Der Startschuss für die 53. Auflage der 24h Nürburgring ist am heutigen Donnerstagmittag gefallen. In bester 'Feiertagslaune' war Christopher Haase, der den #1 Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Scherer Sport PHX (Haase, Ludwig, Winkelhock) mit großem Vorsprung zur Bestzeit im 1. Qualifying führte. Die Quali-Sessions beim Eifel-Klassiker dienen nicht nur zur Vorbereitung auf den Eifel-Klassiker, sondern entscheiden auch über die Startaufstellung.

Einige Teams aus der gesamtsiegfähigen SP9-Klasse (GT3-Autos) schielen noch auf den erhofften Einzug ins Top-Qualifying am Freitag. Zwölf von 17 Plätzen in der Session, die über das finale Grid entscheiden, sind schon vergeben. Es gelten die kombinierten Ergebnisse aus den drei Qualifyings am Donnerstag und Freitag.

24h Nürburgring 2025: Ergebnis Qualifying 1 (Top-8)

Pos.AutoFahrerRückstand
1#1 Scherer-AudiHaase, Ludwig, Winkelhock8:14.162
2#48 Black-Falcon-MercedesArrow, Bünnagel, Kaya, Piana+04.733
3#98 Rowe-BMWFarfus, Krohn, Marciello, K. van der Linde+05.019
4#54 Dinamic-GT-PorscheBuus, Cairoli, Hartog, Sturm+05.215
5#33 Falken-PorscheAndlauer, Menzel, Müller, Picariello+05.639
6#34 Walkenhorst-Aston-MartinKrognes, Pittard, Thiim, Drudi+05.737
7#14 GetSpeed-MercedesEngel, Martin, Schiller, Stolz+05.990
8#35 Walkenhorst-Aston-MartinHantke, Burchardt, Söderström, Krognes+06.207

Beide Scherer-Sport-PHX-Autos noch nicht im Top-Qualifying

Die Titelverteidiger des Scherer-Audi mit der Startnummer #1 waren eigentlich schon qualifiziert, fielen allerdings kurzfristig aus den bisherigen Top-12 heraus, weil sich das Team vor dem Wochenende für einen Wechsel des Reifenlieferanten (Michelin statt Yokohama) entschieden hatte. Eine zusätzliche Motivation für den langjährigen Audi-Werksfahrer Haase, der früh im zweistündigen Training eine 8:14.162 in den heißen Asphalt brannte.

Haases Bestzeit spielte in einer eigenen Liga: Der Zweitplatzierte #48 Porsche 911 GT3 R von Black Falcon (Arrow, Bünnagel, Kaya, Piana) hatte 4,733 Sekunden Rückstand. "Für die erste Session war das schon eine gute Zeit", meinte Haase zu seiner fulminanten Zeitenjagd. "Ich vermute, dass die anderen das Pech hatten, auf eine Code-60 oder Doppel-Gelb aufzulaufen. Ich hatte nur Verkehr. Wir wollen uns qualifizieren, deshalb setzen wir alles daran, schnell zu sein."

Scherer-Porsche: Schwierigkeiten bei 24h-Debüt

Weniger gut lief es für das Schwesterauto von Scherer Sport PHX beim 24h-Debüt des #16 Porsche 911 GT3 R (Niederhauser, L. Vanthoor, Ricardo Feller): Der stark besetzte Neunelfer erlitt schon nach der ersten Runde einen Schaden an der Antriebswelle und musste zurück in die Boxengasse geschleppt werden. Zu allem Übel wurde der Porsche-Crew auch noch die schnellste - und einzige - Rundenzeit gestrichen.

Der Scherer-Porsche muss in den folgenden Qualifyings am Donnerstag und Freitag nachlegen, um wieder ins Top-Qualifying einzuziehen. Dort hatte sich der Elfer nach seinem Sieg bei den 24h Qualifiers vor einigen Wochen eigentlich schon eingenistet, bis die Sportkommissare das Auto wieder vor die Tür setzten, weil die aufgezeichneten Motorparameter nicht mit den Referenzdaten übereinstimmten.

Qualifying 1: Cup-Porsche fängt Feuer

Autos der Marke Porsche, mit 54 der am stärksten vertretene Hersteller im Feld der 141 Fahrzeuge, sorgte für weiteres Aufsehen im Qualifying 1. Der #97 Cup-Porsche 992 vom Team Saugmotoren Motorsport fing wenige Minuten nach dem Beginn der Session Feuer und musste auf der Strecke gelöscht werden.

Wenige Zeit später blieb ein Porsche Cayman von Adrenalin Motorsport ausgangs des Bereichs Brünnchen stehen und hatte großes Glück, das ein anderes Fahrzeug dahinter geradeso ausweichen konnte. In der Schlussphase schlich der #55 Hankook-Porsche 911 GT3 R (Kim, Bruins, Holzer, Cho) in langsamer Fahrt über die Strecke und blieb schließlich liegen.

Bei anderen Herstellern verlief das 1. Quali ebenfalls nicht problemfrei. Zur Mitte blieben gleichzeitig der #65 Ford Mustang GT3 von HRT (Fetzer, David Schumacher, S. Owega, J. Owega) im Schwalbenschwanz und der Audi R8 von equipe vitesse (Heimrich, Rocco di Torrepadula, Ullström, Klasen) auf der Grand-Prix-Strecke liegen.

Drei Porsche 911 in den Top-5

Die zahlreichen Vorfälle in Verbindung mit Code-60-Phasen oder gelben Flaggen erschwerten die Zeitenjagd ungemein. Hinter dem Scherer-Audi und dem Porsche von Black Falcon, belegte der einzige BMW M4 GT3 Evo von Rowe Racing (Farfus, Krohn, Marciello, K. van der Linde) den dritten Platz. Auf den Positionen vier und fünf folgten der #54 Dinamic-GT-Porsche (Buus, Cairoli, Hartog, Sturm) und der #33 Falken-Neunelfer (Andlauer, Menzel, Müller, Picariello).

Die Top-8 komplettierten der #34 Aston Martin Vantage GT3 von Walkenhorst Motorsport (Krognes, Pittard, Thiim, Drudi), der #14 GetSpeed-Mercedes (Engel, Martin, Schiller, Stolz) sowie ein weiterer GT3-Aston (Hantke, Burchardt, Söderström, Krognes) der Truppe aus Melle. Das 2. Qualifying folgt heute von 20:00 bis 23:30 Uhr und damit zum Teil in der Nacht.