Motorsport

Unfall bei Smart-Rennen in Italien: Ende mit Vierfachüberschlag

Verrückte Szenen bei einem Rennen mit Elektro-Smarts in Vallelunga. Nach einer Acutoscooter-Aktion schlägt das Karma am Ende böse zurück.
von Robert Seiwert
Unfall-Video: Elektro-Smart überschlägt sich in Vallelunga: (00:58 Min.)

Definitiv ein heißer Anwärter für den dämlichsten Rennunfall des Jahres. Was sich bei einem Rennen des smart EQ fortwo e-cup in Vallelunga zugetragen hat, sorgt in diesen Tagen für großes Gelächter und Häme in den sozialen Netzwerken.

Beim Sonntagsrennen des in Italien ausgetragenen Markenpokals mit leicht umgebauten Elektro-Smarts ging es wortwörtlich rund. In der Schlussphase des Rennens kamen sich Benjamin Carterey im #30 Smart und Gaststarter Leonardo Caglioni ordentlich ins Gehege.

Der 16-jährige Caglioni, der zum ersten und sicherlich letzten Mal im Smart-Cup antrat, erwischte Cartereys Auto im Zweikampf links am Heck, drehte es dadurch halb und schob es auf direktem Wege ins Kiesbett.

Beide Smarts kehrten auf die Rennstrecke zurück, wobei Carterey noch immer quer vor Caglionis Motorhaube hing und versuchte, sich zu befreien, um das Rennen fortzusetzen. Als er seinen kleinen Renner gerade in Fahrtrichtung gewendet hatte, nahm der junge Italiener Caglioni augenscheinlich Anlauf und fuhr seinem Widersacher rechts in die Seite.

Beide Autos konnten sich befreien, doch der ebenso unerfahrene wie heißblütige Caglioni hatte noch immer nicht genug! Halb auf Strecke und Grünstreifen fahrend, folgte er Carterey durch die nächsten Kurven hindurch - dann schlug das Karma zurück. Und zwar mit voller Härte.

Beim Versuch, auf die Rennstrecke zurückzukehren, erwischte Caglioni seinen Streckengegner ein weiteres Mal und verlor komplett die Kontrolle über den Smart, der im Vergleich zur Straßenversion um ein paar Kilogramm abgespeckt wurde. Caglioni überschlug sich viereinhalb Mal, kam auf den Rädern zum Stehen, konnte das Rennen aber nicht fortsetzen.

Für seine Aktion wurde der Kart-Pilot, der sich einmal im Camp der Ferrari Driver Academy präsentieren durfte, nachträglich von der Rennleitung disqualifiziert. Es drohen weitere Konsequenzen wegen unsportlichen Verhaltens.

Vor dem Wochenende sagte Caglioni, dass er hoffe, diese Erfahrung als ein Sprungbrett für seine weitere Karriere nutzen zu können. Gesprungen ist er zwar im Rennen, mit der weiteren Karriere könnte es nach diesem Vorfall allerdings stark bergabgehen...


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