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WTCR 2018: Tarquini neuer Champion beim Finale in Macau

Die FIA WTCR bestreitet in der Macau ihr vorletztes Rennwochenende. Alle Infos zu den Sessions in den Straßenschluchten gibt es im News-Ticker.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - Die WTCR ist die offizielle Nachfolgeserie der WTCC und der TCR International Series. Das Rennwochenende in Macau ist das Saisonfinale. Insgesamt treten elf Teams mit 26 Fahrern in sieben verschiedenen Fahrzeugen gegeneinander an. Das große Finale als Zusammenfassung im Ticker:

Session: Rennen 3
Gabriele Tarquini ist Weltmeister
Gabriele Tarquini ist der neue Champion der ersten WTCR-Saison! Der Italiener sicherte sich die Krone am Sonntag beim Saisonfinale in Macau, als er Yvan Muller den Titel mit nur drei Punkten Vorsprung wegschnappte.

Trotz eines turbulenten zweiten Qualifyings, das ihm knapp keinen Top-10-Startplatz für das entscheidende Rennen am Sonntag einbrachte, erfüllte Tarquini gerade so sein Soll, als er mit Rang zehn in Rennen 3 den Sieg in der Gesamtwertung einfuhr und drei Punkte vor Muller blieb.

Session: Rennen 2
Vervish siegt - Podestplatz für Timo Scheider
Frederic Vervish gewinnt das zweite von drei Rennen in Macau! Der Audi-Fahrer überholte den zweifachen DTM-Champion und Pole-Setter Timo Scheider in der vierten Runde und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Scheider gelang mit Platz zwei vor Yvan Muller sein erster Podestplatz in der WTCR.

Gabriele Tarquini schied bei einer Massenkarambolage in der Lisboa-Kurve in der ersten Runde aus. Muller profitierte und verkleinerte seinen Rückstand im Titelduell auf 18 Punkte, was einen spannenden Showdown für Rennen 3 bedeutet.

Session: Rennen 1
Vernay siegt - Tarquini bleibt Titel-Favorit
Im ersten von drei Rennen an diesem Wochenende gelang es Audi-Fahrer Jean-Karl Vernay aus dem Team Leopard Lukoil, sich beim Restart nach einer Safety-Car-Phase an Spitzenreiter Yvan Muller vorbeizudrücken. Und das, obwohl Vernay nur von P4 ins Rennen gegangen war. Anschließend hielt Vernay dem Druck seines französischen Landsmanns stand und gewann, während Muller vor Polesetter Huff die Ziellinie überquerte und Zweiter wurde.

Tarquini belegte von P7 kommend den vierten Platz im Rennen. Er bleibt Spitzenreiter und Titelfavorit - und hat mit Muller nur noch einen Rivalen um den Gesamtsieg. Bei 33 Punkten zwischen Tarquini und Muller müssen die Rennen zwei und drei am Sonntag die Entscheidung herbeiführen.

Timo Scheider erreichte mit P8 im ersten Rennen sein bisher bestes WTCR-Einzelergebnis. Er startet im zweiten Lauf von der DHL Pole-Position, weil er im Qualifying Q2 den zehnten Platz belegt hatte und somit von der umgedrehten Startaufstellung der Top 10 profitiert.

WTCR Unfall-Video: Stau in Macau!: (01:20 Min.)

Session: Qualifikation 2
Huff erneut mit Bestzeit
Auch in der zweiten Qualifikation war es Rob Huff, der das Feld dominierte. Thed Björk konnte nach einer Expressreparatur von YMR sogar wieder teilnehmen, aber das Auto war nicht perfekt, weshalb der Schwede als 13. den Einzug in die Top-12 verpasste. Das Drama gab es aber später, als Gabriele Tarquini in Q2 sein Auto in Lisboa in die Leitplanke setzte.

Das bedeutet, dass er für beide Rennen am Sonntag vom zwölften Startplatz ins Rennen gehen muss und es schwer wird im Kampf um die Punkte. Yvan Muller, sein härtester Konkurrent im Titelkampf qualifizierte sich zudem auf Rang sechs. Der Meisterschaftsführende war jedoch nicht der einzige Fahrer, der im zweiten Qualifikationstraining seinen Boliden beschädigte.

Auch Mehdi Bennani verlor die Kontrolle über seinen Golf und sorgte kurz vor dem Ende des Q2 für eine Unterbrechung, die auch nicht mehr aufgehoben wurde. Dadurch hatte Timo Scheider die Pole Position für den zweiten Lauf sicher. Stattdessen ging es mit dem Q3 weiter, wo es erneut Huff war, der sich die Bestzeit sicherte.

Session: Qualifikation 1
Siebte Karriere-Pole für Huff
Nachdem er gerade den Streckenrekord unterboten hatte, musste die Session unterbrochen werden. Zur Halbzeit der ersten Qualifikation gab es die erste rote Flagge in der WTCR in Macau, als Thed Björk seinen Hyundai in die Streckenbegrenzung setzte. Für das Team bedeutete das viel Stress bei der Vorbereitung für die zweite Qualifikation.

Nach einer kurzen Pause übernahm Esteban Guerrieri die Spitze, doch Huff schlug noch einmal zurück. Mit 2:29.040 Minuten setzte der Brite im Golf die beste Zeit und sicherte sich den besten Startplatz für das erste Rennen vor Guerreri. Yvan Muller komplettierte die Top-Drei und kann damit wieder auf den Meisterschaftsführenden aufholen, der sich die siebte Startposition sicherte.

Aufgrund des großen Starterfeldes mit vielen Gaststartern wurde eine 105-Prozent-Marke für das Macau-Event gesetzt. Lam Kam San, Rui Valente und Zsolt Szabo verpassten die Zeit und qualifizierten sich damit nicht für den ersten Lauf.

Session: Training 2
Huff pulverisiert den Rundenrekord
Im zweiten Training setzte Rob Huff die schnellste Zeit. Er bewies seine Ambitionen auf die besten Ergebnisse mit einem pulverisierten Rundenrekord im zweiten Training. Schon seine erste Runde lag nur wenige Zehntel hinter der alten Bestmarke. Yvan Muller knackte dann als Erster die 2:31er-Marke, nur wenig später jedoch fiel sogar die Schallmauer von 2:30.

Sein härtester Konkurrent war Yann Ehrlacher vor Yvan Muller. Doch auch für Gabriele Tarquini lief es deutlich besser. Mit dem neunten Rang platzierte er sich weniger als zwei Sekunden hinter der Spitze. Denis Dupont und Lam Kam San beschädigten sich ihre Audi RS3 in Paiol, doch sonst blieben die Piloten schadensfrei.

Session: Training 1
Vernay mit TCR-Rekord im Training
Jean-Karl Vernay war im ersten Training der WTCR der schnellste Pilot. Dabei stellte er direkt den Streckenrekord ein, den Rob Huff im Jahr 2015 setzte. Esteban Guerrieri und Rob Huff komplettierten die Top-Drei. Yvan Muller und Norbert Michelisz belegten trotz 60 Kilo Zusatzgewicht die Ränge vier und fünf.

Im ersten Training zeigten sich die für Macau typischen großen Abstände. Trotzdem schaffte es Pepe Oriola in die Top-Ten, nachdem er die erste Hälfte der Session mit einem Getriebeproblem in der Box verbringen musste. Der Meisterschaftsführende Gabriele Tarquini beendete das Training auf Platz zwölf.


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