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24 h Le Mans

24h Le Mans: Totales Chaos nach Regenstart

Der Regenstart beim 24-Stunden-Renenn von Le Mans sorgt für mächtig Chaos. Fast alle Hypercars in Problemen. Zahlreiche Dreher im Feld.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Mit etwas Verspätung starteten die 24 Stunden von Le Mans in ihre 89. Ausgabe. Grund dafür waren die nassen Bedingungen, die durch einen Regenschauer verursacht wurden. Auch am Start regnete es weiterhin leicht. Die Rennleitung verhängte deshalb zwei zusätzliche Einführungsrunden, damit alle Piloten sich mit den Bedingungen vertraut machen konnten.

Start: Toyota wird von Glickenhaus gedreht

Wie üblich begann die Zeitnahme dennoch bereits um 16 Uhr, doch erst zehn Minuten später flog tatsächlich die grüne Flagge. Der Start erfolgte dennoch im 2er-Reihen Formationsflug. Der #7 Toyota mit Mike Conway hielt die Führung, während es der zweite Toyota langsam anging und dadurch sogar der Alpine auf gleich Höhe kam.

Doch in Kurve 2 - dem ersten Bremspunkt der Strecke - riskierte Olivier Pla im Glickenhaus mit der #708 alles und versuchte ein Manöver gegen den #8-Toyota von Sebastien Buemi zu setzen. Doch er erwischte den Qualifying-Zweiten links hinten, wodurch sich der Toyota drehte.

Die Schwierigkeiten von Buemi endeten dennoch nicht an diesem Punkt. der dreifache Le-Mans-Sieger blieb auf der ersten Runde mehrmals stehen und verlor deutlich über eine Minute auf die Spitze.

Der Glickenhaus #708 kam allerdings nicht ungeschoren davon. Pla wurde mit einer 10-Sekunden-Strafe belegt und muss den gesamten ersten Stint mit einem Schaden an der Front fahren.

Alpine-Dreher in Runde 2

Das Drama war damit allerdings noch nicht vorbei. Der Alpine mit Nicolas Lapierre am Steuer, übernahm durch die Kurve-1-Kollision Rang 2. Bereits auf der zweiten tatsächlichen Rennrunde unterlief ihm ein Fahrfehler und er drehte sich im zweiten Sektor beim Beschleunigen aus der Kurve.

Auch der #709-Glickenhaus (Richard Westbrook) verbremste sich auf den ersten Runden mehrmals. Dadurch ist der führende Toyota von Mike Conway (#7), der einzige, der auf der ersten halben Stunde noch keine Probleme hatte.

Chaos in LMP2 und GTE-Klassen

Abgesehen von diesen Dramen in der Topklasse kam es im gesamten Feld zu Drehern und Fahrfehlern. Der verbleibende LMP2-Wagen von IDEC (#48, Patrick Pilet) sorgte nach einem Dreher für die erste Slow Zone des Rennens und geriet früh in Rundenrückstand, genauso wie der TF-Sport-Aston-Martin (#95, Fahrer-Ross Gunn) und der LMGTE-Am-Ferrari von Iron Lynx (#60, Claudio Schiavoni).

Auch die #20 von High Class Racing (LMP2-Klasse, Denis Andersen) erwischte es in der Startphase genauso wie den LMP2-Ligier von Eurasia India Racing (#74, Tom Cloet) und den Werksporsche mit der Nummer 92 von Kevin Estre, der bereits im Hyperpole-Qualifying gecrasht war. Daneben gab es noch zahlreiche weitere Dreher und kleiner Zwischenfälle, die nicht von den TV-Kameras eingefangen wurden.