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Mercedes Concept EQT: Erste Eindrücke von kleinem Elektro-Van

Mercedes hat einen Ausblick auf seinen neuen Elektro-Van gegeben. Der vorgestellte Concept EQT soll 2022 in die Serienproduktion gehen.
von Maximilian Stocker

Motorsport-Magazin.com - Der am 10. Mai 2021 vorgestellte seriennahe Mercedes Concept EQT soll im kommenden Jahr auf den Markt gebracht werden und ein Teil der neuen T-Klasse werden. Der Autobauer will damit sein Portfolio im Segment der "Small Vans" ausweiten.

Mercedes zielt mit der neuen T-Klasse auf eine Zielgruppe aus Familien und freizeitaktiven Privatkunden ab. Mit dem Kompakt-Van Citan, von dem es noch in diesem Jahr eine Elektroversion geben soll, hat der schwäbische Autohersteller eigentlich schon einen kleinen Van im Programm. Dieser soll aber den Gewerbe- und Nutzfahrzeugmarkt abdecken. Die T-Klasse soll hingegen ein eigenes Segment bilden und das vor allem als Premium-Fahrzeug.

EQT als Stromer, T-Klasse mit Verbrenner

Das seriennahe und auf dem Renault Kangoo basierende Konzept als Stromer unter dem Namen EQT vorgestellt. Das mit allen Mercedes-EQ-Designmerkmalen ausgestattete Fahrzeug soll den Weg auch im Segment der Vans in Richtung E-Antrieb ebnen. Klare Linien, flache Fronten sowie ausgeprägte Radhäuser kennzeichnen das äußere Erscheinungsbild des EQT. Der charakteristische Black-Panel-Grill verschmilzt mit den LED-Leuchten und bildet eine große Einheit an der Front.

Die aufeinander abgestimmten Proportionen sowie die 21-Zoll-Räder stehen dem kleinen Van gut. Auf der fast quadratischen Heckklappe gibt es das Mercedes-typisches Leuchtband. Dieses Element tragen mittlerweile alle Modelle der EQ-Familie.

Maximale Variabilität im Innenraum

Mit einer Länge von 4,9 Metern und zwei weit öffnenden Schiebtüren ist der EQT ein echter Familien- und Freizeittransporter. Mercedes stattet das Modell mit sieben vollwertigen Sitzen aus. Auch in der dritten Reihe können die Fahrgäste über einen längeren Zeitraum bequem Platz nehmen. Wer jedoch mehr Stauraum benötigt, kann die Sitze umklappen oder entfernen. Auch der Fahrer profitiert von dem üppigen Raumangebot und dem stilvollen Interieur. Mercedes will auch hier dem Premium-Anspruch gerecht werden und setzt auf Nappaleder, schwarzen Klavierlack inklusive Ambient-Beleuchtung und das neueste Infotainmentsystem MBUX. Dieses verfügt über eine künstliche Intelligenz und ist laut dem Autohersteller lernfähig. Es soll in der Lage sein, Vorhersagen darüber zu treffen, was der Fahrer voraussichtlich als Nächstes machen könnte. Das System wird über den Sprachbefehl "Hey Mercedes" aktiviert.

Das System erkennt die Routinen eines Fahrers. Wenn er regelmäßig an bestimmten Wochentagen dieselbe Strecke zurücklegt oder ein Telefonat führt, schlägt ihm die künstliche Intelligenz die wiederkehrenden Aktionen als mögliche Handlung auf dem Info-Screen vor. Das zentrale Display für dieses Feature und für das Infotainment wurde mittig zwischen den Luftdüsen platziert. Der wie ein Tablet aussehender aufgesetzte Bildschirm sowie der klassische Schaltknüppel darunter wirken leider wie in die Jahre gekommenen Interieure älterer Modelle. Hier hätte man sich gerne einen integrierten Screen und einen unauffälligen Wahlhebel am Lenkrad wie bei allen neuen Mercedes Fahrzeugen gewünscht.