WEC

WEC-Quali Spa 2018: Alonso-Toyota 2., heftiger Fittipaldi-Crash

Fernando Alonso im Toyota #8 wird beim WEC-Qualifying in Spa Zweiter. Pietro Fittipaldi crasht, Verdacht auf Beinbruch. Ford und Porsche bestimmen GT-Klasse
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Fernando Alonso hat bei seinem WEC-Debüt in Spa-Francorchamps die Pole-Position verpasst. Gemeinsam mit seinen Kollegen Sebastien Buemi und Kazuki Nakajima im Toyota #8 startet Alonso von Platz zwei. Das Schwesterauto war noch schneller. Überschattet wurde das Qualifying vom schweren Unfall von Pietro Fittipaldi in Eau Rouge. In den GT-Klassen gingen die Bestzeiten an Ford (Pro) und Porsche (Am).

WEC Spa 2018: Das Qualifying der LMP-Klassen

Die Prototypen-Session musste gleich zwei Mal unterbrochen worden und wurde vom heftigen Crash von Pietro Fittipaldi überschattet. Der Brasilianer verlor die Kontrolle über seinen DragonSpeed-BR1 #10 in Eau Rouge und schlug heftig ein. Daraufhin folgte eine halbstündige Unterbrechung.

Update: Es gibt ein offizielles Statement von der FIA zum Unfall: Fittipaldi war während der Bergung bei Bewusstsein und nicht in Lebensgefahr. Allerdings besteht der Verdacht, dass er sich beide Beine gebrochen hat. Er wurde mittels Helikopter ins nächste Krankenhaus geflogen, wird dort weiter untersucht.

Zuvor kam bereits die Rote Flagge heraus, weil Stéphane Sarrazins SMP-BR1 auf der Kemmel-Geraden ausrollte. Das Geschehen auf der Strecke bestimmte Toyota, nachdem im FP3 noch Rebellion die Nase vorn hatte. Am Ende setzte sich die #7 durch, Fernando Alonso und seine Kollegen vom Wagen #8 mussten sich mit Platz zwei zufrieden geben. Dem besten privaten LMP1, dem Rebellion-Oreca #1, fehlten 1,5 Sekunden auf die zweite Position

In der LMP2-Klasse dominierte drei Trainings lang Pastor Maldonado im DragonSpeed-Oreca #31. Nicht so im Qualifying, wo es für das Team nur zum fünften Platz in der Klasse reichte. Die Pole-Position fuhr sich der Signatech-Alpine #36 heraus, gefolgt von der G-Drive-Mannschaft um Ex-F1-Fahrer Jean-Eric Vergne. Dritter wurde die #38 von Jackie Chan DC Racing.

WEC Spa 2018 - Die Top-3 der LMP-Klassen im Qualifying:

Kl. P Fahrer Team Zeit Gap
LMP1 1. Conway / Kobayashi / Lopez Toyota #7 1:54.583
2. Buemi / Nakajima / Alonso Toyota #8 1:54.962 0.379
3. Jani / Lotterer / Senna Rebellion-Oreca #1 1:56.425 1.842
LMP2 1. Lapierre / Negrao / Thiriet Signatech-Alpine #36 2:02.405
2. Rusinov / Vergne / Pizzitola G-Drive-Oreca #26 2:02.429 0.024
3. Tung / Aubry / Richelmi DC-Oreca #38 2:02.824 0.419

WEC Spa 2018: Das Qualifying der GT-Klassen

In den GT-Klassen bestätigte sich das Bild aus den Freien Trainings. Auch diesmal bestimmten Ford und Porsche das Geschehen. Am Ende hatten die blauen Flundern das bessere Ende für sich: Priaulx / Tincknell im Ford #67 fuhren mit einem Schnitt von 2:12.947 die Pole vor Mücke / Pla auf dem Schwesterauto #66 heraus. Dritte wurden Lietz / Bruni, denen insgesamt weniger als eine Zehntel auf die Pole fehlt. Hinter den Top-4 klaffte eine Lücke von sechs Zehnteln.

Bei den Amateuren sah es zunächst nach einem Porsche-Durchmarsch aus, am Ende musste die Zuffenhausener Fraktion jedoch nochmal ordentlich zittern. Das Aston-Martin-Duo Pedro Lamy und Paul Dalla Lana verfehlte den Pole-Schnitt von Campbell / Ried letztlich um den Wimpernschlag von zwei Tausendstelsekunden. Die Top-3 runden Jörg Bergmeister und Egidio Perfetti im Porsche der deutschen Project-1-Mannschaft ab.

WEC Spa 2018 - Die Top-3 der GT-Klassen im Qualifying:

Kl. P Fahrer Team Zeit Gap
GTE-Pro 1. Priaulx / Tincknell / Kanaan Ford #67 2:12.947
2. Mücke / Pla / Johnson Ford #66 2:13.030 0.083
3. Lietz / Bruni Porsche #91 2:13.034 0.087
GTE-Am 1. Ried / Andlauer / Campbell Dempsey-Porsche #77 2:16.357
2. Dalla Lana / Lamy / Lauda Aston Martin #98 2:16.359 0.002
3. Bergmeister / Lindsey / Perfetti Project-1-Porsche #56 2:16.637 0.280

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