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NASCAR Dover: Chase Elliott gewinnt auf der Monster Mile

Elliott gewann auf der Monster Mile in Dover das 1. Playoff-Rennen der Round of 12. Ein langweiliges Rennen wurde in der Endphase auf den Kopf gestellt.
von Stephan Vornbäumen

Motorsport-Magazin.com - Das erste Playoff-Rennen der 'Round of 12' endete mit einem überraschenden Sieg von Chase Elliott im Hendrick-Chevrolet. Die letzte Gelbphase kurz vor Rennende sorgte für eine Verlängerung, in der sich Elliott gegen Hamlin behauptete und den zweiten Saisonsieg erzielte. Damit ist Elliott der erste Fahrer, der sich für die 'Round of 8' qualifiziert hat. Kevin Harvick hatte zuvor das Rennen mit zwei Stage-Siegen und 286 Führungsrunden dominiert. Insgesamt erreichten durch den letzten Unfall nur fünf Playoff-Fahrer ein Top-10-Resultat.

Vor dem Start: Die 12 Playoff-Teilnehmer starten aus den ersten sechs Reihen

Nachdem wetterbedingt das Qualifying für das erste Playoff-Rennen der 'Round of 12' abgesagt wurde, musste die Startaufstellung nach der Owner-Wertung festgelegt werden. Gibbs-Toyota-Pilot Kyle Busch erbt die Pole Position und steht damit zum fünften Mal in dieser Saison auf dem besten Startplatz. Die verbliebenen zwölf Playoff-Fahrer starten damit geschlossen aus den ersten sechs Startreihen. Neben Kyle Busch, der vor zwölf Monaten den dritten Dover-Sieg erzielte, startet Kevin Harvick ebenfalls aus der ersten Reihe. Harvick feierte seinen zweiten Dover-Sieg beim letzten Rennen im Mai 2018. Titelverteidiger Martin Truex Junior folgt auf Rang drei. Der amtierenden Champion erzielte auf der Beton-Piste seinen ersten Karriere-Sieg 2007 und den zweiten Erfolg 2016. Kyle Larson holte die Bestzeiten in den beiden Trainingseinheiten und beginnt das Rennen über 400 Runden von Rang zehn.

'The Monster' im Eingangsbereich des Dover International Speedway - Foto: NASCAR

Start/Stage 1: 13. Stage-Sieg für Kevin Harvick nach 120 Runden

Bevor die Startflagge gesenkt wurde, verlor Darrell Wallace Junior seinen Startplatz und musste von hinten starten. Jimmie Johnson bekam hinter dem Pace Car beim Warm-up Probleme mit dem Kugelgelenk und musste die Garage aufsuchen. Polesetter Kyle Busch verteidigte auf der oberen Linie die Führung nach dem Start. Truex verlor fünf Positionen und war nur noch Achter. Mit zehn Runden Rückstand nahm Johnson das Rennen auf. Nach 15 Runden betrug der Abstand zwischen den zwölf Playoff-Fahrern bereits insgesamt fast acht Sekunden und die ersten Überrundungen lagen an.

In Runde 16 gab es durch Harvick den ersten Führungswechsel. Harvick setzte sich sofort gewaltig ab. Nach 26 Runden konnte auch Brad Keselowski an Kyle Busch vorbeiziehen. Nur Denny Hamlin konnte nach 50 gefahrenen Runden mit Alex Bowman einen Playoff-Fahrer aus den Top-12 verdrängen. Gleichzeitig führte Harvick inzwischen mit 4.1 Sekunden Vorsprung und zehn Runden später sogar mit 8.2 Sekunden. Bei diesem Tempo lagen nur noch 20 Fahrer, zur Stage Halbzeit in Runde 60, in der Führungsrunde.

Ab der 70. Runde gab es die ersten Boxenstopps unter Grün durch Kyle Busch und Ryan Blaney. 13 Runden später waren alle Fahrer bei Service gewesen und Harvick führte wieder mit 7.5 Sekunden vor dem neuen Zweiten Joey Logano und Kyle Busch. In Runde 96 wurde mit Bowman der erste Playoff-Fahrer überrundet. Nach 120 Runden endete die erste Stage mit dem 13. Stage-Sieg von Harvick. Zweiter wurde Logano vor Kyle Busch, Clint Bowyer, Chase Elliott, Keselowski, Ryan Blaney, Kurt Busch, Aric Almirola und dem Zehnten Truex. Kyle Larson als Elfter holte keinen Bonus-Punkt. Alex Bowman erhielt den Lucky Dog und damit lagen 15 Fahrer in der Führungsrunde.

Stage 2: Kevin Harvick gewinnt auch die zweite Stage nach 240 Runden

Nach der Conclusion Caution mit Boxenstopps zwischen den beiden Stages über jeweils 120 Runden kam Logano als erster Fahrer wieder auf die Strecke und führte vor Harvick und Kyle Busch. Elliott erhielt eine Strafe. Kurz nach dem Restart nahm Harvick Logano wieder die Führung ab und Bowyer war neuer Dritter. Es gab kaum Veränderungen in den Top-10, bis auf Truex, der in Runde 150 Platz vier übernahm. Kyle Busch fiel mit Problemen hinter Hamlin bis auf Rang neun nach 170 Runden zurück.

Harvick führte inzwischen mit über zwei Sekunden vor Bowyer. Zur Halbzeit von Stage 2 übernahm Truex Rang drei mit 5.6 Sekunden Rückstand auf Harvick. Alle vier Stewart-Haas-Fahrer lagen in den Top-6. Bester Chevrolet-Pilot war Austin Dillon auf Rang zwölf. Truex und Logano eröffneten in Runde 190 die zweite Runde der Boxenstopps unter Grün. Ab Runde 210 konnte Bowyer den Rückstand auf Harvick verkürzen. Larson hatte einen Kontakt mit Paul Menard und verlor anschließend an Boden.

Larson und Bowman kämpften auf Rang 14 und 15 gegen eine Überrundung durch den Leader. Allerdings vergeblich und nun kämpften beide Fahrer um den Lucky Dog. Harvick gewann nach 240 Runden auch die zweite Stage überlegen mit insgesamt 207 Führungsrunden. Bower belegte Rang zwei vor Truex, Logano, Almirola, Kurt Busch, Kyle Busch, Hamlin, Elliott und Jones.

Stage 3: Alle vier Stewart-Haas-Fahrer liegen nach 255 Runden in Front

Den Lucky Dog erhielt erneut Bowman. Das Rennen in der Boxengasse zur letzten Stage über 160 Runden gewann Harvick vor Bowyer und Truex. Bei Kyle Busch lagen Track-bar-Reparaturarbeiten an. Larson lag eine Runde zurück und erhielt außerdem eine Bestrafung beim Boxenstopp. Nach 255 Runden lagen alle vier Stewart-Haas-Fahrer in Front. Hinter Harvick, Almirola, Bowyer und Kurt Busch folgten die drei Penske-Piloten Keselowski, Logano und Blaney. Nach den sieben Ford-Fahrern kam erst der beste Toyota mit Truex vor dem besten Chevrolet mit Elliott.

Harvick kontrollierte weiterhin das Renngeschehen mit einem Vorsprung von zwei Sekunden. Nach 315 Runden war der Vorsprung auf über sieben Sekunden angewachsen. Truex hatte sich auf Rang sechs vorgearbeitet. Kurz darauf kamen die ersten Fahrer zum dritten Service unter Grün in die Boxengasse gefahren. Wegen einem losen Reifen musste ausgerechnet der Dominator Harvick einen zweites Mal seine Crew aufsuchen. Kyle Busch erhielt eine Strafe.

Stage 3: Pech und Glück für Dominator Kevin Harvick

Dadurch führte jetzt Almirola zum ersten Mal das Feld an. Harvick lag auf Rang 14 mit einer Runde Rückstand in Lucky-Dog-Position und Kyle Busch belegte nur noch Platz 15. Glück für Harvick: In Runde 338 gab es Gelb wegen Debris und Harvick erhielt den Lucky Dog. Es gab erneut Boxenstopps. Keselowski nahm nur zwei frische Reifen mit und ging dadurch in Führung vor Almirola. Jetzt erhielt auch Truex eine Strafe wegen Speeding und verlor Rang vier. Keselowski verlor den Restart in Runde 348 gegen Almirola.

Kurz darauf übernahm Kurt Busch Platz zwei und Elliott war plötzlich Vierter hinter Keselowski. 30 Runden vor Rennende führte Almirola mit 1.4 Sekunden vor Kurt Busch. Zehn Runden später war Harvick wieder auf Rang sechs vorgefahren. Gleichzeitig musste Bowyer mit einem Plattfuß seine Crew aufsuchen. Jetzt holte Kurt Busch im Überrundungsverkehr auf und Elliott übernahm Platz drei. Bowyer sorgte neun Runden vor Rennende für die vierte Caution. Der Ford qualmte nach Mauerkontakt und sorge damit für Spannung nach einem recht langweiligen Rennen.

Elliott führte beim Restart vor Keselowski und Truex, die alle auf der Strecke geblieben waren. Vierter war Hamlin der das Rennen in der Boxengasse gewonnen hatte. Fünfter war Bowman vor Almirola. Hamlin schoss nach dem Restart auf Rang zwei, dann knallte es dahinter. Es gab Rot. Almirola verlor sein Fahrzeug und traf Keselowski. In der folgenden Kettenreaktion wurden Truex und Bowman heftig getroffen. Auch Blaney war involviert. Das Rennen ging in die Verlängerung.

Stage 3: Chase Elliott gewinnt in der Verlängerung

Elliott führte nun vor Hamlin und Logano beim Start in die Verlängerung. Elliott gewann den Restart. Hamlin folgte, konnte aber nicht mehr angreifen. Elliott gewann das zweite Mal in dieser Saison mit einem minimalen Vorsprung von 0.265 Sekunden vor Hamlin. Logano wurde Dritter, gefolgt von Erik Jones, Kurt Busch, Harvick mit 286 Führungsrunden, Austin Dillon, Kyle Busch, Ricky Stenhouse Junior und dem Zehnten Daniel Suarez. Die Platzierungen der restlichen sieben Playoff-Fahrer: Elfter Blaney vor Larson, Almirola, Keselowski und Truex. Abgeschlagen belegten Bowman Position 28 und Bowyer nur Platz 35.

Der Restart in der Verlängerung mit Chase Elliott in Front - Foto: LAT Images

PLAYOFF Gesamtstand (Round of 12)
Rennen 4/10 (30/36)

Playoff-Punkte (Rennen 1-30): Sieg (5 Punkte), Stage-Sieg (1 Punkt)
Extra Bonus-Punkte (Gesamtstand nach Rennen 26): Top-10 (15-10-8-7-6-5-4-3-2-1) Punkte)

1. (9) #9 Chase Elliott (Chevrolet) Hendrick Motorsports (1 Sieg), 3.056 Punkte
2. (2) #4 Kevin Harvick (Ford) Stewart-Haas Racing, 3.101* Punkte
3. (1) #18 Kyle Busch (Toyota) Joe Gibbs Racing, 3.096 Punkte
4. (3) #78 Martin Truex Jr. (Toyota) Furniture Row Racing, 3.069 Punkte
5. (6) #22 Joey Logano (Ford) Team Penske, 3.064 Punkte
6. (7) #41 Kurt Busch (Ford) Stewart-Haas Racing, 3.054 Punkte
7. (4) #2 Brad Keselowski (Ford) Team Penske, 3.054 Punkte
8. (8) #12 Ryan Blaney (Ford) Team Penske, 3.043 Punkte
9. (11) #14 Aric Almirola (Ford) Stewart-Haas Racing, 3.033 Punkte
10. (5) #14 Clint Bowyer (Ford) Stewart-Haas Racing, 3.033 Punkte
11. (10) #42 Kyle Larson (Chevrolet) Chip Ganassi Racing, 3.031* Punkte
12. (12) #88 Alex Bowman (Chevrolet) Hendrick Motorsport, 3.009 Punkte
ausgeschieden (Round of 16):
13. (14) #3 Austin Dillon (Chevrolet) Richard Childress Racing, 2.101 Punkte
14. (13) #21 Jimmie Johnson (Chevrolet) Hendrick Motorsport, 2.098 Punkte
15. (15) #11 Denny Hamlin (Toyota) Joe Gibbs Racing, 2.094 Punkte
16. (16) #20 Erik Jones (Toyota) Joe Gibbs Racing, 2.079 Punkte
*Harvick (Las Vegas I): 7 Bonuspunkte für Renn-Sieg und 2 Stage-Siege wurden aberkannt
*Larson (Kansas I): 1 Bonuspunkt für Stage-Sieg wurde aberkannt

Offizielle Ergebnisse kommen am Dienstag


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