Superbike WSBK

WSBK Jerez 2019: Rennen 2 abgebrochen, Van der Mark siegt

Das zweite WSBK-Rennen in Jerez wurde nach einem Crash vorzeitig beendet. Der Sieger heißt Michael van der Mark. Er setzte sich gegen Jonathan Rea durch.
von Sophie Riga

Motorsport-Magazin.com - Alvaro Bautista ist in Jerez sein erster wirklicher Fehler in seiner WSBK-Karriere passiert. Nach einem Sturz in Runde zwei kegelte er sich selbst aus dem Kampf um den Sieg, den sich stattdessen Michael van der Mark und Jonathan Rea lieferten. Das Rennen, das aufgrund eines Sturzes vorzeitig beendet wurde, entschied schließlich der Yamaha-Pilot für sich.

WSBK Jerez 2019: Die Schlüsselszene

Nachdem Bautista bereits in der zweiten Runde in Führung liegend aus dem Rennen crasht, übernimmt Rea die Spitzenposition. Van der Mark ist heute aber der stärkere Pilot und zieht in Runde sieben nach ein paar gescheiterten Manövern an dem Kawasaki-Piloten vorbei. Danach gibt er die Führung nicht mehr ab, sondern vergrößert seinen Vorsprung immer weiter. Nachdem Honda-Pilot Ryuichi Kiyonari in Runde 18 stürzt, wird das Rennen abgebrochen und van der Mark siegt mit fast drei Sekunden Vorsprung auf Rea.

WSBK Jerez 2019: Der Rennfilm

Start: Marco Melandri startet gut und holt sich den Holeshot. Damit liegt er vor Bautista auf P2. Lowes crasht in Kurve zwei, steigt aber wieder ins Rennen ein.

1. Runde: Noch auf der ersten Runde schnappt sich Bautista einmal mehr die Führung. Rea und van der Mark ziehen an Melandri vorbei, der damit nur noch Vierter ist.

2. Runde: Bautista stürzt in Kurve eins unverletzt aus dem Rennen. Rea ist damit der neue Führende. Van der Mark und Melandri pushen allerdings, um die Lücke auf ihn zu schließen. Bautista versucht, wieder ins Rennen einzusteigen.

3. Runde: Van der Mark kann Anschluss an Rea finden, während Melandri Boden verliert und in einen Kampf um P3 mit Toprak Razgatlioglu verwickelt wird.

Van der Mark wagt ein Manöver auf Rea, der kann aber zurückschlagen und bleibt Führender.

4. Runde: Bautista gibt endgültig auf und kehrt in die Box zurück, während Melandri von Davies überholt wird und nur noch Fünfter ist. An der Spitze liefern sich Rea und Van der Mark noch immer einen Kampf um die Führung. Der amtierende Weltmeister hat aber noch die Oberhand.

5. Runde: Rea und van der Mark haben jetzt einen Vorsprung von einer halben Sekunde auf ihren Verfolger Razgatlioglu. Melandri will in Kurve fünf an Davies auf P4 liegend vorbeigehen, crasht dabei und räumt den Ducati-Piloten mit ab. Beide bleiben unverletzt.

7. Runde: Van der Mark will sich nicht geschlagen geben und wagt den nächsten Angriff auf Rea. Dieses Mal kann er das Manöver durchziehen und geht in Führung.

8. Runde: Nachdem van der Mark nun vorn liegt, versucht er jetzt alles, um so schnell wie möglich vor Rea zu flüchten. Noch gelingt ihm das aber nicht. Hinter Razgatlioglu auf P3 hat sich eine riesige Lücke auf die Verfolgergruppe gebildet.

11. Runde: Van der Mark und Rea erhöhen die Pace des Rennens. Razgatlioglu kann da nicht mithalten und verliert Boden auf die beiden. Dennoch hat er einen immensen Vorsprung vor Haslam auf P4.

Delbianco kommt an die Box, während Bautista wieder ins Rennen geht, um Daten zu sammeln.

13. Runde: Van der Mark versucht weiter, Rea hinter sich zu lassen. Sein Vorsprung liegt bei knapp 0.4 Sekunden.

16. Runde: Zum ersten Mal in diesem Rennen liegt van der Marks Vorsprung auf Rea bei über einer Sekunde.

18. Runde: Ryuichi Kiyonari stürzt unverletzt in Kurve elf, daraufhin wird das Rennen durch Roten Flaggen abgebrochen.

Van der Mark kann damit seinen Sieg zwei Runden früher feiern. Zum Zeitpunkt des Rennabbruchs liegt er fast drei Sekunden vor Rea, der Zweiter wird. Das Podium komplettiert Razgatlioglu.

So lief es für Sandro Cortese und Markus Reiterberger

Im dritten Rennen des Superbike-Wochenendes in Jerez startet Sandro Cortese von Rang neun aus ins Rennen. In den ersten Runden macht er einen Platz gut und fährt auf Rang acht. Dabei bleibt es aber nicht. Runde für Runde kämpft sich Cortese weiter nach vorn. Nach einem Battle mit Haslam ist er zum Zeitpunkt des Rennabbruchs Sechster.

Für Markus Reiterberger beginnt das Rennen in Jerez von Rang 14 aus. In der Startphase gelingt es ihm, auf P11 vorzufahren. Zur Rennmitte hin kann er sich ein paar Plätze nach vorn schieben, bevor es zum Ende des Rennens wieder abwärts geht. Reiterberger wird Zwölfter.

Die Stimmen vom Podium

1. Michael van der Mark (Yamaha): "Mein Plan war es eigentlich, mit Alvaro zu kämpfen. Aber am Ende ist er gestürzt. Ich hoffe, es geht ihm gut. Also waren es Jonathan und ich. Wir haben uns einen guten Kampf geliefert. Das Bike war super, von Anfang an. Meine Pace war toll und ich habe mich sehr wohl gefühlt."

2. Jonathan Rea (Kawasaki): "Heute stehen wir wirklich auf dem Podium. Wir haben das Bike im Vergleich zu gestern verbessert. Dafür muss ich meinem Team danken. Aber Michaels Pace war heute unglaublich. Ich muss dieses Wochenende als nicht gerade einfach abhaken. Wir werden Rennen für Rennen besser und müssen einfach weiterarbeiten."

3. Toprak Razgatlioglu (Kawasaki): "Ich freue mich sehr. Im Rennen heute Morgen lief es für mich nicht so gut. Wir hatten ein paar Probleme mit dem Bike. Aber in diesem Rennen war alles viel besser. Wir stehen wieder auf dem Podium und darüber freue ich mich sehr."


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