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Doch kein 'Voltswagen': VW löst verfrühten Aprilscherz auf

Bei Volkswagen bleibt alles beim Alten. Die Sparte für Elektrofahrzeuge wird in den USA nicht in 'Voltswagen' umbenannt wie der Autobauer bestätigt hat.
von Daniel Geradtz

Motorsport-Magazin.com - Einmal PR-Gag und zurück. Volkswagen behält in den USA seinen Namen und plant nicht, sein Elektroportfolio in die Marke 'Voltswagen' auszugliedern. Dieser Anschein wurde zu Wochenbeginn nach mehreren Medienberichten erweckt. Es habe sich um einen Witz gehandelt, gab das Unternehmen inzwischen zu. Mit der Kampagne wollte VW den neuen Elektro-SUV ID.4 promoten.

Die Deutschen Presse-Agentur zitiert einen VW-Sprecher in den USA wie folgt: "Es wird keine Umbenennung von Volkswagen of America geben. Die vermeintliche Umbenennung war als Ankündigung im Geiste des 1. April gedacht, um den Start des vollelektrischen SUV ID.4 hervorzuheben und unser Bekenntnis zur Elektromobilität für alle mitzuteilen."

Auch via Twitter reagierte Volkswagen. Dort trat das Unternehmen zeitweise als 'Voltswagen' auf. Inzwischen wurde wieder die alte Bezeichnung des Accounts gewählt. In einem aufklärenden Tweet heißt es: "Was als Aprilscherz begann, brachte die ganze Welt zum Brummen. Es stellt sich heraus, dass die Menschen genauso leidenschaftlich an unserem Erbe interessiert sind wie an unserer elektrischen Zukunft. Ob 'Voltswagen' oder Volkswagen, dass Leute über elektrisches Fahren und unseren ID.4 sprechen, kann nur eine gute Sache sein."

Am Montag berichteten mehrere US-Medien zunächst, dass VW auf seiner Website für die USA eine Pressemitteilung veröffentlicht habe, wonach eine Umbenennung der Sparte für Elektroautos in 'Voltswagen' geplant sei. Die Meldung wurde offenbar innerhalb kurzer Zeit gelöscht. Das Vorhaben, sich einen neuen Namen zu verschaffen, wurde laut den Berichten von Insidern bestätigt, wodurch es an Glaubwürdigkeit gewann.

Dass die vermeintlich positive Kunde Volkswagens Aktienkurs beflügelte, könnte Volkswagen laut Medienberichten rechtliche Probleme bereiten, da der PR-Gag als Manipulation gewertet werden könnte. Für James Cox, Rechtsprofessor an der Duke University, handelt es sich allerdings nicht um eine Marktverzerrung. Er sagte der Nachrichtenagentur AP: "Ich denke nicht, dass es die SEC [US-Börsenaufsichtsbehörde] eher als Börsenmanipulation sieht, als wenn General Motors, Ford, Toyota oder irgendwer anderes über seine (Elektrofahrzeuge in der) Zukunft spricht." Bisher sind keine Untersuchungen durch die Börsenaufsicht in diesem Fall bekannt.