Mit der Unterschrift unter einen Einjahresvertrag beim Citroen Junior Team erfüllte sich Kimi Räikkönen den WRC-Traum aller Finnen. "Ich habe den Rallyesport von Kindesbeinen an verfolgt. Ich wuchs mit all den großen Namen auf. Rallye war immer etwas, das ich machen wollte", sagte er. Dass es einfach wird, hatte er nicht erwartet. "Es gibt keinen Raum für Fehler - das gefällt mir am Rallyefahren. Wenn es einfach wäre, könnte es jeder."

Und so musste Räikkönen in seiner ersten Saison viel Lehrgeld zahlen, konnte aber auch einige Achtungserfolge erzielen. Für Profis wie Tommi Mäkinen waren die Rückschläge des Finnen nur logisch, da im Rallye-Sport die Erfahrung eine entscheidende Rolle spielt.

Mehr über Kimi Räikkönens Lehrjahr in der neuen Ausgabe des Motorsport-Magazins -, Foto: adrivo Sportpresse
Mehr über Kimi Räikkönens Lehrjahr in der neuen Ausgabe des Motorsport-Magazins -, Foto: adrivo Sportpresse

Speziell die Zusammenarbeit zwischen Fahrer und Co-Pilot braucht ihre Zeit, denn bei einer Rallye muss sich der Fahrer auf den Co-Piloten und den Aufschrieb verlassen. "Dafür braucht man Erfahrung, das macht einen riesigen Unterschied", weiß Mäkinen.

Mit jedem Ausfall wuchs allerdings die Kritik an Räikkönen. Auch seitens Arbeitgeber Citroen zeigte man sich nicht mehr ganz so überzeugt, Boss Olivier Quesnel bezeichnete Räikkönen sogar "als nicht schnell genug". Im Lager der Konkurrenz war man anderer Meinung. "Kimi hat für die WRC einen ungemein großen Wert. Dass er mitfährt, hat die Serie bekannter gemacht, für Aufsehen und Schlagzeilen gesorgt. Okay, er lernt noch, aber es steckt noch unheimlich viel in ihm drin - und er ist immer noch Kimi Räikkönen", erklärte Ford-Teamchef Malcolm Wilson.

Für Sebastien Loeb war im Vorhinein klar, dass der Finne dieses Jahr nicht konkurrenzfähig sein konnte. "Im ersten Jahr geht es rein ums Lernen. Wenn er noch ein Jahr fährt, weiß er, wo er steht", sagte Loeb und erwartet 2011 eine deutliche Steigerung von Räikkönen. Zwar hat der 31-Jährige bereits bestätigt, dass er weiterhin Rallye fahren möchte, doch bei welchem Team das sein wird, ist weiterhin unklar.

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