Norbert Michelisz fuhr am Sonntag beim letzten Rennen der World Touring Car Championship der Saison in Macau einen unschlagbaren Sieg ein während Gabriele Tarquini sich den Vizetitel im Meisterschaftskampf sicherte.

Dabei verlief schon das erste Rennen turbulent. Denn schon in der ersten Kurve kollidierten Andy Priaulx, Andre Couto und Michel Nykjaer. Trotzdem konnte Robert Huff einen klaren ersten Rennsieg sicher ins Ziel bringen.

Im zweiten Race führte Michelisz, nachdem er an Pole-Mann Kristian Poulsen vorbeigezogen war bis zum Rennabbruch aufgrund eines Unfalls von Andrei Romanov und Nobuteru Taniguchi. Nach einem Restart konnte Michelisz seine Führung halten und mit einem komfortablen Vorsprung die Ziellinie überqueren. Tarquini wurde in der letzten Runde an zweiter Stelle noch einmal stark von Huff unter Druck gesetzt.

Dennoch konnte Chevrolet den Kampf um den besten Hersteller schon im ersten Rennen des Tages für sich entscheiden und Yvan Muller sicherte sich endgültig die WTCC-Krone. "Es ist fantastisch, den Titel schon in meinem ersten Jahr mit Chevrolet zu gewinnen, aber das Team ist einfach wundervoll und ich konnte mich mit Leichtigkeit integrieren. Ich kann meine Dankbarkeit nicht in Worte fassen", äußerte ein überwältigter Muller nach seinem zweiten Titelgewinn in der WTCC. Überglücklich fügte er hinzu: "Ich möchte jede Sekunde dieses Erfolgs auskosten und mit den Leuten teilen, die ihn möglich gemacht haben. Solche Momente sind im Leben so selten, das du sie voll genießen musst."

Kampf um den Vizetitel

Dennoch waren alle Augen auf den Sieger des ersten Rennens gerichtet, denn für Huff war es wichtig, Tarquini zu überholen und damit hinter Muller in der Gesamtwertung zu landen. Dank seiner hohen Geschwindigkeit gelang es Huff zu Tarquini aufzuschließen, dennoch fand er keinen Weg an ihm vorbei und endete auf dem dritten Rang. Dieses Ergebnis brachte den Briten, der nun die gleiche Punkteanzahl wie Tarquini auf seinem Konto verbuchen konnte, nur den dritten Gesamtrang ein, denn sein Rivale hatte mehr Rennsiege zu verzeichnen.

"Ich bin stolz auf mein Team, sie haben alle Puzzleteile richtig zusammengesetzt. Ich konnte in dieser Saison viele fantastische Rennen zeigen, auch wenn ich nicht um den Titel kämpfen konnte. Aber ich bin wirklich zuversichtlich für nächstes Jahr", sagte Huff nach dem Rennen.

Hinter den Fahrern auf dem Podest sah Muller als vierter die schwarz-weiße Flagge, der Huff zuvor ziehen lassen und kämpfte hart gegen den BMW von Augusto Farfus. Nach einigen Kontakten, schaffte es Muller in der neunten Runde an seinem Rivalen vorbeizuziehen.

Und trotz Verlust seiner Stoßstange holte Farfus schließlich den fünften Platz vor Tom Coronel und Andy Priaulx, der das Rennen nach einem Unfall im ersten Rennen am Ende des Feldes gestartet war. Andy Priaulx zeigte nach dem Unfall am Start des ersten Laufes im zweiten Rennen eine beeindruckende Aufholjagd vom 22. Startplatz und sammelte als Siebter noch sechs WM-Punkte.

Sergio Hernandez gewann die Independent Trophy und sicherte sich den Titel.