Superbike WSBK

Stefan Bradls neue WSBK-Honda: Durchwachsene Premiere beim Jerez-Test

In Jerez fand der erste WSBK-Test 2017 statt. Stefan Bradl durfte erstmals die neue Honda fahren. Das Resultat war ernüchternd, aber für ihn zu erwarten.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Mit einem zweitägigen Test in Jerez de la Frontera läutete die Superbike-WM die Wintertest-Saison 2017 ein. Mit Kawasaki, Ducati, Yamaha, Milwaukee-Aprilia und Honda um Stefan Bradl waren fünf Werksrennställe vertreten. Auch Althea-BMW um Markus Reiterberger und Puccetti-Kawasaki mit Randy Krummenacher machten sich auf die Reise nach Andalusien. Das erste Fazit fällt aus deutscher und Schweizer Sicht jedoch nicht sonderlich erfreulich aus.

Jerez-Test, Mittwoch: Krummenacher in kuriosen Unfall verwickelt

Vom Regen in die Traufe - so muss sich Randy Krummenacher vorgekommen sein. Nach der langsamsten Zeit aller Superbiker an Tag eins, war der Schweizer an Tag zwei in einen Unfall verwickelt. Eugene Laverty verlangsamte vor Kurve eins ungewöhnlich früh, Krummenacher konnte nicht mehr reagieren und donnerte dem Iren dabei ins Heck. Die Folge war eine Unterbrechung. Doch Krummenacher war nicht der einzige Pechvogel an diesem Tag. Auch Jordi Torres stürzte und verletzte sich dabei am Arm, sodass er für den Rest des Tages für unfit erklärt wurde.

Randy Krummenacher krachte am Mittwoch mit Eugene Laverty zusammen - Foto: Kawasaki

Das Geschehen auf der Strecke indes diktierten, wie schon so oft in der Saison 2016, Kawasaki und Ducati. An den Grünen und Roten scheint auch im neuen Jahr kein Vorbeikommen zu sein. Jonathan Rea holte sich die Bestzeit in 1:39.809 Minuten und verwies damit Lorenzo Savadori sowie Teamkollege Tom Sykes auf die Verfolgerpositionen. Dahinter reihten sich Marco Melandri und Chaz Davies ein. Stefan Bradl gelang mit der brandneuen Honda Fireblade eine Steigerung im Vergleich zum Dienstag, er wurde Neunter. Krummenacher und Markus Reiterberger verpassten als Elfter und Zwölfter die Top-10.

Jerez-Test: Die Top-10 vom Mittwoch

Pos.FahrerTeamZeitRückstand
1.Jonathan ReaKawasaki1:39.809
2.Lorenzo SavadoriMilwaukee Aprilia1:39.9200.111
3.Tom SykesKawasaki1:40.2190.410
4.Marco MelandriDucati1:40.3130.504
5.Chaz DaviesDucati1:40.3240.515
6.Nicky HaydenHonda1:40.5480.739
7.Alex LowesYamaha1:40.6000.791
8.Xavi ForesBarni Ducati1:40.7380.929
9.Stefan BradlHonda1:40.8541.045
10.Michael van der MarkYamaha1:41.4501.641
11.Randy KrummenacherPuccetti Kawasaki1:41.5661.757
12.Markus ReiterbergerAlthea BMW1:41.5781.769

Jerez-Test, Dienstag: Deutsche und Schweizer ganz hinten

Der erste Tag in Jerez war einer der Premieren: Randy Krummenacher rückte erstmals auf einem WSBK-Bike aus, während Stefan Bradl seine neue Honda Fireblade für 2017 kennen lernen durfte. Klar, dass man auf der Jungfernfahrt der Honda noch keine Wunderdinge erwarten durfte. "Vieles in der Elektronik arbeitet noch nicht gut zusammen. Insgesamt ist der erste Tag mit dem neuen Bike okay, aber es liegt noch sehr viel Arbeit vor uns. Das kommt aber nicht unerwartet. Ich bin sicher, dass uns in zwei, drei Monaten ein großer Schritt gelingen wird. Davor können wir einfach keine größeren Schritte erwarten", spielte Bradl die Erwartungen herunter.

Stefan Bradl fing sich am ersten Tag mit der neuen Honda über zwei Sekunden Rückstand ein - Foto: Honda

Nichts Neues hingegen an der Spitze: Kawasaki und Ducati machten die Spitzenpositionen unter sich aus. Und wieder einmal war es Weltmeister Jonathan Rea, der am Ende auf dem Zeitenmonitor ganz oben auftauchte. Mit einer Zeit von 1:40.162 setzte er sich vor seinem Teamkollegen Tom Sykes durch. Dritter und Vierter wurden Chaz Davies und Marco Melandri, die beide auf Augenhöhe agierten. Für Bradl und seine deutschsprachigen Kollegen lief der Tag jedoch nicht sehr erfreulich. Obwohl nur Zwölfter, lag Bradl am Ende trotzdem vor seinen Kollegen Markus Reiterberger und Randy Krummenacher. Damit beschloss das deutschsprachige Trio das WSBK-Klassement.

Jerez-Test: Die Top-10 vom Dienstag

Pos.FahrerTeamZeitRückstand
1.Jonathan ReaKawasaki1:40.162
2.Tom SykesKawasaki1:40.4220.260
3.Chaz DaviesDucati1:40.7840.622
4.Marco MelandriDucati1:40.8120.650
5.Alex LowesYamaha1:41.0580.896
6.Xavi ForesBarni Ducati1:41.3961.234
7.Lorenzo SavadoriMilwaukee Aprilia1:41.4161.254
8.Jordi TorresAlthea BMW1:41.6191.457
9.Nicky HaydenHonda1:41.8301.668
10.Michael van der MarkYamaha1:41.9081.746
12.Stefan BradlHonda1:42.2552.093
13.Markus ReiterbergerAlthea BMW1:42.5302.368
14.Randy KrummenacherPuccetti Kawasaki1:42.7472.585

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