Exklusiv
WEC / Kolumne

Bruno Senna: Für Aston Martin Titel sichern

Für Bruno Senna und Aston Martin geht es beim WEC-Finale in Bahrain um alles. So wird der Brasilianer das letzte Rennen angehen.
von Bruno Senna

Motorsport-Magazin.com - Auf zum WM-Finale in Bahrain - da geht es für uns bei Aston Martin ja um alles. Im Moment liegen wir in allen drei Wertungen in Führung, ich hoffe natürlich, dass das auch nach dem Wochenende noch so sein wird. Letztes Jahr war ja Bahrain für Aston eine sehr gute Strecke, wo sie dominiert haben, wie auch in China.

Dort war es so, dass sich dieses Bild dann auch im Rennen bestätigt hat, dass wir doch einen recht souveränen Doppelsieg heraus fahren konnten, die 97 vor der 99. Ich war wieder mit meiner "alten" Nummer 99 unterwegs, diesmal zusammen mit Pedro Lamy und Richie Stanaway, mit denen ich ja auch jetzt in Bahrain wieder fahren werde.

In China waren wir ja von Anfang an gut dabei, haben auch ein gutes Set-up gefunden. Es ging vor allem darum, den Reifenverschleiß, der dort generell sehr hoch war, zu minimieren. Im Qualifying bin ich die absolut schnellste Runde von allen GT-Piloten gefahren, schade, dass es um ein paar Tausendstel nicht zur Pole gereicht hat, aber Richie ist auf seiner ersten Runde ein bisschen aggressiv zu Werke gegangen und hat dadurch etwas Zeit verloren. Aber er wollte und sollte dann nicht noch eine dritte schnelle versuchen, es schien uns wichtiger, den Reifen, mit dem man ja auch den ersten Rennturn fahren muss, nicht zu sehr zu strapazieren.

Im Rennen haben wir dann nach dem Start erst einmal ein bisschen Boden verloren, sind aber dann im Laufe der Zeit wieder herangekommen. Ich hatte ja in meinem ersten Turn dann auch ein ziemlich langes, heftiges Duell mit Kamui Kobayashi. Es war ziemlich schwierig, an dem Ferrari vorbei zu kommen, weil unser Setup eben nicht gerade speziell auf Top-Speed ausgelegt war. Als ich es dann eigentlich schon vorbei war, wurde es noch einmal ziemlich eng, weil er sich offenbar irgendwie verbremst hat, aber zum Glück ging alles gut.

Am Ende bin ich dann einen Doppelstint gefahren, allerdings mit Reifenwechsel, es war in Shanghai absolut nicht möglich, den Reifen das abzuringen. Aber es lief dann ziemlich gut, ich konnte an unsere 97, die ja in Führung lag, ganz knapp heranfahren, hatte auch die schnellste Rennrunde. Aber logisch, dass ich dann nicht irgendetwas versucht habe, um vorbei zu kommen, schließlich geht es um die WM, und da haben Stefan Mücke und Darren Turner und die 97 nun mal die besseren Chancen. Insofern war ich auch mit dem zweiten Platz sehr zufrieden, ich weiß, das meine Leistung gestimmt hat, und das ist das Wichtigste.

In Bahrain geht es jetzt darum, auf jeden Fall wieder so viele Punkte wie möglich für das Team einzufahren. Leicht wird es sicher nicht, Ferrari hat auch noch einmal seine Teambesetzungen umgestellt, offenbar, um die stärksten Kräfte auf die 51 zu konzentrieren, die ja der schärfste Verfolger von Stefan und Darren in der Fahrer- und Teamwertung sind. Optimal wäre es natürlich, wenn wir kurz vor Schluss wieder eine sichere Doppelführung hätten und dann immer noch sehen könnten, wer eventuell gewinnen darf oder muss...

Euer Bruno


Weitere Inhalte:
Wir suchen Mitarbeiter
Mitarbeiter Motorsport Designer Journalismus Programmierer Video