WEC

WEC Nürburgring 2017: So liefen die Trainings

Enger Qualifying-Shootout zwischen Porsche und Toyota am Nürburgring! Die Top-4 lagen am Ende innerhalb von 0,6 Sekunden. Alles zu den Trainings gibt es hier:
von Tobias Ebner

Samstag

19:30 Uhr
Strafenflut in der LMP2-Klasse
Im bisherigen Verlauf des Wochenendes ging es in der LMP2-Klasse hoch her, nicht nur auf der Strecke sondern auch hinter den Kulissen. Wie die WEC nun in einer Presseaussendung mitteilt, verliert der G-Drive-Oreca #26 um Rusinov / Thiriet / Hanley die Pole-Position in seiner Klasse. Grund: Ein Skid Block hat sich zu stark abgenutzt. Damit stehen die Le Mans Sieger von Jackie Chan DC Racing auf der LMP2-Pole.

Drastische Strafe für den Manor-Oreca #24 - Foto: Adrenal Media

Nach dem Qualifying wurde dazu der Signatech-Alpine #35 mit einer 30-sekündigen Stop-and-Go-Strafe bedacht. Nelson Panciatici hatte dort seine Reifen aufgewärmt und dabei fast Kazuki Nakajima im Toyota #8 abgeräumt. Am Freitag hatte es bereits den Manor-Oreca #24 um Jonathan Hirschi erwischt. Hirschi hatte während der Rotphase im FP2 Stefan Mücke im Ford #66 überholt und den Deutschen dabei sogar gerammt. Hirschi und sein Team bekamen eine Stop-and-Go-Strafe von sieben Minuten aufgebrummt, damit verlieren sie rund vier Runden.

15:50 Uhr
Toyota bezwingt Porsche im Pole-Shootout
Vorteil Porsche zu Beginn des Qualifyings: Brendon Hartley und Neel Jani legten 38er-Zeiten vor, während Toyota die #7 erst verspätet raus schickte und Kazuki Nakajima in der #8 eine Zeit gestrichen wurde. Der Japaner wäre zudem fast in Nelson Panciatici im Signatech-Alpine #35 gekracht. Nach gut 7:30 Minuten übernahm allerdings Lopez die Spitze mit einer 1:38.083. Die Top-3 damit: Toyota vor beiden Porsche. In der LMP2-Klasse schnappte sich Ben Hanley zunächst für G-Drive die Spitzenposition mit einer 1:44.331, dahinter reihten sich Mathias Beche im Rebellion-Oreca #13 und Thomas Laurent im DC-Oreca #38 ein.

WEC Nürburgring 2017: Die Highlights des Qualifyings: (02:39 Min.)

An der Reihenfolge der LMP1-Autos änderte sich nach den fliegenden Runden der zweiten Fahrer nichts, allerdings brachte André Lotterer die #1 an das Schwesterfahrzeug heran, und auch Anthony Davidson verkleinerte den Rückstand der #8. Trotzdem: Toyota #7 startet von der Pole-Position. In der LMP2-Klasse konnte Pierre Thiriet die Pole-Position für G-Drive-Racing absichern, Oliver Jarvis brachte den Jackie Chan DC Oreca #38 noch in die erste Reihe. Dritter wurde der Rebellion-Oreca #31.

WEC Nürburgring 2017 - Die Top-3 der LMP-Klassen im Qualifying:

Kl. P Fahrer Team Zeit Gap
LMP1 1. Conway / Kobayashi / Lopez Toyota #7 1:38.118
2. Bernhard / Bamber / Hartley Porsche #2 1:38.272 0.154
3. Jani / Lotterer / Tandy Porsche #1 1:38.278 0.160
LMP2 1. Rusinov / Thiriet / Hanley G-Drive-Oreca #26 1:45.001
2. Tung / Jarvis / Laurent DC-Oreca #38 1:45.197 0.196
3. Canal / Senna / Albuquerque Rebellion-Oreca #31 1:45.649 0.648

15:20 Uhr
Porsche holt sich die GT-Pole auf dem Nürburgring
Porsche legte im GT-Qualifying wie die Feuerwehr los. Michael Christensen setzte in den ersten Runs die Bestzeit mit einer 1:53.779 und konnte damit eine halbe Sekunde auf Davide Rigon im #71-Ferrari herausfahren. Wenige Tausendstel dahinter reihte sich Marco Sörensen im Aston Martin #95 ein. Bei den Amateuren legten die Briten dagegen die Bestzeit mit einer 1:55.686 vor, gefolgt von Matteo Cairoli im Dempsey-Proton-Porsche #77 und Matt Griffin im Clearwater-Ferrari #61. In den zweiten Runs holte sich Christensens Teamkollege Kevin Estre die Bestzeit, sodass sich Porsche über die Pole-Position freuen durfte.

Nicki Thiim stellte den Aston Martin #95 mit seiner Zeit von 1:54.484 in die erste Reihe, dahinter sorgte Frederic Makowiecki dafür, dass auch der zweite Porsche aus den Top-3 startet. Ferrari konnte sich nicht auf P2 halten, nach Toni Vilanders Runde rutschte man auf P5 ab. Bei den Amateuren ließen sich Aston Martin und der Dempsey-Proton-Porsche nicht mehr von der Spitze verdrängen, Dritter wurde letztlich in letzter Sekunde der Spirit-of-Race-Ferrari #54. Viele Zeiten wurden wegen Missachtens der Track Limits wieder gestrichen, am schlimmsten traf es hier den Ferrari #51.

WEC Nürburgring 2017 - Die Top-3 der GT-Klassen im Qualifying:

Kl. P Fahrer Team Zeit Gap
GTE-Pro 1. Christensen / Estre Porsche #92 1:54.007
2. Thiim / Sörensen Aston Martin #95 1:54.352 0.345
3. Lietz / Makowiecki Porsche #91 1:54.518 0.511
GTE-Am 1. Dalla Lana / Lamy / Lauda Aston Martin #98 1:56.721
2. Ried / Cairoli / Dienst Dempsey-Porsche #77 1:57.129 0.408
3. Flohr / Castellacci / Molina Spirit-of-Race-Ferrari #54 1:57.928 1.207

11:00 Uhr
FP3: Toyota schlägt in großem Stil zurück
Am Freitag sahen wir in beiden Trainings noch eine Porsche-Dominanz, doch im FP3 am Samstag Vormittag lag Toyota erstmals an der Spitze. Die Japaner brachten gleich beide Autos nach ganz vorne, wobei sich die #7 mit einer 1:38.969 durchsetzte. Den beiden Porsche auf den Plätzen drei und vier fehlten mehr als 1,5 Sekunden, weshalb davon auszugehen ist, dass sich die Zuffenhausener vor allem auf die Longruns konzentriert haben. In der LMP2-Klasse setzte sich der Rebellion-Oreca #31 in 1:46.017 durch, nachdem lange Zeit der Signatech-Alpine #35 das Klassement anführte.

In der GTE-Pro-Klasse stand am Ende der Ford #66 von Mücke/Pla ganz oben im Klassement, gefolgt von beiden Ferrari. Porsche, die früh in der Session noch führten, kam am Ende nicht über die Plätze fünf und sechs hinaus. Dahinter rangierten noch beide Aston Martin. Dafür lag Porsche bei den Amateuren am Ende ganz vorne. Auch im FP3 gab es einige Zwischenfälle: Der Ferrari #71 kam im Bereich des Dunlop-Bogens zum stehen, der Clearwater-Ferrari #61 ist abgeflogen und der Manor-Oreca #24 hatte sich gedreht. Alle Zwischenfälle blieben aber ohne gravierende Folgen.

WEC Nürburgring 2017: Die Highlights von FP3: (00:46 Min.)

WEC Nürburgring 2017 - Die Top-3 aller Klassen im 3. Freien Training:

Kl. P Fahrer Team Zeit Gap
LMP1 1. Conway / Kobayashi / Lopez Toyota #7 1:38.969
2. Buemi / Davidson / Nakajima Toyota #8 1:39.396 0.427
3. Bernhard / Bamber / Hartley Porsche #2 1:40.635 1.666
LMP2 1. Canal / Senna / Albuquerque Rebellion-Oreca #31 1:46.017
2. Ragues / Negrao / Panciatici Signatech-Alpine #35 1:46.221 0.204
3. Tung / Jarvis / Laurent DC-Oreca #38 1:46.341 0.324
GTE-Pro 1. Mücke / Pla Ford #66 1:54.875
2. Rigon / Vilander Ferrari #71 1:55.221 0.346
3. Calado / Pier Guidi Ferrari #51 1:55.326 0.451
GTE-Am 1. Ried / Cairoli / Dienst Proton-Porsche #77 1:56.882
2. Flohr / Castellacci / Molina Spirit-of-Race-Ferrari #54 1:57.108 0.226
3. Dalla Lana / Lamy / Lauda Aston Martin #98 1:57.123 0.241

Freitag

17:50 Uhr
FP2: Wetter, Rot, Porsche deutlich vorn
Wetter und eine Rotphase brachten das 2. Freie Training der WEC auf dem Nürburgring durcheinander. Da verwundert es nicht, dass die Bestzeit schon früh in der Session fiel. Brendon Hartley umrundete den Nürburgring in 1:38.663 und war damit schneller als Audi-Pilot Lucas Di Grassi bei dessen Pole-Rekord im Vorjahr. Zweiter wurde mit deutlichem Abstand der zweite Porsche, gefolgt von beiden Toyota. In der LMP2-Klasse lag G-Drive am Ende auf Platz eins, Ben Hanley gelang mit 1:47.188 die Bestzeit.

Bei den GT-Profis konnte Porsche ebenfalls nicht von der Spitzenposition verdrängt werden. Frederic Makowiecki erzielte hier im 911 RSR #91 die Bestzeit, gefolgt vom Aston Martin #95 und dem Ferrari #51. Vierter wurde der schnellste Ford. Bei den Amateuren ging der Platz an der Sonne an den Spirit-of-Race-Ferrari #54 um Miguel Molina. Reibungslos verlief die Session allerdings nicht. Kurz nach Halbzeit musste mit der roten Flagge unterbrochen werden, kurz nach dem Neustart behinderte ein kurzer Schauer die Trainingsarbeit der Teams.

WEC Nürburgring 2017 - Die Top-3 aller Klassen im 2. Freien Training:

Kl. P Fahrer Team Zeit Gap
LMP1 1. Bernhard / Bamber / Hartley Porsche #2 1:38.663
2. Jani / Lotterer / Tandy Porsche #1 1:39.629 0.966
3. Buemi / Davidson / Nakajima Toyota #8 1:39.773 1.110
LMP2 1. Rusinov / Thiriet / Hanley G-Drive-Oreca #26 1:47.188
2. Beche / Heinemeier Hansson / Derani Rebellion-Oreca #13 1:47.410 0.222
3. Lapierre / Menezes / Rao Signatech-Alpine #36 1:47.604 0.416
GTE-Pro 1. Lietz / Makowiecki Porsche #91 1:56.244
2. Thiim / Sörensen Aston Martin #95 1:56.343 0.099
3. Calado / Pier Guidi Ferrari #51 1:56.766 0.522
GTE-Am 1. Flohr / Castellacci / Molina Spirit-of-Race-Ferrari #54 1:57.592
2. Mok / Sawa / Griffin Clearwater-Ferrari #61 1:57.802 0.210
3. Ried / Cairoli / Dienst Proton-Porsche #77 1:57.985 0.393

13:10 Uhr
FP1: Porsche kontert Toyotas frühe Bestzeit
Der erste Schlagabtausch auf dem Nürburgring geht an Porsche. Timo Bernhard holte sich mit seiner Runde von 1:41.612 die erste Bestzeit des Wochenendes. Lange Zeit führte Toyota das Feld an, letztlich reichte Sebastien Buemis frühe Bestzeit von 1:41.816 aber nur für den zweiten Platz. Dritter wurde der zweite Porsche, Neel Jani umrundete den Nürburgring in 1:41.896. Bei den kleinen Prototypen hatte Rebellion mit der #31 die Nase vorn. Bruno Senna fuhr in 1:47.717 zur Bestzeit.

In der GTE-Pro-Klasse gab Ferrari den Ton an. Beide 488 GTE landeten in den Top-3, wobei Davide Rigon im Auto #71 die schnellste Zeit fuhr. Der zweite Ferrari kam auf den dritten Platz, gesprengt wurde das Duo lediglich vom Porsche #92. Der Schwester-Porsche wurde Fünfter, die Ford kamen auf die Plätze vier und sechs. Ganz am Ende des Feldes: Die beiden Aston Martin. Bei den Amateuren ging Platz eins an den Dempsey-Proton-Porsche #77.

WEC Nürburgring 2017: Die Highlights von FP1: (01:13 Min.)

Im FP1 gab es bereits die erste Full Course Yellow des Wochenendes. Grund: Kies auf der Strecke. Wenige Minuten vor Schluss kam nach einem Zwischenfall mit dem Rebellion-Oreca #31 und dem Proton-Porsche #77 die rote Flagge heraus.

WEC Nürburgring 2017 - Die Top-3 aller Klassen im 1. Freien Training:

Kl. P Fahrer Team Zeit Gap
LMP1 1. Bernhard / Bamber / Hartley Porsche #2 1:41.612
2. Buemi / Davidson / Nakajima Toyota #8 1:41.816 0.204
3. Jani / Lotterer / Tandy Porsche #1 1:41.896 0.284
LMP2 1. Canal / Senna / Albuquerque Rebellion-Oreca #31 1:47.717
2. Rusinov / Thiriet / Hanley G-Drive-Oreca #26 1:48.379 0.662
3. Perrodo / Vaxivière / Collard TDS-Oreca #28 1:48.401 0.684
GTE-Pro 1. Rigon / Vilander Ferrari #71 1:57.170
2. Christensen / Estre Porsche #92 1:57.307 0.137
3. Calado / Pier Guidi Ferrari #51 1:57.483 0.313
GTE-Am 1. Ried / Cairoli / Dienst Dempsey-Porsche #77 1:59.208
2. Flohr / Castellacci / Molina Spirit-of-Race-Ferrari #54 1:59.346 0.138
3. Wainwright / Barker / Foster Gulf-Porsche #86 1:59.370 0.162

Weitere Inhalte:
Wir suchen Mitarbeiter