Supercup

Dritter Saisonsieg in Silverstone - Rast siegt und erobert Tabellenführung

Rene Rast triumphierte in Silverstone und reist als Supercup-Tabellenführender nach Hause. Das Podium komplettierten Norbert Siedler und Sean Edwards.

Motorsport-Magazin.com - Der Porsche Mobil 1 Supercup hat einen neuen Tabellenführer: René Rast (Frankfurt) setzte sich am Sonntag in Silverstone mit seinem dritten Saisonsieg an die Spitze des schnellsten internationalen Markenpokals der Welt. Mit seinem vom Lechner Racing Team eingesetzten 450 PS starken Porsche 911 GT3 Cup, der auf dem straßenzugelassenen Leichtbau-Sportwagen 911 GT3 RS basiert, gewann der Titelverteidiger mit 0,415 Sekunden Vorsprung vor dem Österreicher Norbert Siedler (VELTINS Lechner Racing). Dritter wurde der für Konrad Motorsport fahrende Brite Sean Edwards.

Auf der britischen Traditionsrennstrecke spitzte sich der Titelkampf im Porsche Mobil 1 Supercup weiter zu. René Rast, dem seine Qualifyingbestzeit und damit die Pole-Position von den Sportkommissaren aberkannt worden war, weil er auf seiner schnellsten Runde die Streckenbegrenzung überfahren hatte, übernahm mit einem Blitzstart die Führung. Während sich der Vorjahressieger in den ersten Runden einen komfortablen Vorsprung herausfahren konnte, lieferten sich seine Verfolger harte Positionskämpfe. Sein Start-Ziel-Sieg wurde René Rast aber nicht leicht gemacht: In der Schlussphase des Rennens, das wider Erwarten auf trockener Piste gefahren werden konnte, schaffte erst Sean Edwards den Anschluss an den Spitzenreiter, später schloss dann auch noch Norbert Siedler zu dem Führungsduo auf. Der Österreicher war es auch, der den letzten Angriff des Rennens setzte - mit Erfolg: In der vorletzten Runde zwängte er sich an Sean Edwards vorbei und fuhr als Zweiter über die Ziellinie.

Rast in der Meisterschaft vorn

In der Meisterschaft führt jetzt René Rast mit einem Punkt Vorsprung vor den punktgleichen Sean Edwards und Norbert Siedler. Zur Erinnerung: Auch im Vorjahr hatte er sich mit einem Sieg in Silverstone an die Spitze der Punktewertung gesetzt - und am Ende seinen zweiten Supercup-Titel geholt.

Der von der Pole-Position gestartete Pole Kuba Giermaziak (VERVA Racing Team) konnte nicht in den Kampf um die Spitze eingreifen. Er wurde nach einem schlechten Start schließlich Vierter vor seinem Landsmann und Teamkollegen Patryk Szczerbinski, der als bester Supercup-Neuling als Fünfter ins Ziel kam. Es war seine bisher beste Platzierung im Porsche Mobil 1 Supercup. Den sechsten Platz belegte der Franzose Kévin Estre (Hermes Attempto Racing) vor den beiden Supercup-Rookies Michael Ammermüller (VELTINS Lechner Racing) und Nicki Thiim (Hermes Attempto Racing).

Mit leeren Händen musste Christian Engelhart die Heimreise antreten: Der Köschinger von Konrad Motorsport fuhr aussichtsreich in der Verfolgergruppe, als er fünf Runden vor dem Ziel wegen eines Reifendefekts ins Kiesbett rutschte. Dadurch verlor er auch in der Meisterschaft den Anschluss an die Spitze.

Die Stimmen der Top-Drei

René Rast (Sieger): "Es war ein perfektes Rennen. Obwohl ich einen guten Start hatte und mich absetzen konnte, wusste ich von Anfang an, dass es schwer werden würde. Im Gegensatz zu meinen Verfolgern hatte ich keine neuen Reifen, und gerade hier in Silverstone bringen neue Reifen auf die Distanz sehr viel. Das hat man auch gemerkt. Sean konnte eine viel engere Linie fahren, konnte später bremsen und früher aufs Gas. Ich musste meine Position verteidigen, habe dabei verschiedene Linien ausprobiert und bin froh, dass es letztlich zum Sieg gereicht hat."

Norbert Siedler (Zweiter): "Von Position fünf gestartet und noch Zweiter geworden, damit kann ich zufrieden sein. Mit meinem Überholmanöver kurz vor dem Ziel habe ich Sean, glaube ich, ziemlich überrascht. Das waren wichtige Punkte für die Meisterschaft. Wir schauen nach vorne und greifen in Hockenheim wieder richtig an."

Sean Edwards (Dritter): "Auf neuen Reifen war ich am Anfang schnell unterwegs und konnte zu René aufschließen. Ich wollte im Hinblick auf die Meisterschaft jedoch nicht zu viel riskieren und blieb deshalb lieber hinter ihm. Es gab auch keine echte Chance zum Überholen. Der Angriff von Norbert kurz vor dem Ziel hat mich ziemlich überrascht, ich hätte fast noch mein Auto verloren."


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