WEC

Gesamtergebnis dennoch respektabel - Aston Martin: Riesenpech im Rennen

Die Aston-Martin-Werksabordnung verfehlte den Sieg in Spa-Francorchamps auf unglückliche Art und Weise. Bruno Senna erklärte Motorsport-Magazin.com, weshalb.
von Karin Sturm & Yannick Bitzer

Motorsport-Magazin.com - Es hat nicht sein sollen. Aston Martin war in der besten Position, das heutige Sechs-Stunden-Rennen der Langstrecken-WM in Belgien zu gewinnen, doch am Ende reichte es lediglich zur Silbermedaille. Während AF-Corse-Ferrari neuerlich einen Sieg feiern durfte, ärgerten sich Briten über das Sicherheitsfahrzeug und umstrittene Bestrafungen. Nichtsdestotrotz führen Bruno Senna, Frédéric Makowiecki und Robert Bell dank ihres zweiten Platzes nun alleinig die Punktetabelle der GT-Profifahrer-Wertung an.

Über dem Rennen des Vantage-Trios schwebte lange Zeit ein Damoklesschwert. Während der einzigen Safety-Car-Phase der sechsstündigen Prozedur waren sowohl der Aston Martin mit der Startnummer 98 als auch jener mit der 97 (Stefan Mücke, Darren Turner und Peter Dumbreck) zum Service an die Box gefahren. Wie sich herausstellte, etwas zu früh. Laut Regelbuch ist die Boxengasse zu Beginn einer Gelbphase für drei komplette Runden gesperrt. Die Brummer des Insel-Rennstalls kamen allerdings schon am Ende des dritten Umlaufes.

Unter diesen Umständen ist es ein großer Erfolg, dass wir noch Zweite geworden sind.
Bruno Senna

"Überhaupt hatten wir mit dem Safety-Car gewaltig Pech", so Bruno Senna gegenüber Motorsport-Magazin.com. "Es kam, als der Ferrari schon gestoppt hatte, wir aber noch nicht. Das hat uns fast 50 Sekunden gekostet - und schließlich auch noch die Strafe eingebracht. Die Regel ist wohl etwas unklar formuliert, darum hat es auch so lange gedauert, bis eine Entscheidung gefällt wurde." Tatsächlich wurden die beiden Aston-Martin-Boliden erst 40 Minuten vor Schluss zur Durchfahrtsstrafe beordert. Zu dieser Zeit schien das Thema bereits längst vom Tisch zu sein.

Zufriedenheit statt Frust

"Unter diesen Umständen ist es ein großer Erfolg, dass wir noch Zweite geworden sind", fuhr der Brasilianer fort. "Grundsätzlich waren wir ja wieder schnell unterwegs." Beinahe wäre aber auch der zweite Platz noch abhanden gekommen, denn kurz vor knapp tauchte plötzlich Ex-Sauber-Pilot Kamui Kobayashi im zweiten AF-Corse-Auto am Heck des Nummer-98-Aston-Martins auf. "Fréd hat dem Druck Kobayashis, der ja auf neuen Reifen war, aber super widerstanden. Das Zusehen in der Box war allerdings nervenaufreibender als das Fahren selbst."

Trotz des verpassten Sieges gab sich Senna letztlich zufrieden. Zwei Poles, der Erfolg beim Auftakt in Silverstone sowie die Führung in der Meisterschaft seien super. Mücke, Turner und Dumbreck kamen im Übrigen an vierter Stelle ins Ziel. Aston Martin Racing steht durch dieses Resultat nun mit fünf Zählern Vorsprung auf AF Corse an erster Stelle der Teamwertung.


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