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Taycan Cross Turismo: Der Porsche für Offroad und Familie

Porsche stellte vor rund einem Jahr den Taycan vor. Im Sommer kommt mit dem Cross Turismo ein Elektro-Kombi der High-Performance-Klasse zu den Händlern.
von Maximilian Stocker

Motorsport-Magazin.com - Porsche setzt das Feedback der Taycan-Käufer um und bringt mit dem Tycan Cross Turismo ein neues Modell an den Start, mit dem der Autobauer aus Zuffenhausen weitere Sportwagen-Liebhaber ansprechen will. Aus diesem Grund entwickelte Porsche ein Crossover-Modell der elektrischen Sportlimousine. Genaugenommen ist es ein Kombi, der mehr Praktikabilität im Alltag bieten soll.

Der Kofferraum fällt beim Cross Turismo größer aus. Möglich macht dies die höhere Dachlinie, die auch den Passagieren im Fond bis zu 47 Millimeter mehr Kopffreiheit bietet. Das Ladevolumen liegt bei 1.200 Liter. Der Kofferraum ist durch die große Heckklappe gut zugänglich. Stauraum gibt es auch unter der Fronthaube. Dieser "Frunk" bietet Platz für alle technischen Utensilien wie beispielsweise das Ladekabel.

Porsche betont die Alltagstauglichkeit seines E-Crossovers und bietet allerhand Zubehör für den Cross Turismo an. Speziell für dieses Fahrzeug wurden ein Heckträger für bis zu drei Fahrräder sowie eine Dachbox entwickelt, die in der Farbe des Wagens erhältlich ist. Das Auto ist als Vier- und als Fünfsitzer erhältlich. Die Beinfreiheit auf der Rückbank ist trotz der Größe des Fahrzeugs eher gering.

Der Cross Turismo ist Offroad-tauglich

Das auffälligste Merkmal neben der sportlichen Silhouette namens "Flyline" ist das höhere um 20 Millimeter erhöhte Fahrwerk mit Luftfederung. Beim Off-Road-Paket steigt die Bodenfreiheit nochmals um zehn Millimeter. Auf diese Weise sollen auch Ausflüge über unbefestigte Straßen und Parken auf unebenen Wiesen möglich sein. Dabei unterstützt der serienmäßige "Gravel Mode". Dieser kann in der Mittelkonsole des Cross Turismo betätigt werden und ändert die Fahrdynamik sowie die Bodenfreiheit des Autos.

Zusätzlich zu der verbauten Offroad-Technik wurde auch durch eine veränderte Außenhülle die Geländetauglichkeit optimiert. Sie ist robuster gestaltet. Radlaufblenden und spezielle Unterteile und Paneele an Stoßfängern und Schwellern sollen für ein markanteres Äußeres sorgen und gleichzeitig vor Steinschlägen schützen.

Den Taycan Cross Turismo wird es in vier Versionen geben. Der Kaufpreis für die günstigste Variante beginnt bei 93.635 Euro. Eine Performance-Batterie mit 800-Volt-Architektur und 93,4 kWh sowie der Allradantrieb sind bei allen Modellen immer mit an Bord. Der Taycan 4 Cross Turismo ist das Einstiegsmodell. Dieser leistet 280 kW (380 PS) und sprintet in 5,1 Sekunden von null auf 100 km/h. Eine Stufe darüber findet man den Taycan 4S Cross Turismo. Dieser besitzt mehr als 100 zusätzliche Pferdestärken (360 kW/490 PS) und braucht eine Sekunde weniger, um die 100-km/h-Marke zu erreichen.

In der Produkthierarchie folgen die Turbo- und Turbo S-Versionen. Diese sind beide mit 460 kW (625 PS) ausgestattet und schaffen Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h. Der Turbo S Cross Turismo ist im Sprint noch schneller unterwegs und erreicht aus dem Stand die Beschleunigung auf 100 km/h in 2,9 Sekunden. Möglich macht dies die Overboost-Launch-Control, welche bei Aktivierung 560 kW (761 PS) aus dem Kombi rausschleudert. Beim Vergleich der Reichweiten fällt lediglich der Turbo S auf. Er soll laut Porsche bis zu 419 Kilometer mit einer Ladung zurücklegen können. Bei allen anderen Modellen sollen bis zu 450 Kilometer möglich sein, ohne nachladen zu müssen.

Display-Landschaft im Interieur

Porsche-üblich startet der Motor des Taycan Cross Turismo durch das Drücken eines Knopfes Knopfdruck vom Lenkrad. Dabei schalten sich auch die vier Bildschirme ein, die die Insassen begrüßen. Der Erste bildet das Cockpit und ist direkt hinter dem Lenkrad angebracht. Wie gewohnt, lässt sich der Screen beliebig konfigurieren und an die Wünsche des Fahrers anpassen. Wirft man einen Blick auf die Mittelkonsole, so findet man hier gleich zwei Touchscreens vor. Während der Obere als Display fungiert, ist der Untere in zwei Bereiche unterteilt. Der eine Teil enthält die Funktionen zur Steuerung der Klimaanlage, mit dem anderen Teil kann man das obere Infotainment-Display steuern, wenn man es nicht mit Touchfunktion verwenden möchte.

Die letzte Bildschirmeinheit befindet sich auf der Beifahrerseite. Hier kann der Mitfahrer auf einige Dinge zugreifen. Unter anderem auf die Navigation, Medieninhalte und diverse Fahrzeuginfos wie den Ladestand des Akkus und die Geschwindigkeit. Im Innenraum des Cross Turismo, wurde nicht auf den Porsche-typischen "Lap Timer" verzichtet. Diese analoge Uhr, die ursprünglich zum Stoppen von Rundenzeiten auf Rennstrecken verbaut wurde, sitzt nach wie vor zentral auf dem Armaturenbrett.


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