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Brandgefahr bei E-Autos: Chevrolet Bolt & Opel Ampera betroffen

Mehrere Chevrolet-Bolt-Fahrzeuge sind wegen defekter Batteriemodule in Brand geraten. Auch das baugleiche Schwestermodell Opel Ampera ist betroffen.
von Maximilian Stocker

Motorsport-Magazin.com - Nach dem Bekanntwerden der aus defekten Batteriemodulen resultierenden Brandgefahr bei Modellen des Chevrolet Bolt und Opel Ampera rufen beide Autobauer zahlreiche E-Fahrzeuge dieser Typen zurück. In den USA sind mehr als 50.000 Chevrolet-Fahrzeuge von dem Rückruf betroffen. Es handelt sich um Autos, die von 2016 bis 2019 gebaut wurden. Die betroffenen Elektroautos sind mit 60-kWh-Lithium-Ionen-Akkus ausgestattet, welche von LG Chem aus Südkorea stammen.

Die Batterien, die unter dem hinteren Sitz auf der Beifahrerseite verbaut sind, können unter bestimmten Umständen und wegen defekter Bauteile in Brand geraten. Bis dato wurden fünf Brände im Zusammenhang mit dem Problem in den USA bestätigt. GM will nicht nur alle Fahrzeuge der betroffenen Baujahre überprüfen, sondern auch alle neueren Modelle unter die Lupe nehmen. Es handelt sich um 73.000 Chevrolet-Bolt-Fahrzeuge ab dem Baujahr 2020.

Auch Opel Ampera in Deutschland betroffen

Kunden des baugleichen Schwestermodells Opel Ampera wurden über die plötzliche Brandgefahr ihres Fahrzeugs informiert. Bis die genauen Ursachen geklärt sind, raten Opel sowie GM, das Aufladen des Autos auf maximal 90 Prozent der Akkuleistung zu beschränken. Dies kann man entweder mit der Aktivierung der Funktion "Hill Top Reserve" (Modelle 2017 und 2018) oder des "Zielladezustands" (Modelle 2019) in den Systemeinstellungen erreichen. Alle betroffenen Besitzer sollen ihre Fahrzeuge nicht in der Garage oder nahe einer Hauswand abstellen. Zudem wird empfohlen, nur tagsüber zu laden.

Foto: Opel

Der Ladevorgang sollte mehrmals überprüft werden, um frühzeitig eingreifen zu können, wenn eine Überhitzung oder eine Rauchentwicklung festgestellt wird. Die Autohersteller empfehlen den Fahrzeugbesitzern, den Restladezustand im Auge zu behalten. Dieser sollte nie unterhalb einer verbleibenden Reichweite von 70 Meilen (113 Kilometer) liegen. Chevrolet und Opel arbeiten an einem Software-Update, um die Probleme zu beheben.

Bereits Milliardenschaden verursacht

Mit dem zusätzlichen Rückruf von neueren Modellen des Chevrolet Bolt in den USA sowie dem kostenlosen Austausch der defekten Akkumodule kommen auf GM hohe Kosten zu. Der Schaden beläuft sich mittlerweile auf rund eine Milliarde US-Dollar. Opel-Ampera-Besitzer müssen noch bis zum 17. November auf eine Entschädigung warten. In Europa werden die betroffenen Bauteile erst dann standardmäßig und kostenlos ausgewechselt. Bis dahin soll das Software-Update auch für den Opel Ampera zur Verfügung stehen.