Superbike WSBK

WSBK Portimao 2018: Rea gewinnt Lauf 1, Laverty wird abgeräumt

Jonathan Rea dominiert den ersten Superbike-Lauf in Portimao und siegt. Pole-Mann Eugene Laverty hätte gefährlich werden können, wird aber früh abgeschossen
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Jonathan Rea siegt und siegt und siegt. Beim ersten Rennen der Superbike-WM 2018 im portugiesischen Portimao feiert der Kawasaki-Pilot seinen fünften Triumph in Folge. Großes Pech hat dagegen Pole-Mann Eugene Laverty. Laverty verlor nach einem schlechten Start Positionen und wurde bereits nach drei Kurven abgeschossen.

WSBK Portimao 2018, Rennen 1: Schlüsselszene

Den Grundstein zum sechsten Sieg in Folge legte Jonathan Rea bereits am Start. Am Ausgang der ersten Kurve setzte er sich gegen Marco Melandri durch, danach blickte der Kawasaki-Star nicht mehr zurück. Mit schnellsten Runden zu Beginn fuhr er sich eine erste Lücke heraus, Melandri und der später gestürzte Lorenzo Savadori konnten ihn so nicht attackieren.

WSBK Portimao 2018, Rennen 1: Rennfilm

Die Startaufstellung:
1. Eugene Laverty - 2. Jonathan Rea - 3. Marco Melandri
4. Lorenzo Savadori - 5. Michael Van Der Mark - 6. Tom Sykes
7. Xavi Fores - 8. Loris Baz - 9. Jordi Torres

Start: Jonathan Rea setzt sich in der ersten Kurve durch und führt vor Marco Melandri und Lorenzo Savadori.

1. Runde: Eugene Laverty wird in Kurve 3 vom herumschlingernden Xavi Fores torpediert, beide sind raus. Die Top-10 nach der ersten Runde: Rea, Melandri, Savadori, Sykes, Van Der Mark, Davies, Torres, Razgatlioglu, Baz, Camier.

2. Runde: Van Der Mark überholt Sykes in der ersten Kurve und ist Vierter, zu den Top-3 fehlt ihm aber schon eine Sekunde. Im dritten Sektor verliert Sykes auch P5 an Davies. Schnellste Runde von Rea.

3. Runde: Rea dreht eine neue schnellste Runde.

6. Runde: Rea setzt sich allmählich ab, sein Vorsprung auf Melandri beträgt gut eine Sekunde. Melandri hat Savadori im Nacken.

8. Runde: Leon Camier rollt kurzzeitig aus. Der Honda-Pilot lag auf dem zehnten Platz, hat nun aber fünf Positionen eingebüßt. Vorne setzt Savadori Melandri unter Druck, Rea ist um zwei Sekunden enteilt.

10. Runde: Überholmanöver im Kampf um P14: Alex Lowes hat einen Weg vorbei an PJ Jacobsen gefunden. Camier hat die Box angesteuert und gibt das Rennen auf.

12. Runde: Sturz von Savadori in Kurve 1! Der junge Italiener verspielt so ein mögliches Podium und scheidet aus. Jakub Smrz crasht an der selben Stelle.

15. Runde: Es entwickelt sich ein Zweikampf um die sechste Position: MV-Agusta-Fahrer Jordi Torres wird langsam von Loris Baz eingeholt.

16. Runde: Weiter hinten macht Lowes weiter Positionen gut: Inzwischen ist der Yamaha-Pilot an Hernandez und Gagne vorbei gegangen und damit Elfter.

17. Runde: Baz bremst Torres in Kurve 1 aus und ist neuer Sechster.

18. Runde: Der nächste Ausfall: Jacobsen hat das Rennen beendet. Damit sind noch 14 Fahrer unterwegs.

Ziel: Jonathan Rea gewinnt das erste WSBK-Rennen in Portimao vor Marco Melandri und Michael Van Der Mark. Chaz Davies wird Vierter vor Tom Sykes. Loris Baz, Jordi Torres, Toprak Razgatlioglu, Michael Ruben Rinaldi und Alex Lowes schaffen es in die Top-10. Leandro Mercado, Yonny Hernandez, Jake Gagne und Roman Ramos holen die letzten Punkte.

WSBK Portimao 2018, Rennen 1: Reaktionen vom Podium

1. Jonathan Rea (Kawasaki): "Ich bin so stolz, danke ans Team für dieses großartige Bike. Wir haben beim Test die richtige Basis gelegt, an diesem Wochenende ging es dann ans Feintuning und darum, meinen Rhythmus wieder zu finden."

2. Marco Melandri (Ducati): "Ich wusste, dass Johnnys Pace etwas besser als meine ist. Also habe ich in den ersten Runden so hart gepusht, um ihm folgen zu können. Ich habe davon geträumt, dass seine Reifen am Ende nachlassen und ich ihn einholen kann. Aber bei mir haben sie dann noch stärker nachgelassen. Der zweite Platz heute fühlt sich wie ein Sieg an, es hätte nicht besser werden können."

3. Michael Van Der Mark (Yamaha): "Für mich war es eine große Überraschung, ich musste von Beginn an mit dem Bike kämpfen. Johnny und Marco hatten eine großartige Pace und Lorenzo ist ihnen gut gefolgt. Ich habe gepusht, mich aber nicht wirklich wohl gefühlt auf dem Bike. Zum Glück ist Lorenzo gecrasht und ich habe den dritten Platz geerbt. Wir müssen mit diesem Podium zufrieden sein, das ist wichtig für die Meisterschaft."


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