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WRC / Interview

Wir können Ogier angreifen - Mads Östberg

Mads Östberg spricht mit Motorsport-Magazin.com über die Vorbereitungen zur Rallye Griechenland und seine Hoffnung, endlich einmal wieder ganz vorne zu landen.
von Marion Rott

Motorsport-Magazin.com - Worauf konzentrierst du dich bei den Tests vor der Rallye Griechenland?
Mads Östberg: Wir werden versuchen, etwas Neues am Auto zu finden. Wir verfolgen seit Anfang des Jahres einige Ideen und entwickelten das Auto in eine neue Richtung. Daran wollen wir nun weiterarbeiten und versuchen, das Auto stabiler zu machen. Zudem ist ein Punkt, das Auto auf verschiedenen Untergründen leichter fahrbar zu machen und natürlich einfach Zeit im Auto zu verbringen.

Mads Östberg wartet auf den Erfolg - Foto: Sutton

Hattest du in den abgelaufenen Rallyes Probleme mit der Stabilität deines Fiesta?
Mads Östberg: In einigen Bereichen der bisherigen Rallyes wussten wir, dass ein bisschen mehr Stabilität von Vorteil gewesen wäre. Unser Auto ist in den langsamen und kurvenreichen Bereichen im Moment perfekt, aber wir brauchen noch ein bisschen mehr Stabilität in den Highspeed-Passagen. Wir versuchen nun, diese Stabilität zu gewinnen und gleichzeitig die Traktion und Flexibilität im Auto beizubehalten, um in den kniffligen Bereichen weiterhin schnell zu sein. Wir werden sehen, ob uns das gelingt.

Wo liegen in Griechenland die größten Herausforderungen?
Mads Östberg: Da gibt es viele verschiedene. Es ist definitiv die härteste Rallye, die wir über das Jahr bestreiten. Es wird darum gehen, die kniffligen Straßenbedingungen richtig zu handeln und so vorsichtig wie möglich mit dem Auto umzugehen. Auch die Reifenabnutzung könnte zum Thema werden. Die beiden größten Herausforderungen werden also, das Auto in einem Stück zu lassen und die Reifen zu schonen.

Kannst du Sebastien Ogier in Griechenland herausfordern?
Mads Östberg: Das denke ich auf jeden Fall. Wir kämpften bereits in vielen anderen Rallyes gegeneinander, leider klappte es am Ende nicht. Wir müssen in einen guten Rhythmus kommen. Wenn wir dann anstatt Pech auch mal ein wenig Glück haben, ist definitiv etwas drin. Griechenland ist eine schwierige und knifflige Rallye. Solltest du nur ein bisschen Pech haben, kann es sofort vorbei sein. Hoffentlich können wir diesmal fahrerisch abliefern und bekommen vom Team ein gutes Auto. Wenn das alles passt, können wir Ogier angreifen.


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