VLN

VLN: Verantwortliche wollen am 27. Juni in die Saison starten

Trotz des Verbots von Großveranstaltungen will die VLN im Juni in die Saison starten. Die Veranstalter haben ein Gesundheitskonzept erarbeitet.
von Daniel Geradtz

Motorsport-Magazin.com - Die Nürburgring Langstrecken-Serie (ehemals VLN) musste wegen der anhaltenden Corona-Krise die ersten drei Saisonrennen absagen. Der Termin des nächsten Rennens ist der 27. Juni 2020. Die Verantwortlichen der Meisterschaft arbeiten aktuell intensiv daran, den Saisonstart an diesem Datum durchzuführen zu können.

Laut einem Beschluss der Bundesregierung sind Großveranstaltungen in Deutschland bis zum 31. August verboten. Über die Definition, ab wann eine Großveranstaltung als solche gilt, entscheiden allerdings die Landesregierungen. Organisatoren können durch das Vorlegen von Gesundheitskonzepten versuchen, eine Genehmigung ihrer Veranstaltungen zu erwirken.

"Dafür braucht es kreative Lösungen", sagt Ralph-Gerald Schlüter, Generalbevollmächtigter des VLN e.V. & Co. oHG auf der Website der Meisterschaft. "Wir haben zusammen mit dem Nürburgring ein umfangreiches Konzept erarbeitet, um die Durchführung unter den aktuellen Auflagen zu ermöglichen."

Am Montag fand am Nürburgring ein Termin statt, bei dem neben den VLN-Verantwortlichen auch Prof. Martin Exner und Dr. Jürgen Gebel involviert waren. Beide sind Forscher des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn. Sie werden in Kürze ein Gutachten vorlegen, in dem geklärt wird, unter welchen Bedingungen Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie durchgeführt werden können.

Christian Stephani, Geschäftsführer der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring Vermarktungs- und Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG., kündigte bereits in der vorletzten Woche an, ein Konzept ausarbeiten zu wollen, bei dem ein Rennbetrieb am Nürburgring möglich sei.

VLN große Siegerehrung und Fahrerbesprechung

Er sagte bei der Übertragung des dritten Saisonrennens der digitalen Meisterschaft: "Wir haben schon Kontakt zu einem Gesundheitsinstitut aufgenommen. Wir wollen unser Konzept von der obersten Instanz absegnen lassen, damit wir dann auf die Landesregierung zugehen können."

Die Maßnahmen beschrieb Stephani so: "Man kann davon ausgehen, dass es künftig so schnell keine Fahrerbesprechung und keine Siegerehrungen im Media Center geben wird. Man kann sich von den Dingen verabschieden, die in geschlossenen Räumen stattfinden. Aber das brauchen wir nicht unbedingt."

Zu den Rennen sind in der Regel rund 160 Autos mit mehreren Fahrern gemeldet. Bei den Siegerehrungen im Media Center werden die Besten aller Klassen ausgezeichnet. Entsprechend groß ist das Menschenaufkommen bei den offiziellen Zusammenkünften.

Was die Fahrerbesprechungen vor den Rennen angeht, kann die reale Meisterschaft von den Erfahrungen der virtuellen Rennserie profitieren. Die Digitale Nürburgring Langstrecken-Serie powered by VCO hält die Besprechungen ausschließlich virtuell ab.


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