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Suzuki S-Cross: Üppiges Facelift statt Neuauflage

Neben den umfassenden Erneuerungen an der Außenhülle, wird man das kompakte SUV auch erstmals als Vollhybrid bestellen können.
von Maximilian Stocker

Motorsport-Magazin.com - Die aktuelle Version des SX4 S-Cross rollt bereits seit 2013 vom Band. Für das neue Modelljahr wurde das SUV von Suzuki von Grund auf überarbeitet und ins neue Jahrzehnt geholt. Die Designer gaben sich Mühe das SUV so umzugestalten, dass man die Parallelen zur aktuellen Version kaum mehr sehen kann. Man denkt es sei ein komplett neues Fahrzeug, wie auch der Wegfall des Namenzusatzes SX4 suggeriert.

Mehr SUV statt Crossover

Der neue S-Cross ist in seinen Abmessungen gleichgeblieben. Lediglich in der Breite legt das SUV um zwei Zentimeter zu und kommt nun auf folgende Dimensionen: 4,30 Meter Länge, 1,76 Meter Breite und 1,58 Meter Höhe. Der Radstand beträgt 2,60 Meter. Grundsätzlich wurde das Design des S-Cross so gestaltet, dass das Fahrzeug mehr SUV-Gefühl vermitteln und weniger als Crossover gesehen werden soll.

Dazu gehört der große, in Schwarz gehaltene und von LED-Scheinwerfern flankierte Kühlergrill, eckige Radkästen sowie silberne Applikationen. Die Steile Front und die ebene Motorhaube unterstreichen den kernigeren Look. Am Heck findet man große Rückleuchten in Klarglas-Optik.

Deutliche Aufholjagd bei der Technik

Im Interieur sorgt die neu gestaltete Armaturentafel mit höher positioniertem Bildschirm für mehr Bedienkomfort. Das Display kommt nun im Neun-Zoll-Format und ist Android Auto sowie Apple CarPlay fähig. Der Rest vom Innenraum zeigt sich fast unverändert vom Vorgängermodell. Lenkrad, Klimaanlagensteuerung sowie die Mittelkonsole bleiben unangetastet. Lediglich hinterm Lenkrad blickt man auf analoge Instrumente mit neuer Grafik. Ein digitales Cockpit wie bei vielen Mitbewerbern gibt es nicht. Optional kann ein Panorama-Glasdach bestellt werden. Für mehr Sitzkomfort im Fond bekommt der S-Cross neigungsverstellbare Rückenlehnen. Der Laderaum bietet 430 Liter Volumen an Stauraum.

Während sich bei der Optik im Interieur also nicht so viel getan hat, gibt es umso größere Erneuerungen bei der Technik und den Assistenzsystemen des Fahrzeugs. Diese waren dringend notwendig, um den S-Cross konkurrenzfähig zu halten. Unter anderem bekommt das SUV ein 360-Grad-Kamerasystem, einen Ausparkassistenten, einen adaptiven Tempomat mit Verkehrszeichenerkennung sowie Stauassistenten. Das Spurhaltewarnsystem mit Lenkeingriff, die Müdigkeitserkennung sowie das Keyless-System sind ebenfalls mit an Bord.

Automatisiertes Schaltgetriebe für den Vollhybriden

Das Einstiegsaggregat des neuen S-Cross kennt man bereits vom Vorgänger sowie dem Vitara und dem Swift Sport. Der 1,4-Liter-Turbobenziner ist an ein 48-Volt-Mildhybridsystem gekoppelt und liefert dem SUV 129 PS und ein maximales Drehmoment von 235 Newtonmeter. Für die Kraftübertragung hat man die Wahl zwischen einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einer Automatik mit sechs Fahrstufen. Optional kann man sich für das Allradmodell entscheiden. Hier ist aber die Automatik das einzig verfügbare Getriebe.

Neu ist das ab Mitte 2022 erhältliche Vollhybridsystem. Hier verbaut Suzuki den gleichen Motor wie im neuen Vitara Hybrid. Der 1,5-Liter-Turbobenziner und der E-Motor mit 24 kW hängen an einem neuentwickelten automatisierten Schaltgetriebe mit sechs Gängen. Die Systemleistung der beiden Motoren wird vom Hersteller mit insgesamt 115 PS angegeben. Die neue Hybridversion soll dem S-Cross sowohl ein Fahren im Hybridmodus als auch ein rein elektrisches Vorankommen ohne die Unterstützung des Verbrenners ermöglichen.

Das neue Modell wird teurer

Die Einstiegsversion des S-Cross als Fronttriebler in der Comfort-Ausstattung mit Schaltgetriebe ist Anfang des Jahres 2022 für 29.290 Euro bestellbar. Für 30.790 Euro gibt es das Automatikmodell. Bei der Allradversion mit der Ausstattung Comfort+ sind es 36.040 Euro. Für den Vollhybrid werden die Preise nächstes Jahr veröffentlicht werden. Klar ist aber, der neuen S-Cross mit seinem üppigen Facelift ist teurer geworden, wenn auch gleich das Ausstattungsniveau angehoben wurde.