"Heute war der letzte Tag, an dem ich mir beim Aufstehen Zeit lassen konnte", sagte der Brite Jonathan Rea gegenüber Motorcyclenews. "Denn morgen geht es endlich los. Heute war ich noch einmal bei den Jungs von Arai, weil ich von Ihnen den ganz neuen Helm bekommen habe. Daran haben wir noch etwas feinjustiert. Anschließend bin ich mit meinem Chefmechaniker um die Strecke gelaufen. Das ist immer sehr sinnvoll, weil man so sehr gut über das Motorrad und den Plan für Morgen sprechen kann."
"Ich war auch zur Pressekonferenz eingeladen und saß da in der Mitte zwischen all den ‚großen Jungs´ wie Haga, Biaggi, Spies und Checa. Das war wirklich cool", so Rea weiter. "Dann haben wir noch ein Teamfoto-Shooting gehabt und die Fahrerbesprechung. Morgen geht es endlich wieder los aber ich bin kein bisschen aufgeregt. Nur gespannt. Ich habe keinen Druck, weil ich nicht im Rampenlicht stehe. Shane Byrne war bei den Testfahrten sehr schnell und darum hofft wohl jeder zuhause in Großbritannien auf ihn. Das ist gut für mich. Ich bin aber auf jeden Fall bereit."
Auch der Australier Troy Corser war zur Pressekonferenz guter Dinge. "Nun, wer hätte noch vor ein paar Jahren gedacht, dass ich einmal eine BMW in der Superbike Weltmeisterschaft pilotieren werde", begann Corser mit einer rhetorischen Frage. "Es war auf jeden Fall ein später Start für uns und ich musste ja erst warten, bis mein vorheriger Vertrag auslief ehe ich testen konnte. Aber wir konnten dennoch gute Fortschritte machen. Jedes mal, wenn wir getestet haben, habe ich den Mechanikern Infos gegeben – sie gingen los und machten daraus Weiterentwicklungen. Ich hoffe, dass wir dieses Jahr so weiter machen können wie bisher. Für manche Leute erscheint das vielleicht wie ein Lotteriespiel aber ich denke, dass ich genügend Erfahrung mitbringe um ganz vorne Mitzumischen."
Etwas verhaltener klang Max Biaggi, der ähnlich wie Corser ebenfalls aus einem komplett-neuem Motorrad sitzt. Aprilias Abstinenz in der Superbike WM dauerte von 2002 an. Jetzt ist man zurück. "Der Saisonauftakt ist etwas anders als die Jahre zuvor für mich", sinnierte der vierfache 250ccm-Weltmeister Biaggi. "Es war nichts da, als ich mit dem neuen Aprilia-Projekt anfing. Wir mussten alles möglich machen und jetzt versuchen wir das um- und zusammen zusetzen. Aber wir sind sehr ehrgeizig und ich liebe mein Team. Das sind alles großartige Leute."
Schon in der aufkommenden Nacht werden die Piloten auf der Piste sein und endlich in den ersten, direkten Schlagabtausch der Saison gehen. Dann helfen keine Prognosen mehr, sondern die Fakten zählen.

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