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Rallye Australien 2017: Bestzeit für Neuville im Shakedown

Die Piloten der Rallye-Weltmeisterschaft stimmten sich mit dem Shakedown auf die Rallye Australien ein. Thierry Neuville trotzte technischen Problemen.
von Annika Kläsener

Motorsport-Magazin.com - Thierry Neuville war im Shakedown der Rallye Australien trotz technischer Probleme der schnellste WRC-Pilot. Bereits auf der Fahrt zum Start der Shakedown-Prüfung ereilte Neuville ein Defekt an seinem Hyundai i20 Coupe WRC. Zurück im Service Park stellten die Hyundai-Mechaniker ein Öl-Leck fest.

Nach der Reparatur absolvierte Neuville drei Shakedown-Runs. Auf seiner letzten Fahrt erzielte er dabei die Bestzeit von 2:56.3 Minuten. Platz zwei teilten sich M-Sport-Pilot Elfyn Evans und Citroen-Pilot Stephane Lefebvre.

Toyota-Pilot Jari-Matti Latvala wurde vor Kris Meeke Vierter. Ott Tänak und Craig Breen teilten sich Rang sechs, während Esapekka Lappi und Andreas Mikkelsen zeitgleich Achte wurden. Hayden Paddon komplettierte die Top-10. Weltmeister Sebastien Ogier beendete den Shakedown auf Rang elf.

Der Shakedown fand auf einem 5,02 Kilometer langen Abschnitt der Prüfung Wedding Bells statt, die am Sonntag die abschließende Power Stage bilden wird. Somit war sie sehr repräsentativ für die Rallye. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite: sonnig, heiß und trocken.

Die Top-10 des Shakedowns:

1. Neuville, Hyundai 2:56.3 Minuten
2. Evans, Ford +0.5 Sekunden
2. Lefebvre, Citroen +0.5
4. Latvala, Toyota +0.8
5. Meeke, Citroen +0.9
6. Tänak, Ford +1.4
6. Breen, Citroen +1.4
8. Lappi, Toyota +1.6
8. Mikkelsen, Hyundai +1.6
10. Paddon, Hyundai +2.3

Die Highlights der Pressekonferenz:

Nach dem Shakedown fand eine Pressekonferenz statt, bei der Sebastien Ogier, Jari-Matti Latvala, Craig Breen und Hayden Paddon anwesend waren. Bei Ogier, Paddon und Breen stellte sich die Frage nach der Zukunft in der WRC. Ogier hat noch kein Cockpit für 2018 und bei den beiden anderen ist unklar, wie ihr Programm in der nächsten Saison aussehen wird.

"Ich habe meine Entscheidung zu 99 Prozent getroffen", erklärte Ogier auf die Frage nach seiner Zukunft. "Ich wage es nicht, etwas über ein Datum zu sagen. In einem Monat endet die Anmeldung für die Monte, also werdet ihr dann wissen, ob ich auf der Liste stehe oder nicht."

Bei Citroen-Pilot Breen geht es bei den Vertragsverhandlungen nur noch um Details. Von einem vollen Programm wollte der Ire nicht sprechen, da er noch nicht wisse, wie viele Events er bestreiten wird. "Ich kann zumindest sagen, dass ich über Weihnachten gut schlafen werde, denn ich weiß, dass ich ein gutes Programm vor mir habe."

Paddon verriet, dass die Gespräche mit Hyundai noch laufen. "Alles, was ich weiß, ist, dass ich vielleicht keine volle Saison bestreiten werde", sagte der Neuseeländer. Für Paddon lief es in der Saison 2017 nicht wie erhofft. Bei der Rallye Australien könne er nicht einfach einen Schalter umlegen, meinte er. "Es geht darum, die Zeiten zu ignorieren. Leider ist es so und wir werden versuchen, ein gutes Wochenende zu haben."

Update: Wie motorsport.com berichtet, wird sich Paddon 2018 ein Auto mit Dani Sordo teilen, da Hyundai nicht das Budget für vier Autos hat. Sordo soll die Rallye Monte Carlo bestreiten und für die Rallye Schweden an Paddon übergeben. Im weiteren Verlauf der Saison wird Sordo vor allem bei den Asphaltevents und Paddon bei Schotter-Rallyes zum Einsatz kommen. Neuville und Mikkelsen werden jede Rallye bestreiten.

Latvalas Zukunft ist geklärt, er wird 2018 eine volle Saison für Toyota bestreiten. Nach schwierigen Zeiten erkennt der Finne nun einen Aufwärtstrend. "Ich fühle mich wieder selbstbewusst. Wir haben herausgefunden, warum ich zu kämpfen hatte", sagte er. Seine Traktionsprobleme bei der Rallye Großbritannien-Wales ließen sich auf eine Einstellung an der Aufhängung zurückführen.

Latvala wurde im Laufe der Comeback-Saison von Toyota immer wieder von technischen Problemen geplagt. "Wir hatten einen unglaublichen Start, haben die Meisterschaft nach Schweden angeführt, aber ich wusste, dass der Frühling hart wird. Wir hatten in Mexiko und Argentinien Probleme mit der ECU, aber bis Polen waren wir immer noch wettbewerbsfähig. Dann hatten wir aber immer mehr technische Probleme", berichtete Latvala. "Aber wir haben gelernt und die Probleme werden nicht mehr auftauchen. Wir sind bereit für 2018. Es wäre schön, die Saison 2017 mit einem guten Ergebnis in Australien zu beenden."


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