fiat bei den Verbrennern Reichweiten von bis zu 900 Kilometern in Aussicht stellt. Ergänzt wird das Angebot durch eine vollelektrische Variante mit 136 PS, die jedoch ausschließlich als Fünfsitzer angeboten wird.

Alltagstaugliche Technik mit Mehrwert
Um den Spagat zwischen Stadtverkehr und Ausflügen ins Grüne zu meistern, stattet Fiat den Qubo L mit gezielten Techniklösungen aus. Die optionale „Extended Grip Control“ verbessert die Traktion auf Schnee, Matsch oder Schotter und erhöht die Sicherheit abseits befestigter Straßen. Ein besonderes Detail sind die sogenannten „Magic Windows“. Das großflächige Glasdach sorgt für mehr Licht im Innenraum und ermöglicht gleichzeitig den Zugriff auf die Gepäckablage, ohne die Heckklappe öffnen zu müssen.
Marktstart und Preise
Der neue Qubo L wird in den drei Ausstattungslinien „Pop“, „Icon“ und „La Prima“ angeboten. Bei den Lackierungen zeigt sich Fiat erfreulich vielseitig. Neben klassischen Farben wie „Gelato White“ oder „Cinema Black“ stehen auch auffälligere Töne wie „Foresta Green“ oder „Riviera Blue“ zur Wahl.

Die Bestellbücher öffneten bereits im Januar, kurz darauf sollen die ersten Fahrzeuge bei den Händlern eintreffen. Offizielle Preise nennt Fiat bislang nicht. Zum Vergleich startet der Doblo als Kastenwagen bei rund 16.990 Euro. Mit Pkw-Ausstattung, variablen Sitzsystemen und Komfortextras dürfte der Qubo L realistisch im Bereich der 20.000-Euro-Marke positioniert werden.

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