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Carrera Cup

Das Trio der Enttäuschten - Menzel, Kaffer & Rast

Strafen, Qualifying und Defekte - Menzel, Kaffer und Rast hatten mit unterschiedlichen Übeln zu kämpfen.
von Stephan Heublein & Philipp May

Motorsport-Magazin.com - Drei Fahrer, drei verschiedene Probleme, eine Stimmungslage: Christian Menzel, Pierre Kaffer und René Rast waren allesamt mit einem Teil des Rennwochenendes unzufrieden. "Generell bin ich mit meinem Rennen zufrieden", verriet uns Kaffer, "ich bin allerdings sehr unzufrieden mit der Entscheidung, die am Freitag gefällt wurde." Pierre wurde von den Rennkommissaren um 5 Startplätze nach hinten versetzt, weil er im Freitagstraining bei Gelb nicht genug Gas weggenommen haben soll.

"Die Entscheidung war zu hart", klagte Pierre. "Darüber muss man noch einmal nachdenken. So eine Entscheidung aus dem ersten Freien Training beeinflusst das ganze Rennwochenende. Da stimmt die Relation nicht. Es ist gerechtfertigt, wenn es im Qualifying passiert, aber im 1. Freien Training habe ich kein Verständnis dafür." Immerhin zeigte seine Formkurve verglichen mit Hockenheim nach oben: "Platz 11 - mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, aber unsere Formkurve geht steil nach oben. Beim nächsten Mal sind wir weiter vorne."

Im 1. Freien Training habe ich für so eine Entscheidung kein Verständnis.
Pierre Kaffer

Das hofft auch Christian Menzel, der das prominenteste Opfer des neuen Qualifying-Formats wurde. "Ich habe ein paar Autos überholt, hin und her - am Ende kam P10 heraus", bilanzierte er im Gespräch mit motorsport-magazin.com. "Besser ging es nicht. Durch die vielen Kämpfe verliert man auf die Vorderleute und tut den Reifen keinen Gefallen. Bei dieser Leistungsdichte muss man im Training weiter vorne stehen. Ohne Unfälle steht man sonst gerade in Oschersleben hinten an. Man kann zwar überholen, aber es ist schwer."

Noch schwerer ist es, wenn die Technik nicht mitspielt. Genau dieses Schicksal ereilte René Rast. Der Speed Academy-Kandidat lag nach einem guten Start einige Runden in den Top8, merkte dann jedoch, dass sein Auto an Performance verlor. "Ich dachte, dass ich einen Platten hätte. Das Fahrverhalten war komplett anders, die Räder blieben stehen. Ich wusste aber nicht, wo es herkam." In der Folge wurde er stetig bis auf Platz 20 durchgereicht. "Dann blinkten meine Instrumente, die Wassertemperatur wurde zu hoch. Deshalb musste ich an die Box fahren." Des Rätsels Lösung: ein Stein hatte den Kühler beschädigt, das auslaufende Wasser lief auf den Reifen und verursachte die Probleme. "Ohne den Defekt hätte ich auf P6 fahren können", sagte uns René. "Bis zum Problem war es okay. Wir waren im Rennen schnell; blöd, dass das passiert ist."


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