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Porsche bekennt sich zu Formel E und GT-Sport

Bei der Night of Champions hat Porsche in Weissach die Saison 2019 gefeiert und gleichzeitig die Planungen für die kommende Saison verkündet.
von Manuel Schulz

Motorsport-Magazin.com - Porsche bleibt dem GT-Sport treu und freut sich über den geglückten Einstieg in die Formel E. In Kombination mit Titeln in den drei wichtigsten GT-Rennserien der Welt feierte Porsche eine der erfolgreichsten Saisons der Unternehmensgeschichte. Kein Wunder, dass man am aktuellen Engagement kaum etwas ändern will, wie im Rahmen der Motorsportgala "Night of Champions" bekanntgegeben wurde.

Die Offensive im GT-Sport geht dabei ungebremst weiter. In Le Mans werden bei der 88. Auflage des 24-Stunden-Klassikers erneut vier Werksautos an den Start gehen. Die Meisterteams aus der FIA WEC und der IMSA betreuen dabei jeweils zwei der neuen Porsche 911 RSR aus dem Modelljahr 2019. In der vergangenen Saison bildete der Doppelsieg die Grundlage zum WEC-Titel.

Der 911 RSR 2019 wird dabei auch in den USA Premiere feiern. Bisher kam in Nordamerika noch die alte Generation des RSR zum Einsatz. Am 25. Januar 2020 wird die Neuauflage des 515 PS-Rennboliden zum ersten Mal in den USA, genauer gesagt in Daytona, an den Start gehen. Nick Tandy und Frederic Makowiecki werden von Matt Campbell im Porsche der Nummer 911 bei den langen Rennen unterstützt.

Im Porsche Nummer 912 werden Earl Bamber und Laurens Vanthoor durch Mathieu Jaminet verstärkt. In der FIA WEC starten weiterhin Richard Lietz und Gianmaria Bruni im Porsche 91 und Kevin Estre und Michael Christensen im Porsche Nummer 92 für das Werksteam. In der Formel E starten Neel Jani und Andre Lotterer für Porsche.

Für die Formel E Test- und Entwicklungsfahrer Simona de Silvestro und Nachwuchspilot Thomas Preining gibt es neben ihren Aufgaben auch Rennen im GT-Sport. De Silvestro wird neben Klaus Bachler in der ADAC GT Masters antreten. Preining erhält einen Stammplatz in der Intercontinental GT Challenge und der Blancpain Endurance Series und unterstützt in der FIA WEC auch noch das Kundenteam Dempsey Proton Racing.

Porsche setzt auf eigenen Nachwuchs

Insgesamt setzt Porsche mehr auf eigenen Nachwuchs. Der Gesamtkader für die Motorsportsaison 2020 besteht aus 18 Werksfahrern, zwei Young Professionals und zwei Junioren. Matt Campbell und Mathieu Jaminet, die beide aus der Porsche-Nachwuchsförderung stammen, erhalten dabei zum ersten Mal einen Werksvertrag. Julien Andlauer steigt vom Junior zum Young Professional auf. Ayhancan Güven hat sich im November seinen Platz als zweiter Porsche Junior sichern können.

Für Kundenteams gibt es weiter eine herausragende Unterstützung durch Porsche, besonders in den Meisterschaften, in denen Porsche nicht mit einem Werksteam vertreten ist. Dazu zählen Intercontinental GT Challenge, die Blancpain GT Series, die GTD-Kategorie der IMSA WeatherTech SportsCar Championship sowie lokale GT-Meisterschaften. Porsche stellt Fahrer, Ingenieuren und Beratungsleistungen zur Verfügung.

Auch ehemalige Fahrer kommen nicht zu kurz. Timo Bernhard, Brendon Hartley, beide zweifache Weltmeister und Le Mans Gesamtsieger sowie Jörg Bergmeister werden weiterhin als Markenbotschafter für Porsche tätig sein. Bergmeister und Bernhard kämpften bereits vor 20 Jahren im Carrera Cup und Supercup um Meistertitel.

Auszeichnungen für ersten Porsche eSport-Sieger

In diesem Jahr erhielt zum ersten Mal ein eSportler im Rahmen der "Night of Champions" eine Auszeichnung. Der Australier Joshua Rogers gewann in zehn Läufen die erste Saison des Porsche Esports Supercup bei iRacing und wird damit in die Geschichte eingehen. Die virtuelle Rennserie soll 2020 nach einem erfolgreichen Debüt fortgesetzt werden.


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